zurück Meldungen Artikel Bilder Viten Mappen Termine Kontakte Glossar Service Suche Start


Sie sehen die Pressemeldung Nr.: STC2008-013 vom 08.05.2008
 
Web-Vorlage

Sterling Commerce-Studie belegt: Cross-Channel wird zum Maß aller Dinge im Einzelhandel – vor allem zu Konsumereignissen wie dem Muttertags-Geschäft

 

Europäische Konsumenten wünschen sich vernetztes Einkaufserlebnis / Deutsche Verbraucher üben sich indes in Bescheidenheit

 

Düsseldorf, 08. Mai 2008 – Pünktlich zum kommenden Muttertag stürmen die Verbraucher wieder die Geschäfte auf der Suche nach dem passenden Geschenk. Doch nicht nur die Filialen vor Ort müssen mit erhöhtem Besucheransturm rechnen: Längst nutzen die Verbraucher auch andere Absatzkanäle wie Katalogbestellung und vor allem das Internet, um ihrer Mutter das perfekte Geschenk überreichen zu können. Wenn sich die Händler für dieses wichtige Ereignis im Frühling rüsten, entscheidet vor allem der Grad der Kundenzufriedenheit über Erfolg oder Misserfolg in dieser Konsum-„Hochzeit“. Doch die Anforderungen an die Händler sind deutlich gestiegen, und Kunden werden zunehmend anspruchsvoller. Laut einer aktuellen Studie von Sterling Commerce geht der Trend ganz klar in Richtung Cross-Selling: Bereits rund 67 Prozent der befragten Verbraucher wünschen sich ein nahtloses Einkaufserlebnis über alle Kanäle, die sie nutzen – ob Einzelhandel, Online, Call-Center oder Katalog. Besonders der Online-Handel spielt eine immer wichtigere Rolle: Laut aktuellen Zahlen des Forschungsinstituts TNS-Infratest macht dieser bereits knapp 40 Prozent am Gesamtumsatz des Versandhandels aus – Tendenz steigend. Die wachsende Zahl an Kanälen, über die Kunden kommunizieren, bestellen und Waren zurückgeben können, stellt die Händler jedoch vor große Herausforderungen. Viele haben Schwierigkeiten damit, ein integriertes Angebot am Markt zu lancieren.

 

Zusammen mit dem unabhängigen Forschungsinstitut Ipsos MORI hat Sterling Commerce 1.000 Endverbraucher aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien nach ihrem Verhalten und Präferenzen bei Käufen im Einzelhandel, über Kataloganbieter und im Internet befragt.

 

Befragte aus Deutschland üben sich in Bescheidenheit

Im Vergleich zu den Konsumenten aus Frankreich und Großbritannien sind die Erwartungen an ein nahtloses Cross-Channel-Einkaufserlebnis in Deutschland weniger hoch gesteckt: Rund 30 Prozent der Befragten erachten es als besonders wichtig, dass die Händler Informationen zu Produkten und Verfügbarkeit über alle Kanäle hinweg bereitstellen können (Frankreich und Großbritannien: 80 Prozent). Dennoch spielt das Internet eine zunehmend wichtige Rolle und übt großen Einfluss auf das Kaufverhalten im Laden vor Ort aus: 60 Prozent informieren sich über ein bestimmtes Produkt via Internet, bevor sie sich zum Kauf in der Filiale entscheiden. Zu dieser Konsumentengruppe zählen vor allem junge Erwachsene und kaufkräftige Verbraucher mit wenig Zeit. Jeder Dritte wünscht sich zudem einen Zugang zu seinem persönlichen Online-Account im Geschäft, um die Ware mit den vorgemerkten Artikeln im Internet vergleichen zu können.

 

Retourenmanagement im Abseits

Die Studie zeigt weiterhin: Fast alle Befragten der drei Länder möchten Waren in einem Geschäft umtauschen oder zurückgeben können, unabhängig davon, über welchen Kanal sie den Artikel gekauft haben. Lediglich die Hälfte ist der Ansicht, dass dies bereits gut funktioniert. Den Händlern geht dabei zusätzlicher Umsatz verloren: 49 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie parallel zum Umtausch beziehungsweise zur Rückgabe im Laden wahrscheinlich weitere Käufe tätigen würden. Das Retourenmanagement im Einzelhandel schneidet gut ab – allerdings nur, wenn der Artikel auch dort erworben wurde. Dieser Ansicht sind 85 Prozent. Der Kundenservice im Internet und bei Kataloganbietern lässt hingegen noch zu wünschen übrig: Nur die Hälfte der Befragten ist mit dem Procedere bei Warenrückgabe und -umtausch zufrieden.

 

 

Internet und Cross-Channel: Europa anspruchsvoller als USA

Vergleicht man die Ergebnisse mit einer ähnlichen Studie, die Sterling Commerce im Januar 2008 unter US-amerikanischen Verbrauchern durchgeführt hat, zeigt sich, dass europäische Konsumenten dem Internet sowie integrierten Einkaufskanälen mehr Bedeutung beimessen als die US-amerikanischen Verbraucher:

 

- Zwei Drittel der Befragten betreiben Online-Recherchen, bevor sie ein bestimmtes Produkt erwerben. In den USA greift nur etwa die Hälfte auf das Internet zurück.

- Knapp 37 Prozent der Konsumenten wünschen sich einen „Web-Kiosk“ und Zugang zum persönlichen Web-Account im Laden, um Produktrecherchen betreiben und vorgemerkte Artikel noch einmal vergleichen zu können (USA: 50 Prozent)

- Ein Drittel der Befragten nimmt bereits an Online-Rabattaktionen teil.

 

Wie wichtig den europäischen Verbrauchern ein einheitliches Kauferlebnis ist, belegen folgende Zahlen:

 

- 84 Prozent der Kunden möchten Waren, die sie im Internet bestellt haben, im Laden vor Ort abholen können beziehungsweise nach Hause geliefert bekommen (USA: 56 Prozent).

- Für 87 Prozent der Befragten ist es wichtig, Artikel in einem Geschäft zurückgeben oder umtauschen zu können, unabhängig davon, wo der Artikel gekauft wurde (USA: 81 Prozent).

- 44 Prozent der Verbraucher sind der Meinung, dass Call-Center-Mitarbeiter informiert sein sollten, welche Artikel die Kunden online angesehen haben (USA: 32 Prozent).

 

„Die Studie zeigt ganz klar: Europäische Konsumenten erwarten zunehmend ein vernetztes ‚Cross Channel’-Einkaufserlebnis. Händler investieren derzeit unter Hochdruck in den Ausbau ihrer Absatzkanäle, also den Filialen vor Ort, dem Kataloggeschäft und ihrer Onlinepräsenz. Dennoch scheitern viele daran, sich als Cross-Channel-Anbieter zu etablieren. Oft haben sie ihre Kanäle und Back-End-Systeme nur mangelhaft integriert. Übergreifende Prozesse sind kaum vorhanden und auch die notwendige Transparenz und Überwachungsfunktion fehlt. Dies senkt den Grad der Kundenzufriedenheit und führt langfristig zu massiven Umsatzeinbußen. An Konsumhochtagen wie dem Muttertag zeigt sich dieser Effekt besonders deutlich“, so David Hogg, Retail Industry Marketing Manager EMEA bei Sterling Commerce.

 

„Die fehlende Synchronität zwischen den unterschiedlichen Kanälen ist besorgniserregend und wirkt sich vor allem auf die Filialen vor Ort aus. Können Einzelhändler die Bedürfnisse ihrer ‚verwöhnten’ Klientel nicht mehr erfüllen, wird diese die Waren lieber online und bei einem anderen Anbieter bestellen.“

 



 

Diese Meldung als PDF-Datei downloaden
 

 

 

 

Zu dieser Meldung ist derzeit kein Bild vorhanden
 

Zu dieser Meldung ist derzeit kein Artikel vorhanden
 

Zu dieser Meldung ist derzeit keine Vita vorhanden