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Sie sehen den Artikel: Photovoltaik – Aus Sonnenstrahlung wird elektrische Energie. Veröffentlicht am: 11.06.2008
 
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Photovoltaik –

Aus Sonnenstrahlung wird elektrische Energie

 

In weniger als einer Stunde sendet die Sonne soviel Energie auf die Erde, wie wir Menschen in einem Jahr verbrauchen. In Zeiten knapper und teurer fossiler Rohstoffe gilt es, diese regenerative Energiequelle verstärkt nutzbar zu machen, und zwar auch durch Photovoltaik.

 

Photovoltaik als Teilbereich der Solartechnik beschäftigt sich mit der direkten Umwandlung des Sonnenlichts in elektrischen Strom mittels Solarzellen und bietet zahlreiche Vorteile. Bei der Erzeugung von Solarstrom entstehen in der Regel weder schädliche Abfallprodukte wie Kohlendioxid noch störende Geräusche. Innerhalb von etwa drei Jahren hat eine Solaranlage die zur Herstellung benötigte Energie wieder erzeugt (bei einem mittleren Energieertrag in Deutschland von rund 950 kWh pro Kilowatt installierter Leistung und Jahr, bei höherer Sonneneinstrahlung im Süden entsprechend früher1)). Auch müssen für Photovoltaikanlagen keine eigens konzipierten Bauwerke errichtet werden. Dank innovativer Technologien lassen sie sich problemlos an bestehenden Gebäuden – zum Beispiel auf dem Dach – installieren. Wer sich für die nahezu unerschöpfliche und saubere Energie aus der Sonne entschieden hat, leistet also einen nachhaltigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

 

Einfache Funktionsweise

Eine typische Photovoltaikanlage besteht aus einer beliebigen Anzahl an miteinander verschalteten Solarmodulen. Die darin eingebetteten Solarzellen bestehen aus kristallinem Silicium oder basieren auf Dünnschicht-Technologien und machen sich den so genannten photovoltaischen Effekt zu nutze, bei dem das einfallende Sonnenlicht in Gleichstrom umgewandelt wird. Ein Rahmen verleiht dem Modul Stabilität. Im Modul sind die Solarzellen vor Witterungseinflüssen und mechanischen Störungen sicher geschützt.

 

Ein Leiter aus Metall führt den erzeugten Gleichstrom zu einem Wechselrichter, der ihn in Wechselstrom umwandelt. Der Strom wird von einem Zähler registriert und anschließend in der Regel in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Dafür erhalten die Betreiber von dem jeweiligen örtlichen Energieversorger eine gesetzlich festgelegte Vergütung. Diese ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.

 

Leistungsstarke Technik

Je nach Größe (1 bis 2,5 Quadratmeter) erzeugt ein Solarmodul eine elektrische Leistung von 100 bis 300 Watt. Zum Vergleich: Um eine Leistung von einem Kilowatt zu erhalten, benötigt der Betreiber in etwa 10 Quadratmeter an verschalteten Modulen. Unter optimalen Bedingungen lässt sich auf dem der Sonne zugewandten Dach eines Privathauses von 30 bis 50 Quadratmetern eine Leistung von drei bis fünf Kilowatt installieren. Die mit einer solchen Anlage über das Jahr erzeugte elektrische Energie (rund 2.500 bis 5.000 kWh) entspricht dem typischen Stromverbrauch einer drei- bis vierköpfigen Familie.

 

Die besten Voraussetzungen

Solarmodule eignen sich gut für Fassaden, doch die im Privatgebrauch typische Form der Installation ist die Anbringung auf dem Dach, das auf der Nordhalbkugel möglichst zur Sonne in Richtung Süden ausgerichtet ist (Südost – Südwest). Auch die Dachfläche spielt eine wichtige Rolle: Mindestens 10 Quadratmeter sollte der Betreiber einplanen. Die optimale Dachneigung liegt zwischen 20 und 45 Grad. Die für die Solarstromanlage vorgesehene Dachfläche sollte ganzjährig frei von Schatten sein. Wenn keine geeigneten Flächen auf dem Dach verfügbar sind, oder als Ergänzung zu einer Dachanlage, besteht zudem die Möglichkeit, die Module beispielsweise senkrecht an Gebäudeaußenwänden anzubringen.

 

Quelle: 1) E.A. Alsema, Copernicus Institut Utrecht, 09/2007.

 

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