50
Jahre Solarenergie bei SCHOTT Solar
München/Alzenau,
12. Juni 2008 – SCHOTT Solar feiert in diesem Jahr das 50-jährige
Jubiläum seiner Photovoltaik-Aktivitäten. In den vergangenen 50 Jahren sind
unterschiedliche Technologiestränge und Entwicklungen zusammengeführt und
konsequent zur Marktreife gebracht worden. SCHOTT Solar ist heute das einzige
Unternehmen weltweit, das Photovoltaikkompetenz und Know-how in der
Receivertechnologie für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie
(Concentrated Solar Power) unter einem Dach vereint und damit nahtlos an die
Forschungsleistungen seiner Vorgängerfirmen anknüpft.
Kaum ein
anderes Solar-Unternehmen kann auf eine vergleichbar lange Tradition und so
umfangreiche technologische Erfahrung wie SCHOTT Solar zurückblicken. „In der
Geschichte unseres Unternehmens vereinen sich Pionierleistungen und
Forscherdrang mit dem festen Glauben an den Solarstrom als eine der wichtigsten
Energiequellen der Zukunft“, sagt Dr. Martin Heming, Geschäftsführer und CEO
von SCHOTT Solar, im Hinblick auf das Jubiläum. „Aufbauend auf dieser Tradition
wollen wir auch weiterhin mit technologischen Innovationen die Fortentwicklung
der Solartechnologie gestalten und unsere Marktposition weiter stärken.“
Trendsetter
mit Tradition
Bereits
1958 begann bei AEG Telefunken die Entwicklung von Solarzellen für die
Raumfahrt, insbesondere für die Energieversorgung von Satelliten. Schon wenige
Jahre danach startete das Unternehmen, das später in der Deutschen Aerospace AG
(DASA) aufging, mit der Produktion von siliciumbasierten Solarzellen für
Anwendungen auf der Erde. 1979 begann die RWE-Tochter Nukem erstmals mit der
Entwicklung von Solarzellen und Modulen aus kristallinem Silicium. Gleichzeitig
entwickelte die Messerschmidt-Bölkow-Blohm (MBB) zusammen mit Total Energy im
Rahmen des Joint Ventures Phototronics in München die Grundlage für eine
Dünnschichttechnologie auf der Basis von amorphem Silicium. Aus den
Photovoltaik-Aktivitäten von DASA, Nukem und Phototronics ging 1994 die
Angewandte Solarenergie GmbH (ASE) hervor, eine Tochter der RWE mit Sitz in
Alzenau. 2002 gründeten RWE und SCHOTT schließlich das Joint Venture RWE SCHOTT
Solar. Die
SCHOTT Solar GmbH entstand 2005 nach der Übernahme aller Anteile der RWE SCHOTT
Solar GmbH durch die SCHOTT AG. Wie SCHOTT Solar zählen auch deren
Vorläufergesellschaften zu den richtungsweisenden Unternehmen der
Solar-Industrie und haben die Entwicklung der Branche maßgeblich geprägt.
Komponenten
für Photovoltaik-Anwendungen und Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie
Heute
produziert SCHOTT Solar wesentliche Komponenten für Photovoltaik-Anwendungen
wie kristalline Siliciumwafer, Zellen und Module. Die Herstellung der
Siliciumwafer erfolgt dabei überwiegend im Joint Venture WACKER SCHOTT Solar.
Zu den herausragenden Innovationen zählt unter anderem das Bandziehverfahren
EFG, das bei der Produktion von Siliciumwafern deutlich weniger Material als
herkömmliche Verfahren zur Waferfertigung verbraucht. Bei dem effizienten
Verfahren, das Anfang der 70er Jahre bei Mobil Tyco Solar Energy in den USA
entwickelt wurde, wird das Silicium in Form eines hohlen Oktagons direkt aus
der Siliciumschmelze gezogen. ASE übernahm das Unternehmen 1994 und entwickelte
das Verfahren kontinuierlich weiter. Mit dem Bau der integrierten und
hochautomatisierten SmartSolarFab in Alzenau wurde das EFG Verfahren 2002
erstmals auch in Deutschland im industriellen Maßstab angewendet. SCHOTT Solar
engagierte sich seither erfolgreich in der Optimierung des Verfahrens und
konnte den Rohstoffverbrauch kontinuierlich weiter senken.
SCHOTT
Solar sieht sich darüber hinaus auch als Markt- und Technologieführer in der
nach Einschätzung vieler Experten sehr zukunftsträchtigen Receivertechnologie.
Die Receiver sind eine
Schlüsselkomponente von Solarkraftwerken mit Parabolrinnentechnologie,
die Strom aus konzentrierter Sonnenenergie erzeugen und damit ganze Städte
versorgen können. Darüber hinaus lassen sich Solarkraftwerke mit fossilen
Energiequellen oder Biomasse kombinieren, womit zukünftig eine Energieversorgung
mit hohem Solaranteil gewährleistet werden kann.