Powerbauern:
Vom Landwirt zum Energiewirt
Immer
mehr Photovoltaikanlagen decken Dachaus Dächer
Neben Ökologie ist Ökonomie
heute ein entscheidendes Kaufargument für Photovoltaik (PV). Solarstrom hat
sich dank der garantierten Einspeisevergütung als alternative Geldanlage und
gut kalkulierbare Investition erwiesen. Die Technologie entwickelt sich gerade
für landwirtschaftliche Betriebe immer mehr zur Nebenerwerbsquelle. Viele
Landwirte nutzen ihre großen Dachflächen daher inzwischen für einen zusätzlichen
Produktionszweig mit Photovoltaik.
Der Installationsbetrieb
Göttler & Schmid aus dem oberbayerischen Dachau hatte in diesem Jahr viel
zu tun. Photovoltaikanlagen sind bei den ansässigen Landwirten immer beliebter
geworden. Ursprünglich als Glaserei betrieben, hat sich Photovoltaik seit dem
Jahr 2005 mehr und mehr im Dienstleistungsangebot des Geschäftsführers Michael
Schmid durchgesetzt. Im nächsten Jahr plant er das fünfte Megawatt zu
installieren. Zu den letzten Projekten von Michael Schmid zählen vier
Photovoltaikanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Ernte vom Scheuendach
Familie Kraitmair hat ihre
erste Photovoltaikanlage auf einer 120 Jahre alten Scheune installiert – ein
Beweis, dass sich PV nicht nur für Neubauten sondern auch für Sanierungen
anbietet. Insgesamt 320 kristalline Solarmodule des Typs SCHOTT Poly 217
glänzen seit der Inbetriebnahme 2008 auf dem Dach des Landwirtschaftsbetriebes.
In diesem Jahr entschied sich Familie Kraitmair für eine zweite Anlage. Wegen
der für Photovoltaik ungünstigeren Ost-West-Ausrichtung des Daches, empfahl der
Installateur in dem Fall Dünnschichtmodule. Insgesamt 512 SCHOTT ASI Module
wurden dabei installiert. Über 22.000 kWh Strom erzeugte die Anlage allein in
den ersten drei Monaten. Genug Strom um einen Vier-Personen-Haushalt ein Jahr
lang mit Strom zu versorgen. Eine dritte Anlage in der Größenordnung von 70 kWp
ist bereits in Planung. "Für jede Kilowattstunde, in der wir Strom
erzeugen, bekommen wir in den nächsten 20 Jahren garantiert 43 Cent. Das lohnt
sich", begründet Anlagenbetreiber Kraitmair seine Investition in Solar. Bei
der Installation entschied sich Familie Kraitmair bewusst für Solarmodule von
SCHOTT Solar: "Die Empfehlung kam vom Installateur. SCHOTT Solar war mir
aber schon länger als Qualitätsanbieter bekannt. Das Preis-Leistungsverhältnis
und die kalkulierten Erträge haben mich letztendlich überzeugt."
Erfahrung und Langlebigkeit sind ausschlaggebend
Nicht weit von Familie
Kraitmair wohnt Familie Liegsalz. Die Installation ihrer PV-Anlage verlief
reibungslos und dauerte nur drei Tage. Im Sommer dieses Jahres wurde die 43
KW-Anlage aufs Dach gebracht. Auf den beiden Dachhälften der landwirtschaftlich
betriebenen Halle glänzen seitdem 460 schwarze Dünnschichtmodule und
produzieren umweltfreundlichen Strom. Auch hier sind Module des deutschen
Herstellers im Einsatz. Georg Liegsalz hat sich im Vorfeld informiert:
"SCHOTT Solar ist einer der ersten Anbieter in der Dünnschichttechnologie.
Eine der ersten Dünnschichtanlagen von SCHOTT ist seit 16 Jahren im Einsatz.
Ein Beweis, dass die Module die versprochene Leistung über ein lange Dauer
erbringen."
Überdurchschnittliche Sonnenernte
Ganze 764 Module des Typs
SCHOTT Poly 225 wurden bei der PV-Anlage der Erbengemeinschaft Ellwanger
installiert. Diese 171,9 kWp-Anlage lieferte in den ersten 90 Betriebstagen
86.000 kWh Strom. Dies entspricht einer CO2-Minderung von 60.200 kg. Der
durchschnittliche Ertrag der PV-Anlage im 92-tägigen Bemessungszeitraum liegt
mit 474,5 kWh pro kWp deutlich über dem regionalen Durchschnitt (383 kWh pro
kWp). Grundstückverwalter Markus Niggl plant ebenfalls schon die nächste
Anlage. Auf die Frage, was ihn motiviert hat, eine PV-Anlage zu installieren,
sagt er: "Die Modulqualität hat eindeutig überzeugt und den Ausschlag
gegeben, die Anlage zu errichten. Es freut mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich
die Anlage sehe und die Daten auswerten kann."
Alle Anlagen wurden mit dem Frankensolar
Montagesystem FR-GS-2 errichtet. Die Kombination von SCHOTT Solar Modulen und
dem Frankensolar Montagesystem gilt als eine besonders belastbare Kombination
und wurde vom TÜV Rheinland auf 5.400 Pa nach IEC 61215 geprüft. Dies
entspricht einer Flächenbelastung von 550 kg/m2.
Leistung steht und fällt mit dem Installateur
Inwieweit eine Photovoltaikanlage
wirtschaftlich arbeiten kann, hängt von vielen Faktoren ab. Wichtige
Voraussetzungen sind beispielsweise die Ausrichtung und der Neigungswinkel der
Dachfläche. Genauso wichtig sind die Solarmodule. Sie entscheiden maßgeblich
über die Wirtschaftlichkeit der Anlage. Damit die Module wirtschaftlich
arbeiten können, müssen sie fachgerecht aufs Dach gebracht werden. "Schon
kleine Installationsfehler können zu großen Einbußen bei der Rendite
führen", weiß Installateur Michael Schmid. Als häufige Montagefehler
können zum Beispiel Modulschäden durch mechanische Spannung auftreten. Herkömmliche
Solarmodule können außerdem bei extremen Wetterbedingungen durch Schnee- oder
Windlasten Schaden nehmen, wenn die Befestigungspositionen nicht eingehalten
werden. In manchen Fällen kann es passieren, dass einzelne Module falsch oder
überhaupt nicht angeschlossen werden. Das führt zu Ertragsausfällen. Ein
weitaus gravierenderer Installationsfehler ist hingegen eine fehlerhafte
elektrische Verschaltung und somit eine Beschädigung der Bypassdioden durch
Verpolung. Das führt zu deutlichen Mindererträgen und gefährdet zudem die
Sicherheit der Anlage. "Ich sensibilisiere mein Team daher, auf mögliche
Fehlerquellen zu achten. Unsere Philosophie ist es, die Qualität, die wir von
den Herstellern bekommen, auch aufs Dach zu bringen."
Auch im Jahr 2010 bleibt
Solarenergie weiter lukrativ. Wenn Verbraucher auf Langlebigkeit und Qualität
setzen, können sie auch mit den reduzierten Vergütungssätzen attraktive Erträge
erwirtschaften.