Medienkrise, Web 2.0, Online
PR - Momentaufnahmen
Von Stephan Fink, Vorstand
der Fink & Fuchs Public Relations AG
Wie
schon zum Ende der New-Economy-Blase im Jahr 2001 erfährt die Medienlandschaft
und damit das Umfeld für Public Relations – nicht nur durch die
Wirtschaftskrise – einen sich beschleunigenden Wandel. Damals waren der
Wegfall der Werbegelder von New Economy-Unternehmen, die konjunkturelle Schwäche
und der Strukturwandel in Richtung Online-Werbung die Hauptgründe für den
Einbruch bei Werbeeinnahmen und Abonnentenzahlen. Die aktuelle Medienkrise und
der damit verbundene Umbruch der Medienlandschaft hat jedoch eine weiter
reichende Qualität. Nachdem Verlage in den letzten Jahren den schleichenden
Anzeigen- und Leserschwund durch neue Geschäftsmodelle wie Corporate Publishing
Services, Events oder ausgefeilte Kooperationsangebote teilweise auffangen
konnten, sorgt die aktuelle Wirtschaftskrise bei Printmedien aber auch
Radio/TV-Angeboten für große wirtschaftliche Einbußen. Verstärkt wird diese Entwicklung
durch den demografischen Wandel, verändertes Mediennutzungsverhalten gerade
junger Zielgruppen und vor allem den Hype um das Social Web. Der strukturelle
Wandel der Medienlandschaft erfährt dadurch eine ungeahnte Beschleunigung, der
national wie international bereits eine Vielzahl teilweise recht prominenter Medien zum
Opfer gefallen sind.
Parallel
explodiert die Zahl der Online-Angebote, wie Online-Ableger eingeführter
Medienmarken, Blogs oder Communities, die sich extrem steigender Besucherzahlen
erfreuen. Insbesondere Web 2.0-Plattformen wie Youtube, Flickr, Twitter, Xing
oder StudiVZ haben aufgrund der gebotenen Interaktions- und
Partizipationsoptionen mittlerweile eine Spitzenposition
im Online-Aktivitätsprofil vieler Nutzer. Alleine unter den 20 reichweitenstärksten deutschen
Online-Angeboten befinden sich neben Bild.de
oder
SpiegelOnline bereits heute Youtube, Facebook oder StudiVZ.
Doch
es sind nicht nur die Online-Reichweiten, die klassischen Medien zu schaffen machen.
Auch das Nachrichtengeschehen verlagert sich ins Web, was insbesondere
Tageszeitungen einen zusätzlichen Nachteil bei der Aktualität einbringt. Zwar genießen die Online-Ableger
klassischer Medienmarken eine hohe Reputation hinsichtlich der redaktionellen
Qualität. Der Druck auf die bestehenden Geschäftsmodelle zwingt aber zu
Einsparungen, die früher oder später auf die Qualität durchschlagen werden.
Die
Entwicklung von Offline zu Online ist nicht mehr aufzuhalten und mit dem
"Social Web" verändert sich das gesamte Kommunikations- und
Informationsgefüge. Von Nutzern selbst organisierte Austauschplattformen,
private "Medienkanäle" mit von Usern erstellten Inhalten oder die
explosive Zunahme dialog-orientierter Kommunikationsformen zwingen – bei
abnehmenden Medienreichweiten – auch PR-Verantwortliche ihre Strategien
neu auszurichten und in Richtung Online weiter zu entwickeln.
Online-Redaktionen weiter auf
dem Vormarsch
Kein
Verlag kann es sich mehr leisten, nicht im Web präsent zu sein. Mit neuen organisatorischen
Konzepten wie "Newsdesk"
werden zentrale "Newsrooms"
aufgebaut, die alle Medienkanäle (Print, Broadcast, Online) mit multimedialen
Inhalten (Text, Bild, Audio, Video) beschicken, am besten rund um die Uhr. Doch
auch das Internet wird die Verluste des kränkelnden Printgeschäfts nicht
ausgleichen können. Da es bislang nur wenige Online-Medien gibt, die profitabel
betrieben werden, müssen Zeitungsverleger sich neue Konzepte einfallen lassen,
um ihr Überleben langfristig zu sichern.
Einer
europaweite Umfrage zu "Journalismus und Web
2.0" des Agenturnetzwerks Oriella zufolge ist diese Entwicklung schon
sehr weit fortgeschritten. Fast die Hälfte der Befragungsteilnehmer haben das
Gefühl, immer mehr Inhalte für ihre Leser/Zuschauer produzieren zu müssen. 44
Prozent betreiben sogar journalistisch ausgerichtete Blogs, während die
Themen Audio- und Video-Podcasts
"erst" bei 24 Prozent Einsatz finden, jedoch mit steigender Tendenz.
Das Internet als Recherche- und Nachrichtenquelle gehört bei den meisten Journalisten
zum Arbeitsalltag. Blog-, Twitter- oder Community-Monitoring sind in
Redaktionen weiter auf dem Vormarsch. Für PR-Treibende bedeutet dies, dass sie
nicht nur über neue eigene "Online-Kanäle" zu den eigenen Zielgruppen
sondern auch über die neuen "Kontakt- und Zugangspunkte" in die
derart erweiterte Medienarena nachdenken müssen.
Digital Natives und Web
2.0-Avantgarde
Mit
der breiten Verfügbarkeit von Zeitungen verloren im 19ten Jahrhundert
"Ausrufer", "Bänkelsänger" und andere Berufsgruppen einen
Großteil ihrer Zuhörer. Ob es der gedruckten Zeitung irgendwann ebenso gehen
wird, ist nicht absehbar. Unabhängige redaktionelle Instanzen wird es - gerade
in der wachsenden Informationsflut des Webs - immer geben. Auch wenn der Journalismus laut einer Untersuchung der Uni
Dresden in einer Vertrauenskrise steckt, konstatieren Internet-Nutzer den
Web-Angeboten eingeführter Medienmarken deutlich höhere Glaubwürdigkeitswerte
als anderen Web-Angeboten. Fakt ist jedoch, dass Print-Medien, aber auch
klassische TV/Radio-Broadcast-Angebote an Lesern und Zuschauer verlieren. Der
Medienkonsum findet verstärkt über das Internet statt, dem bisherigen
"Zweitverwertungkanal" der meisten Medien. Wann das Internet zum
Informations- und Unterhaltungskanal No1 wird, ist nur eine Frage der Zeit. In
jedem Fall ist das Internet dank E-mail, Chat und Social Networks schon heute -
hinter dem Telefon - der Kommunikationskanal No1.
Bei
den jüngeren, mit dem Internet groß gewordenen Zielgruppen, auch Digital
Natives genannt, liegt die Zahl der Internetnutzer bei über 90 Prozent. Sie
nutzen kommunikative Online-Anwendungen für sämtliche Lebensbereiche, wie
Partnersuche, Jobsuche, Flirten oder Alltagskommunikation. Zu diesen
Ergebnissen gelangte die Studie Markt-Media-Studie
internet facts der AGOF. Laut dieser Umfrage beziehen 62 Prozent aller
Befragten via Internet Nachrichten zum Weltgeschehen, ebenso viele kaufen im
Internet ein und über 55 Prozent informieren sich dort über regionale Themen.
Zudem gewinnt in dieser Altersgruppe das Internet hinsichtlich der
Nutzungsdauer und -intensität immer mehr an Bedeutung, bei zunehmender Parallelnutzung
mehrerer Medien.
An
der Spitze der weiteren Entwicklung treibt die etwas ältere Web-Avantgarde mit
der Erfindung und Nutzung neuer Tools und Plattformen, wie beispielsweise
Twitter, den Medienwandel weiter voran. Dies und das allgemein veränderte
Nutzungsverhalten sorgen letztlich für steigende Ansprüche hinsichtlich Qualität,
Verfügbarkeit, Aktualität, Mobilität sowie Dialog- und Partizipationsoptionen
von Online-Angeboten. Die Implikationen für PR als Lieferant von Inhalten und
Plattformbetreiber sind eindeutig: An stärkerer Bebilderung und Videonutzung sowie dialogischen
Kommunikationsformen wird PR nicht vorbei kommen. Dies gilt übrigens nicht nur
für die externe Kommunikation sondern auch für interne Kommunikationsprozesse,
da Digital Natives ihre im Web gelernten Kommunikationsformen zunehmend stärker
in den beruflichen Alltag einbringen.
Blogging und Micro-Blogging
Blogs
sind mittlerweile zum Standard geworden. Die Anzahl konsolidiert sich auf
relativ stabilem Niveau und die Zahl der meinungsbildenden Blogs mit einem
gewissen Zielgruppen-spezifischen Einfluss ist zumindest in Deutschland überschaubar.
Denn nicht jedem ist es gegeben, kontinuierlich interessante Inhalte für einen
breiteren Interessentenkreis zu produzieren und darüber hinaus auch seine
"Fangemeinde" dauerhaft an sich zu binden. Nicht zuletzt deshalb wird
ein Großteil der wichtigeren Blogs in Deutschland von Journalisten,
Medien-nahen Verfassern oder im Auftrag von Medien, Unternehmen oder NGOs
betrieben. Anders ist die aktuelle Entwicklung beim Micro-Blogging via Twitter, dem jüngsten Hype-Thema in der Welt des
Web 2.0. Explodierende
Nutzerzahlen
und natürlich ein unvergleichlicher Medien-Hype propagieren Twitter als die
"Plattform der Stunde". Das Portal "we
follow" verdeutlicht, welch beachtlliche Followerzahlen und somit
Reichweiten bei Twitter möglich sind, beispielweise hat CNN aktuell bereits über
1,5 Millionen Follower.
Der
Neuigkeitswert, den Blogs noch vor ein bis zwei Jahren gehabt hätten, sei
verschwunden, sagte Medienjournalist Stefan Niggemeier auf der re:publica
2009 in Berlin. Seit die "digital
natives" eher zum Kurznachrichtendienst Twitter als zum Weblog
greifen, um sich mitzuteilen, gerieten qualitativ hochwertige eigene Inhalte
ins Hintertreffen, so Niggemeier, selbst einer der Großen in der Blogosphäre, weiter.
Aber
auch bei Twitter werden sich mittelfristig wohl primär die Twitter-Angebote als
meinungsbildend durchsetzen, die sich über knackige Kommentare oder Verweise
auf eigene aktuelle und wertige Inhalte (z.B. auf nach gelagerten Blogs oder
Websites) aus der unendlichen Zahl von ge-twitterten Zugfahrten und
kommentarlosen Verweisen auf Angebote von anderen hervorheben. Twitter scheint
zumindest aktuell ein hervorragendes Tool eigene News oder Themen anzureißen,
zu verlinken und gegebenenfalls über die eigenen "Follower" in der
Twitter-Szene zu multiplizieren. Wie und das dies in Teilen funktioniert,
beweisen immer mehr Verlage,
zunehmend auch Unternehmen und
natürlich die in Twitter besonders aktive "Web-Avantgarde"
beispielsweise Blogger wie Thomas Knüwer,
Sascha Lobo, Klaus Eck oder Claudia Sommer. Darüber hinaus ist
Twitter ein gutes Analysetool für aktuelle Nachrichten und Themenströmungen und
ein phantastischer Kanal um Reaktionen zu erkennen, darauf zu reagieren oder
auch Feedback an andere abzusetzen, kurz um in Dialoge einzusteigen und
Beziehungen zu pflegen. Nicht zuletzt bekommt man über Twitter bei Beobachtung
der richtigen Autoren jede Menge guter Anregungen und Ideen für die eigene
PR-Arbeit. Da Twitter extrem einfach zu bedienen ist, kann es eigentlich jeder
problemlos in PR-Kampagnen integrieren, entsprechende Inhalte und genügend Zeit
zum Twittern (Praxistipp) voraus gesetzt.
Communities
- Neue Plattformen und Meinungsmittler
Web-Plattformen
mit von Benutzern erstellten Inhalten (User Generated Content - UCG) oder
sogenannte Social Community Portale gehören mittlerweile hinsichtlich
Nutzerzahlen und Nutzungsintensität in Web-Rankings zur Spitzengruppe. YouTube
befindet sich in weit mehr als 30 Ländern unter den fünf meistbesuchten
Internetseiten und StudiVZ.de hatte im April 2009 in Deutschland rund 3,83
Milliarden Page Impressions (PI). Im Vergleich dazu wirken grundsätzlich
beachtliche 617 Millionen PIs von SpiegelOnline im gleichen Zeitraum geradezu
bescheiden. Dabei ist Deutschland im europäischen Vergleich aktuell noch
Schlusslicht im Social Web wie eine Nielsen
Studie jüngst ermittelte. Weltweit besuchen 67 Prozent der
Internet-Nutzer sogenannte
"Member Communities" (Social Networks und Blogs). Hierzulande nutzen
bislang nur ca. 50 Prozent aller Onliner Community-Plattformen, doch ein
Wachstum von zwölf Prozent im Jahresvergleich lässt darauf schließen, dass
deutsche Surfer aufholen.
Unternehmen
und Medien haben mittlerweile erkannt, dass sich das "Online-Leben"
zu großen Teilen im Web 2.0 abspielt und die User dort kommunizieren,
kollaborieren und Inhalte generieren. Das bedeutet teilweise stattliche
Reichweiten und bei kleineren "Themen-Communities" klar umrissene
Zielgruppen, denen sich Unternehmen via Banner-Werbung, Sponsoring, Kooperationen,
eigene Sub-Communities oder über Teilnahme an Community-Aktiväten nähern möchten.
Darüber
hinaus hat das Web 2.0 zu einem Paradigmenwechsel geführt: Inhalte werden nicht
länger nur von Unternehmen oder Medien geliefert und konsumiert, heute
produzieren Konsumenten selbst Inhalte, verbreiten, verknüpfen, bewerten und
kommentieren. Ob dies Medien und Unternehmen gefällt oder nicht, die
Interaktivität des Web 2.0 hat es möglich gemacht und ist nicht mehr
wegzudenken.
Auch
in diesen Strukturen kristallisieren sich neue Meinungsmittler heraus oder es
tauchen alte Bekannte wieder auf. Es gilt hier insbesondere solche
Meinungbildner zu identifizieren, die sich auf vielen Plattformen gleichzeitig
bewegen. Diese sogenannten "Mavens",
gewinnen sowohl im B2B- als auch im Consumer-Bereich immer mehr Bedeutung. Mit
der Identifikation und Ansprache dieser Zielgruppe tun sich viele
PR-Verantwortliche noch schwer. Wenn das "Beobachtungsradar" der
PR-Abteilung diese überhaupt erfasst, stellen sich die Fragen der Zuständigkeit
und natürlich der adäquaten Ansprache.
Einige
Unternehmen setzen hier – unabhängig von der PR-Abteilung – recht
erfolgreich auf sogenannte Evangelists.
Diese stehen für ein Unternehmen und dessen Themen, sollten einen gewissen
Expertenstatus haben und versuchen diese Themen im Dialog, in Foren oder Online
zu vermitteln. Aufgrund ihrer Expertise, dem für Dritte klar erkennbaren
Auftrag und der gewählten Näherungsweise gewinnen Evangelists einen deutlich
leichteren Zugang zu Bloggern, Communities oder anderen für das Unternehmen
relevanten Personen. Ein gutes Beispiel ist Boris Schneider-Johne, der
für die Xbox auf diese Art unterwegs ist.
Unternehmens-Websites und Web
2.0
Auch
Unternehmen rüsten Ihre Angebote in Richtung Web 2.0 auf. Die leichte Integration
von Twitter-, Blog- oder Video-Funktionalitäten führt – gerade bei
Konsumentennahen Websites – zur Öffnung für Dialog, Mobilisierung und
Partizipation. Konkret kann das beispielsweise mittels Mitmach-Optionen via
Serious-Games, Innovations-Wettbewerben
oder Aufforderungen zur Produktentwicklung geschehen. Manche
Unternehmensauftritte bestehen nur noch aus solchen Tools: Ein gelungenes
Beispiel liefert der amerikanische Süßigkeitenhersteller Skittles.
Zudem
bauen viele Unternehmen auf der Grundlage von Blog- oder Wiki-Technologien
eigene Community-Plattformen für Mitarbeiter, Markt-, Entwicklungs- oder
Vertriebspartner, Business-Kunden oder Consumer. Selbst mit sehr kleinen aber
feinen Netzwerken werden hier sehr gute Erfolge bezüglich Information, Kommunikation,
Prozessverschlankung, Transparenz und vor allem Entwicklung neuer Ideen
erreicht.
Veränderte
Zielsetzungen durch Web 2.0
Den
PR-Erfolg weiterhin nur in Clippingzahlen und Reichweiten zu bemessen, führt
bei abnehmender Medienzahl, weniger Seiten und Leserschwund mittelfristig in
eine Sackgasse. Webmonitoring, also Scannen von Stimmen und Meinungen im Web
mit anschließender Analyse, gehört noch längst nicht zum Alltag der
Erfolgsmessung. Bislang betreiben laut WebKnow Studie 2008 ca. 40 Prozent der
Unternehmen strukturiertes Webmonitoring, beispielsweise zur Beobachtung von
Firmenerwähnungen, zur Themenbeobachtung oder als Ideenquelle für Innovationen.
Als
besonders bedeutend werden Foren und Communities eingeschätzt, gefolgt von
traditionellen Pressediensten, Weblogs und Bewertungsportalen. Interessante
Antworten lieferte die Frage nach der Zuständigkeit für Webmonitoring innerhalb
des Unternehmens: 38 Prozent sehen hier die PR-Abteilung in der Verantwortung,
27 Prozent die Marketingabteilung und lediglich 11,7 Prozent die
Marktforschung.
Fakt
ist, dass eine zielgerichtete Aussteuerung der PR-Strategie ohne Berücksichtigung
des Internets heute nicht mehr funktionieren kann.
Wie geht es weiter?
Online
und Web 2.0 sind keine vorübergehende Erscheinung. Das Web wird sich weiter von
einer Anbieter-dominierten zu einer User-dominierten Sphäre entwickeln. Auch
wenn nicht jeder Einzelne, jede NGO oder Kundengruppe ihre eigene
Web-Medienwelt aufbaut, die Demokratisierung durch "Jedermann-Tools",
unbegrenzte Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, frei konfigurierbare
Kommunikationskanäle oder Foren, grenzenlose Vernetzungs- und Dialogoptionen
und nicht zuletzt die noch lange nicht ausgeschöpften Möglichkeiten zur
Partizipation verändern die Rahmenbedingen jeder Unternehmenskommunikation. Da
die Dynamik der Entwicklung gerade weiter zunimmt, empfiehlt es sich unbedingt
deren Rückwirkungen auf die eigenen PR-Aufgaben regelmäßig zu prüfen