SCHOTT
mahnt Rückkehr zur sachlichen Diskussion über Ausbau der Photovoltaik an
- Pläne
zur EEG Novelle beeinträchtigen weltweite Technologieführerschaft und
Investitionssicherheit deutscher Unternehmen
Nach
Ansicht von SCHOTT, einem der größten voll integrierten Hersteller von
kristallinen Siliciumwafern, Zellen und Modulen in der Photovoltaikindustrie,
läuft die aktuelle Diskussion über die Pläne zur EEG Novelle in eine falsche
und gefährliche Richtung.
„Beim
Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland geht es um eine saubere,
sichere, unabhängige und nachhaltige Energieversorgung. Hier darf man sich
nicht von tagesaktuellen Stimmungen und Einzelinteressen leiten lassen“, so der
Vorstandsvorsitzende der SCHOTT AG, Prof. Dr.-Ing. Udo Ungeheuer.
Ungeheuer
verwies auf die gestrige Anhörung des Umweltausschusses des deutschen
Bundestags. Konstruktive Stimmen z. B. des Fraunhofer Instituts für
System- und Innovationsforschung (ISI), des Fraunhofer Instituts für Solare
Energiesysteme (FHG-ISE), des Zentrums für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung (ZSW), der ENERTRAG AG und des Bundesverband Erneuerbare
Energien e.V. (BEE) haben gezeigt, dass es, so Ungeheuer, „Unsinn ist, mitten
im Rennen vom Pferd zu steigen und damit die deutsche PV-Industrie auszubremsen“.
Zehntausende von Arbeitsplätzen gerade auch in den neuen Bundesländern würden
dadurch gefährdet, die Technologieführerschaft deutscher Unternehmen bedroht
und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in Deutschland verhindert.
„Wir
kritisieren nicht die Reduzierung der Förderung allgemein, sondern vor allem
die ‚Sonderstrafe’ für deutsche Solarunternehmen in Form des
geplanten niedrigeren Sockelbetrages“ so Ungeheuer. „Wer darüber hinaus noch
weiter gehende Forderungen in die Diskussion bringt, will in Wahrheit die
Nachfrage nach Solarstrom abwürgen und den Markt von dieser erneuerbaren
Energie bereinigen. Solarenergie wird in naher Zukunft weltweit eine immense
Bedeutung erlangen, vorausgesetzt, dass die derzeitige Entwicklung vor allem in
Deutschland nicht abrupt beendet wird. Deutschland hat die Wahl, im Kreis der
Technologieführer weiter aktiv mitzubestimmen oder sich abzukoppeln in
Belanglosigkeit.“