Anwenderbericht
Sicherheit fuer die Grundlagenforschung
Am Max-Planck-Institut fuer
Chemische Oekologie in Jena wird von 286 Wissenschaftlern und Mitarbeitern aus
ueber 20 verschiedenen Laendern Grundlagenforschung geleistet. Dabei kommen
neben Zentralcomputern, Desk- und Laptops aeusserst komplexe wissenschaftliche
Geraete im Wert von mehreren Millionen Euro zum Einsatz. Eine elektronische
Rundumsicherung war acht Jahre nach Gruendung des Instituts notwendig geworden.
Im Juli 2004 wurde ein neues Ueberwachungssystem installiert, das auf der
dezentralen Netzwerkkamera-Technik der Kaiserslauterer Mobotix AG beruht.
Nachhaltige und umweltfreundliche Strategien sind in der
Landwirtschaft weltweit auf dem Vormarsch. Zu diesen gehoert auch ein
moeglichst weitgehender Verzicht auf chemische Duenger und Pestizide.
Stattdessen kommen immer haeufiger natuerliche Methoden - biologischer
Pflanzenschutz - zum Einsatz, beispielsweise Insekten, die sich von
Pflanzenschaedlingen ernaehren. Die komplexen Zusammenhaenge zwischen Insekten
und den Abwehrstrategien von Pflanzen stehen im Mittelpunkt der
Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut in Jena. Fuer ihre Analysen benoetigen
die Wissenschaftler zahlreiche teure Geraete. Dieser Sachwert wurde drei Jahre
lang durch einen Wachdienst geschuetzt. "Das Gebaeude liegt allerdings
etwas abgelegen, ist von allen Seiten zugaenglich – und damit fuer
Vandalen und Einbrecher nicht uninteressant. Wachleute koennen nun einmal nicht
an allen neuralgischen Punkten gleichzeitig sein", erlaeutert Johan
Brandenburg, technischer Leiter des Instituts, die Probleme, die das alte
Sicherheitssystem in sich barg. "Fuer uns war klar, dass sich dieses
Schutzziel nur ueber ein leistungsstarkes Kamerasystem verwirklichen laesst. "
Bewachung rund um die Uhr
Bei der Suche nach geeigneten Partnern praesentierten die
technischen Leiter vom Netzwerk- und Sicherheitsdienstleister Telegant die
Mobotix M10-DN, eine IP-Kamera, die sowohl tagsueber als auch nachts
hochaufloesende Bilder erzeugt. Die M10-DN ist mit zwei Bildsensoren und zwei
Objektiven ausgestattet. Je nach Helligkeit waehlt das Geraet selbststaendig
entweder den Farbsensor mit Tageslichtobjektiv oder den Schwarz-Weiss-Sensor
mit Infrarot-Objektiv zur Bildaufzeichnung aus. Durch den Megapixel-Sensor, der
1280 x 960 Bildpunkte abbildet, liefert die M10-DN Bilder in sehr guter
Farbqualitaet und verfuegt ueber eine hohe Lichtempfindlichkeit. Zusaetzlich
bietet sie eine bequeme Digitalzoom-Funktion. "Fuer uns waren das genau
die Features, die wir fuer eine lueckenlose Ueberwachung unseres Gebaeudes
benoetigen", erinnert sich Johan Brandenburg.
Die standardmaessige Ausstattung der Kameras mit
Bewegungsdetektoren und ihre Option, ereignisgesteuert nur bei
Bildveraenderungen Aufnahmen zu speichern, sorgen dafuer, dass die Videobilder
das Netzwerk nicht belasten. Zudem lassen sich im Falle eines Falles die
relevanten Aufnahmen schnell finden und durch die hohe Bildqualitaet sowie den
digitalen Zoom der Kameras sofort als Fahndungsbilder verwenden. Zugleich sind
die Geraete mit LEDs (Light Emitting Diode) ausgeruestet, die aufleuchten, wenn
der Sensor in vorher definierten Bildfeldern eine Bewegung registriert. So
wirken die Kameras auch abschreckend und damit praeventiv. Daneben ist es
moeglich, bestimmte Bildbereiche wie beispielsweise Fenster, hinter denen
Institutsangestellte sitzen, komplett auszublenden. Das war eine weitere
Systemvoraussetzung des Max-Planck-Instituts – die Mitarbeiter durften
sich bei ihrer Arbeit nicht beobachtet fuehlen.
Autonomes Netzwerk
Zum Schutz des weitlaeufigen Gebaeudes mitsamt Aussengelaende
wurden 32 MOBOTIX M10-DN-Kameras installiert und in vier LANs (Local Area
Network) strukturiert. Diese wiederum sind ueber ein Glasfaser-Backbone
miteinander verbunden. Ausser den in den Kameras bereits integrierten
Ringspeichern uebernimmt auch ein Server die Aufzeichnung. "Das
Kamera-Netzwerk wurde aus Sicherheits- und Datenschutzgruenden voellig autonom
ausgelegt und hat auch keine Verbindung zum Computernetz des Instituts",
erklaert Johan Brandenburg. "Das Konzept sieht aus denselben Gruenden kein
Live-Monitoring, sondern lediglich die Aufzeichnung von aussergewoehnlichen
Ereignissen vor. Diese erfolgt selbststaendig durch die in der Kamera
integrierte Software auf einem Standard Linux File Server. " Nach den
ersten sechs Wochen wurde Johan Brandenburg nach seiner Zufriedenheit befragt: "Die
IP-Kameras befinden sich derzeit noch in der Erprobungsphase, aber ich bin mir
sicher, dass wir mit MOBOTIX das optimale System gefunden haben. "
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<< Infobox: Verwendete Hardware beim
Max-Planck-Institut >>
Kameras:
32 Mobotix-Kameramodelle M10 DN Day& Night
Verbindung:
Autonomes Netzwerk (aus Sicherheits- und
Datenschutzgruenden), aufgegliedert in vier Teilnetze. Jedes Teilnetz verfuegt
ueber eine zentrale Stromversorgung (Mobotix-Powermodule 8-fach bzw. 20-fach)
und einen Switch mit LWL-Uplink. Die Teilnetze sind ueber ein LWL-Backbone
miteinander verbunden.
Fileserver:
FSC TX 150 P 4 2,8 GHz, 1024 MB RAM, 160 GBS-ATA Raid 1 Array
<< Infobox: Mobotix AG >>
Hauptsitz:
MOBOTIX AG
Luxemburger Strasse 6
D-67657 Kaiserslautern
Tel.: +49-631-3033-111
Fax:
+49-631-3033-190
Internet:
www.mobotix.com
Niederlassungen:
Columbia, South
Carolina (USA)
Vorstand und Gruender:
Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker
Mitarbeiter:
zirka 60 in Deutschland und 4 in USA
Umsatzentwicklung:
Im Geschaeftsjahr 2004/2005 erzielte Mobotix Umsatz von 12,1
Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 44 Prozent gegenueber dem
Vorjahr. Die Exportquote liegt derzeit bei 46 Prozent. Die Gewinnzone erreichte
Mobotix bereits im letzten Quartal 2002.
Installationen:
Ueber 50.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme bis Ende
2005
Vertrieb:
Indirekter Vertrieb ueber 125 Partner in 60 Laendern sowie
den Fachhandel