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Sie sehen die Pressemeldung Nr.: 003-2003 vom 28.08.2003
 
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Ausbau der Photovoltaik (PV) Solarstrom Industrie in Europa

Europaweite kosteneffektive Einspeisevergütung für PV Solarstrom in Brüssel gefordert

 

Alzenau, 28. August 2003 – Vertreter aus Industrie, Energieversorgung und Forschungsinstituten trafen sich am 26. August 2003 mit Mitgliedern der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlamentes zu einem Informationsabend in Brüssel.

Einigkeit herrschte darüber, daß die Gewinnung von PV Solarstrom einen entscheidenden Anteil im Energiemix der Zukunft haben wird. Die kontinuierliche Unterstützung durch Marktentwicklungs - und Forschungsprogramme auf europäischer Ebene seien dabei ein wichtiges Element, so Dr. Rolf Linkohr, Mitglied des europäischen Parlamentes und Präsident der European Energy Foundation (EEF).

 

 

Zu der Veranstaltung hatten die EEF und RWE SCHOTT Solar geladen. Die rund 60 Teilnehmer der Veranstaltung mit dem Titel: "PV Solar Electricity: One among the New Millennium Industries - Industry Political Actions for a Sustainable European PV Industry" hörten Vorträge von Dr. Winfried Hoffmann, Geschäftsführer von RWE SCHOTT Solar GmbH und Vorstandsmitglied des europäischen Photovoltaik Verbandes (EPIA) sowie von Prof. Dr. Joachim Luther, Leiter des Fraunhofer Institutes für Solare Energiesysteme (FhG ISE).

 

In seinem Vortrag stellte Hoffmann dar, wie Japan mit gezielten Förderprogrammen ein explosionsartiges Marktwachstum um den Faktor 30 in nur 8 Jahren erreicht hat. In Deutschland wuchs der Markt durch das 100.000-Dächer-Programm und die kosteneffektive Einspeisevergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) um den Faktor 10 in 3 Jahren. "Unser Ziel ist es, diese Erfahrungen nun auf europäischer Ebene umzusetzen, um ein solches Marktwachstum auf alle europäischen Länder zu übertragen und damit ein zu Japan vergleichbares Marktvolumen zu schaffen." so Hoffmann.

 

Luther stellte die Entwicklung der unterschiedlichen Technologien zur Solarstromgewinnung im zeitlichen Verlauf dar. Er hob dabei hervor, daß neue Technologien nicht zur Verdrängung vorhandener Techniken führten, vielmehr würden dadurch neue Märkte eröffnet. Als Beispiel war ein transparentes Dünnschichtmodul ausgestellt, das zur Verschattung und Solarstomgewinnung in Glasfassaden eingesetzt wird. Der Beitrag einer Technologie zur Lösung des Energieproblems - so Luther - muß als Integral über die Zeit gesehen werden. Kurzfristig attraktiv scheinende Lösungen können durch späte Risiken in der Summe eine negative Wirkung haben.

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