SCHOTT Solar präsentiert multikristallines Rekordmodul
- Weltweit höchster Wirkungsgrad mit multikristallinen
Silicium-Hochleistungszellen
- Bisher unerreichter Wirkungsgrad von 17,6 Prozent für
multikristalline Module
- Verwendete Solarzellen kombinieren bewährte Produktionstechnologie
und neuartiges Konzept
Mainz, 03. September 2010 – Der Mainzer Solarhersteller SCHOTT
Solar hat ein neues Verfahren entwickelt, das die großindustrielle Produktion
von multikristallinen Hochleistungs-Solarzellen ermöglichen soll. Diese in
einem industriellen Umfeld gefertigten Solarzellen erreichen
Spitzenwirkungsgrade von über 18 Prozent. Kombiniert mit einer optimierten
Modultechnologie wurde ein vom ESTI (European Solar Test Installation)
unabhängig bestätigter Rekordwirkungsgrad von 17,6 Prozent auf der
Aperturfläche erreicht.
Die für das Rekordmodul
verwendeten neuartigen Hochleistungs-Solarzellen weisen eine Frontseite auf,
die dem heutigen Standard in der industriellen Fertigung entspricht. Die
Rückseite dagegen ist mit einer Kombination von unterschiedlichen
dielektrischen Schichten mit lokalen Kontakten passiviert, in der Fachwelt auch
bekannt als PERC-Struktur.
Ausgangsmaterial sind
kommerziell verfügbare 180-200 µm dicke multikristalline Siliciumwafer der
Firmentochter SCHOTT Solar Wafer GmbH. Damit konnten Forscher des Mainzer
Unternehmens auf Pilotproduktionsanlagen Zellen in der Standardgröße von
156x156mm² mit einer Effizienz von über 18 Prozent herstellen. Sie nutzten dazu
konventionelle Siebdrucktechnik für die Kontaktherstellung. Nach Angaben des
Solarherstellers bindet dieses Verfahren neue Herstellungsschritte erfolgreich
in eine ausgereifte und kosteneffiziente Produktionssequenz ein.
Um die optischen und
elektrischen Verluste auf dem Weg von der Solarzelle zum Modul zu reduzieren,
wurden neue Ansätze zur Leistungssteigerung bei der Modulherstellung eingesetzt.
Für ein konventionelles Layout mit 60 multikristallinen Zellen konnte ein
weltweit bisher unerreichter Rekordwirkungsgrad von 17,6 Prozent bestätigt
werden.
Dazu erläutert der
Vorstandsvorsitzende der SCHOTT Solar AG, Dr. Martin Heming: “Nach wie vor
werden in der Photovoltaikindustrie zwei grundsätzliche Ansätze verfolgt, um
weitere Kostensenkungen durchzusetzen. Zum einen die Optimierung der
Produktionsprozesse und zum anderen die Steigerung des Wirkungsgrades. Bei den
Produktionsprozessen ist SCHOTT Solar seit jeher führend. Mit diesem
innovativen Konzept zur industrienahen Fertigung von Hochleistungszellen und
Modulen sind wir auch beim Wirkungsgrad mit an der Spitze.“
Technische Daten Rekordmodul aus multikristallinen Silicium-Solarzellen:
Wirkungsgrad: 17,6
Prozent (bezogen auf Aperturfläche)
Leerlaufspannung: 38,3
V
Kurzschlussstrom: 8,94
A
Modulleistung: 258,0 W
Modulfläche: 1,4701 m2 (Aperturfläche)
Technische Daten Hochleistungszelle aus multikristallinem Silicium:
Wirkungsgrad: 18,2
Prozent
Leerlaufspannung: 642
mV
Kurzschlussstromdichte:
36,2 mA/cm2
Zellleistung: 4,43 W
Zellfläche: 243,34 cm2
Zeichenzahl: 2.977 Zeichen
inkl. Leerzeichen
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Über SCHOTT Solar
SCHOTT Solar ermöglicht
mit ihren hochwertigen Produkten, das nahezu unerschöpfliche Potenzial der
Sonne als erneuerbare Energiequelle zu nutzen. Zu diesem Zweck produziert
SCHOTT Solar wesentliche Komponenten für Photovoltaikanwendungen und
Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. In der Photovoltaikindustrie
gehört das Unternehmen zu den wenigen integrierten Herstellern von kristallinen
Siliciumwafern, Solarzellen und Photovoltaikmodulen. In der Dünnschichttechnologie
zählt sich SCHOTT Solar wegen ihrer über 20-jährigen Erfahrung zu den
richtungsweisenden Unternehmen. Bei der Produktion von Receivern für
Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie sieht sich SCHOTT Solar als Markt-
und Technologieführer. Die Receiver sind Schlüsselkomponenten von
Großkraftwerken, die auf Basis der Parabolrinnentechnologie zentral Strom aus
Sonnenenergie erzeugen und damit ganze Städte versorgen können. SCHOTT Solar
produziert in Deutschland, der Tschechischen Republik, den USA und in Spanien.
Die Innovationskraft und technologische Kompetenz von SCHOTT Solar reichen
zurück bis in die späten 1950er Jahre. Hauptaktionärin der SCHOTT Solar AG ist
die SCHOTT AG, Mainz. SCHOTT entwickelt Spezialwerkstoffe, Komponenten und
Systeme für die Branchen Hausgeräteindustrie, Pharmazie, Solarenergie,
Elektronik, Optik und Automotive. Der SCHOTT Konzern erwirtschaftete im
Geschäftsjahr 2008/2009 mit rund 17.400 Mitarbeitern einen globalen Umsatz von
2,3 Milliarden Euro.
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