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Sie sehen den Artikel: Hintergrundinformation Business Process Management. Veröffentlicht am: 28.02.2005
 
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Hintergrundinformation Business Process Management

 

BPM hat zum Ziel, die Prozesse der Wertschöpfungskette zu optimieren, indem Geschwindigkeit, Visibilität und Interoperabilität erhöht beziehungsweise verbessert werden. Dies gilt nicht nur für den standardmäßigen Ablauf der Prozesse, sondern auch für ungeplant auftretende Probleme oder Veränderungen in Teilen der Wertschöpfungskette. Unternehmen sollen auf solche Situationen flexibler reagieren und weniger Zeit für Umstellungen benötigen.

 

Das Marktumfeld der Unternehmen ist heute von einer Reihe sich dynamisch verändernder Faktoren geprägt, die sich auf die Geschäftsprozesse auswirken: Der Wettbewerb der Wertschöpfungsketten nimmt zu, der Automatisierungsgrad der Prozesse steigt, die Unternehmen benötigen zunehmend Informationen in Echtzeit und denken in horizontalen Geschäftsprozessen. Dazu kommt, dass Branchen zunehmend Standards für Prozesse etablieren, die eingehalten werden müssen. Business Process Management bildet diese Faktoren ab. Es betrachtet Prozesse aus einer geschäftlichen und aus einer technologischen Perspektive. Die Prozesslogik wird von den Anwendungen getrennt, die sie ausführen. BPM stellt also eine Ebene über den zahlreichen Anwendungen dar, aus denen die IT-Infrastruktur eines Unternehmens besteht, und die die Prozesse umsetzen. BPM verbindet so die Modellierung von Prozessen mit der Integration und der Geschäftsprozess-Performance, also die betriebswirtschaftliche, technologische und Controlling-Perspektive.

 

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es das Ziel, durch Prozessautomatisierung die Produktivität zu steigern, mit Kunden und Partner einfacher zu kooperieren, und die Transparenz in den Prozessen zu erhöhen sowie durch eine schnelle Anpassung der Geschäftsprozesse an sich verändernde Marktsituationen Wettbewerbsvorteile zu sichern. Aus technischer Sicht geht es darum, traditionelle und neue Technologien zu kombinieren und so neue und bestehende Applikationen zu integrieren. Wichtig sind darüber hinaus die Prozess-Überwachung in Echtzeit und die Ausrichtung auf Standard-Technologien, um diese Tendenzen der Branchen aufzunehmen.

 

Nutzen von Business Process Management

 

Die Prozesse-Modelle, die mit BPM entworfen werden, sind von vorhandenen Technologien unabhängig. Verschiedene Beteiligte können Modelle entwickeln, die verbunden werden können. Darüber hinaus dienen die Modelle als „Blue-Prints“, auf deren Basis weitere Prozesse entwickelt werden können. So lassen sich Prozess-Änderungen und -verbesserungen in andere Bereiche des Unternehmens übertragen und eingesetzte Prozesse können zunehmend verfeinert werden.

 

Business Process Management verbindet die betriebswirtschaftliche mit der technologischen Perspektive und menschliche Interaktion mit der Integration von Anwendungen. Dadurch entstehen skalierbare Lösungen, die in heterogenen Systemlandschaften uneingeschränkt kompatibel sind und den Einsatz der Produkte von Drittanbietern erlauben. BPM bietet eine konsistente Methode und Implementierungsumgebung für die Integration verschiedener Anwendungen. Einzelne Prozess-Schritte können wieder verwendet werden, sodass auch Veränderungen leicht umzusetzen sind. So entsteht eine zentrale Basis für ein sich entwickelndes Geschäftsprozess-Management.

 

Die Sicht der Analysten

 

Die Analysten sind sich darin einig, dass es keine Frage ist, ob sich BPM durchsetzen wird, sondern wann die Unternehmen es einsetzen. Datamonitor hat in einer Untersuchung von 2003 für den Enterprise-Integration-Markt in Europa ein durchschnittliches Wachstum von 12 Prozent auf 1,9 Milliarden US-Dollar in 2005 prognostiziert. Die Analysten sehen BPM als Treiber dieses Marktes und prognostizieren ein Wachstum der BPM-Ausgaben auf 98 Millionen US-Dollar in 2005.

 

Das Angebot von Sterling Commerce

 

Mit dem Sterling Integrator bietet Sterling Commerce eine einheitliche Business-Process-Management-Lösung, die interne EAI (Enterprise Application Integration) und externe B2B-Integration (Business-to-Business) im Kontext der Geschäftsprozesse leistet. Eine Komponenten-basierte Strategie erlaubt es Kunden, die Komponenten auszuwählen, die ihre akuten Probleme adressieren. Gleichzeitig verfügen sie über eine strategische, skalierbare Plattform für zukünftige Integrationsprojekte.

 

Der Sterling Integrator basiert zu 100 Prozent auf J2EE und ist damit unabhängig von der im Unternehmen eingesetzten Plattform. Er unterstützt alle gängigen B2B-Standards wie EDI, EDI-INT (Electronic Data Interchange for Internet), AS2 (Applicability Statement 2), ebXML (Electronic Business Extensible Markup Language), RosettaNet und BPML (Business Process Modeling Language). Für die Interaktion mit externen Anwendungen verfügt der Sterling Integrator über vorgefertigte und konfigurierbare Integrationsadapter. Dazu gehören Enterprise-Application-Adapter für ERP-, CRM- oder SCM-Systeme, Kommunikations-Adapter für Protokolle wie FTP und http, sowie Technologie-Adapter für die Integration von Datenbanken und Integrations-Middleware. Darüber hinaus gibt es ein Adapter Development Kit zur Programmierung eigener Adapter.

 

Ein Beispiel aus der Praxis

 

Leica Microsystems (LMS), Tochter des weltweit tätigen Leica-Konzerns mit Hauptsitz in Wetzlar, stellt optische Geräte für Mikroskopie und verwandte Segmente dar. Das Unternehmen war sich bewusst, dass Wartezeiten in der Lieferkette seiner Ersatzteile Zeit, Aufwand und Geld in der Administration seines Servicebetriebs kosten. Die Abläufe zwischen den verschiedenen Betriebsbereichen und dem Logistikdienstleister sollten effizienter gestaltet werden. Eines der Hindernisse, das dabei überwunden werden musste, war, dass LMS bestimmte EDI-Dokumente in seinem SAP-System anders verwendete als das Logistikunternehmen. Das Dokument EDI 943 beispielsweise bezeichnet üblicherweise einen Lieferschein. Bei LMS verwies es jedoch auf einen Bestellschein. Sterling Commerce, empfahl Business Process Management als Lösungsansatz. LMS betrachtete dementsprechend das Problem nicht als Programmierungsproblem aus Sicht der Daten, sondern als  Anpassungsproblem. Der Fokus lag auf dem Geschäftsprozess. LMS setzte die Lösung als Pilotprojekt in seinem Halbleiterbetrieb ein. Manuelle Prozesse innerhalb der Lagerverwaltung und Logistik wurden automatisiert. Die Wartezeiten bei der Transferadministration von Waren reduzierte sich von bis zu 24 Stunden auf eine Stunde. Darüber hinaus verbesserte LMS die Genauigkeit seines Lagerbestands, weil die Dokumentation in jeder Phase des Prozesses vollständig und automatisch angepasst wird.

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