Nummernschilderkennung
Der automatische Pförtner: Nummernschilderkennung durch
Netzwerkkameras von Mobotix
Kaiserslautern, 11. Mai 2005. Auf dem Werksgelände von
Fendt/AGCO in Markoberdorf ist bei der Zufahrtskontrolle seit Kurzem modernste
Technik im Einsatz. Dort wurde eine Lösung installiert, die das Kennzeichen der
ankommenden LKW erfasst, identifiziert und bereits bekannten Fahrzeugen
automatisch die Zufahrt gestattet. Fremde Fahrzeuge hingegen werden erst nach
einer kurzen Anmeldung durchgelassen. Rund 160 Sattelschlepper pro Tag liefern
die benötigten Komponenten für die bis zu 60 täglich gefertigten Schlepper an.
Dieser Schwerlastverkehr floss lange Jahre mitten durch den Ortskern. Um das
dortige Verkehrsaufkommen zu reduzieren, verlegte Fendt die LKW-Zufahrt auf die
gegenüberliegende Seite des Firmengeländes. Dadurch wurde aber eine zweite
Pforte geschaffen, die etwa 450 Meter Luftlinie vom Haupteingang entfernt ist.
Kombination aus Kamera und Software
Die Kombination aus Netzwerkkameras des Kaiserslauterer
Herstellers Mobotix und einer Spezialsoftware für Optical Character Recognition
(OCR) von Axxteq ermöglicht in Markoberdorf eine vollautomatische
Zufahrtskontrolle. Die Kameras liefern hochauflösende Bilder, auch schwierige
Lichtverhältnisse wie Gegenlicht, Fahrzeugscheinwerfer oder Reflexe stellen
kein Problem dar. Hochwertiges und kontrastreiches Bildmaterial sorgt in
Verbindung mit der Axxteq-Software für zuverlässige Ergebnisse. In der Praxis
fährt der LKW auf eine Induktionsschleife. Die Mobotix-Kamera erstellt dann ein
Bild der Fahrzeugfront inklusive Nummernschild und Fahrer. Das Kennzeichen wird
durch die Software identifiziert und mit einer Datenbank der bekannten
Kennzeichen verglichen. Bei bekannten Kennzeichen öffnet sich die Schranke
automatisch, während fremde Fahrzeuge per Gegensprechanlage vom Pförtner
erfasst und in die Kartei aufgenommen werden. Zusätzlich können alle derart
registrierten Fahrzeuge das Gelände automatisch wieder verlassen, wobei die
Software die Ausfahrt verbucht. Klaus Kirschke, Leiter der zentralen
Instandhaltung bei Fendt/AGCO, ist mit dem System zufrieden: „Wir haben jetzt
einen sehr guten Überblick, welche Fahrzeuge sich auf dem Werksgelände
befinden, die Zufahrt kann problemlos kontrolliert und geregelt werden.“ Durch
die automatische Zufahrtskontrolle kann der Pförtner auch den zweiten
Werksgeländeeingang im Auge behalten.
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