Hintergrundinformation Global Data Synchronisation
Der Begriff Global Data Synchronisation (GDS) bezeichnet
Maßnahmen zum Abgleich von Artikelstammdaten zwischen Handelspartnern nach
neuen, globalen Standards, die durch die Industrie entwickelt wurden.
Unternehmen erstellen ihre Geschäftsdokumente auf Basis von
Daten, die sie in ihren IT-Systemen speichern und pflegen. Zwischen
Handelspartnern werden diese Dokumente als elektronische Nachrichten
ausgetauscht. In diesem Zusammenhang spricht man deshalb auch von
EDI-Dokumenten (Electronic Data Interchange). Ziel von EDI ist es, die
Effizienz im Datenaustausch zu steigern, die durch den automatischen Transport
der Dokumente von System zu System ohne überflüssige Eingriffe durch den
Menschen erreicht wird.
Sehr häufig aber gibt es Abweichungen zwischen den
Datenbeständen der Handelspartner. Aus verschiedenen Gründen unterscheiden sich
die Beschreibungen der Attribute wie Preis, Abmessungen, Namen von System zu
System. Diese nicht abgeglichenen Daten unterminieren die Zielsetzung von EDI.
Wenn ein Einzelhandelsunternehmen bei einem Hersteller eine neue Lieferung
Ketchup bestellt, könnte dies beispielsweise dazu führen, dass stattdessen
Mayonnaise geliefert wird.
Eine Studie von AT Kearney zeigt die Auswirkungen des
Problems:
3,5 Prozent der Erträge von Unternehmen gehen verloren, weil
Informationen in der Lieferkette nicht effizient weitergegeben werden. 30
Prozent der verwendeten Daten sind falsch, die Fehlerbeseitigung kostet
zwischen 60 und 80 Euro pro Fehler. Darüber hinaus sind 60 Prozent aller
Rechnungen fehlerhaft, die Richtigstellung kostet zwischen 40 und 400 Euro pro
Rechnung.
Die „Datensynchronisierung“ (Data Synchronisation) ist ein
Geschäftsprozess, mit dem zwei Handelspartner diese Probleme vermeiden, indem
sie sicherstellen, dass ihre jeweiligen Datenbestände permanent, automatisch
und nahezu in Echtzeit synchron gehalten werden.
In drei Schritten zu synchronen Daten
Sterling Commerce empfiehlt ein dreistufiges Vorgehen um die
Datensynchronisation mit einem Handelspartner zu erreichen. Die erste Stufe ist
die interne Datensynchronisierung. Diese einmalige Aufgabe ist der wichtigste
Schritt und erfordert 80 Prozent des Einsatzes und der Investitionen. Das
Unternehmen stellt sicher, dass jedes gespeicherte Datenelement an die
EAN.UCC-Standards angepasst, auf dem aktuellsten Stand und synchron mit allen
Systemen ist, in denen es auftritt. Die Daten werden vereinheitlicht und es
wird sichergestellt, dass die Änderung an einem Datenelement in einem beliebigen
System zu einer automatischen und unmittelbaren Aktualisierung in allen anderen
Systemen führt. Die zweite Stufe ist die externe Datensynchronisation. Sie ist
ebenfalls eine einmalige Tätigkeit, in der die Daten mit denen des
Handelspartners abgeglichen werden. Ziel ist es, sich auf ein einheitliches
Format zu einigen. Das heißt, dass Ketchup bei den Handelspartnern die gleiche
Bezeichnung hat, sodass eine fälschliche Lieferung von Mayonnaise
ausgeschlossen ist. Die dritte Stufe ist die laufende Datensynchronisierung.
Dieser andauernde Prozess sorgt dafür, dass die Daten der Handelspartner
synchron bleiben.
Initiative der Industrie
Die 1999 von 50 Einzelhändlern und Herstellern gegründete
Global Commerce Initiative (GCI) ist der Vorreiter bei der Umsetzung von GDS
und der Einführung von weltweiten Standards. Die GCI setzte sich auch dafür
ein, dass sich die zwei Standardisierungsgremien für die Produktbeschreibung im
Einzelhandel zusammenschlossen – das Uniform Code Council (UCC) aus den
USA und die European-Article-Numbering-Gesellschaft (EAN). Seit 2002 arbeiten
sie unter dem Namen EAN.UCC. In Deutschland ist die SINFOS GmbH der führende
Betreiber eines Stammdatenpools. Dieser Synchronisierungsdienst wurde bereits
1990 vom deutschen EAN-Gremium CCG (Centrale für Coorganisation) gegründet.
Die GCI verfolgt darüber hinaus die Einrichtung eines Global
Data Synchronisation Network (GDSN). Das GDSN ist die Umsetzung des
Datensynchronisierungs-Konzeptes. Alle Unternehmen, die daran angeschlossen
sind, verwalten ihre eigenen Produktdatenbanken. Wenn sie daran eine Änderung
vornehmen, übertragen sie die aktualisierten Daten in einen Datenpool. Dies ist
ein elektronischer Produktkatalog, der mit anderen gleichartigen Katalogen rund
um die Welt zusammenarbeitet. Außerdem ist er mit der so genannten Global
Registry verbunden. Diese sorgt für die Eindeutigkeit der einzelnen Produkte
innerhalb des GDSN. Sie weist alle Produkte zurück, die keinen global
eindeutigen Produktcode aufweisen (Global Trade Item Number – GTIN).
Außerdem verfügt die Registry über eine Suchmaschine, mit dem in allen
Datenpools des GDSN nach dem Ablageort von Daten gesucht werden kann.
Wenn ein Datenpool neue oder aktualisierte Daten empfängt,
wird geprüft ob sie mit den EAN.UCC-Standards übereinstimmen. Anschließend
werden alle Handelspartner mit Zugriffsberechtigung auf die Daten informiert,
dass die Daten zur Verfügung stehen. Noch ist das GDSN eine Vision, es wird
aber erwartet, dass es innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre etabliert
sein wird.
Das Angebot von Sterling Commerce
Mit dem Sterling Integrator bietet Sterling Commerce eine
Prozessmanagementplattform, die alle Funktionalitäten bietet, die ein
Unternehmen für die interne Umsetzung der Global Data Synchronisation benötigt:
·
Prozess-/Workflow-Modellierung
·
Anwendungsintegration
Daten in verschiedenen Systemen
eines Unternehmens extrahieren oder einfügen
·
Projektmanagement
Steuerung der Datenverwaltung
automatisieren und übersichtlicher gestalten
·
B2B-Integration
Stabile Verknüpfungen mit den
Datenpools, der Global Registry und den Handelspartnern gewährleisten
Sterling Commerce ist als SINFOS-Experte zertifiziert. Das
bedeutet, das Unternehmen kann Kunden bei der Implementierung des
SINFOS-Stammdatenpools unterstützen und hat Schnittstellen zu SINFOS in seine
Applikationen integriert. Kunden von Sterling Commerce setzen bereits
erfolgreich auf Gobal Data Synchronisation. Wal Mart beispielsweise hat mit
Procter & Gamble ein Pilotprojekt durchgeführt. Die beiden Unternehmen verringerten
die Zeit zur Datenverwaltung von 15 bis 30 Tagen auf einen Tag und erreichten
eine 98-prozentige zeitaktuelle Synchronisierung.
Für mehr Informationen zum Thema Global Data Synchronisation
(GDS) besuchen Sie bitte unsere Website:
·
www.sterlingcommerce.de
(Allgemeine Infos zum Unternehmen Sterling Commerce)
·
http://www.sterlingcommerce.de/solutions/ebusinessintegration/integrator.asp.
(Spezifische Informationen zum Sterling Integrator)
·
www.sterlingcommerce.de/integrator
(Spezifische Informationen zum Sterling Integrator)
·
www.sterlingcommerce.de/unifiedintegration
(Umfassende Integrationsanwendungen und -prozesse)
·
www.sterlingcommerce.de/gds
(Spezifische Informationen zur GDS-Lösung, European GDS Knowledge Base)
Bei Fragen kontaktieren Sie uns bitte unter
info_germany@stercomm.com.