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Sie sehen den Artikel: Sicherheit für die Grundlagenforschung. Veröffentlicht am: 04.01.2006
 
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Anwenderbericht

 

Sicherheit fuer die Grundlagenforschung

 

Am Max-Planck-Institut fuer Chemische Oekologie in Jena wird von 286 Wissenschaftlern und Mitarbeitern aus ueber 20 verschiedenen Laendern Grundlagenforschung geleistet. Dabei kommen neben Zentralcomputern, Desk- und Laptops aeusserst komplexe wissenschaftliche Geraete im Wert von mehreren Millionen Euro zum Einsatz. Eine elektronische Rundumsicherung war acht Jahre nach Gruendung des Instituts notwendig geworden. Im Juli 2004 wurde ein neues Ueberwachungssystem installiert, das auf der dezentralen Netzwerkkamera-Technik der Kaiserslauterer Mobotix AG beruht.

 

Nachhaltige und umweltfreundliche Strategien sind in der Landwirtschaft weltweit auf dem Vormarsch. Zu diesen gehoert auch ein moeglichst weitgehender Verzicht auf chemische Duenger und Pestizide. Stattdessen kommen immer haeufiger natuerliche Methoden - biologischer Pflanzenschutz - zum Einsatz, beispielsweise Insekten, die sich von Pflanzenschaedlingen ernaehren. Die komplexen Zusammenhaenge zwischen Insekten und den Abwehrstrategien von Pflanzen stehen im Mittelpunkt der Forschungsarbeit am Max-Planck-Institut in Jena. Fuer ihre Analysen benoetigen die Wissenschaftler zahlreiche teure Geraete. Dieser Sachwert wurde drei Jahre lang durch einen Wachdienst geschuetzt. "Das Gebaeude liegt allerdings etwas abgelegen, ist von allen Seiten zugaenglich – und damit fuer Vandalen und Einbrecher nicht uninteressant. Wachleute koennen nun einmal nicht an allen neuralgischen Punkten gleichzeitig sein", erlaeutert Johan Brandenburg, technischer Leiter des Instituts, die Probleme, die das alte Sicherheitssystem in sich barg. "Fuer uns war klar, dass sich dieses Schutzziel nur ueber ein leistungsstarkes Kamerasystem verwirklichen laesst. "

 

Bewachung rund um die Uhr

 

Bei der Suche nach geeigneten Partnern praesentierten die technischen Leiter vom Netzwerk- und Sicherheitsdienstleister Telegant die Mobotix M10-DN, eine IP-Kamera, die sowohl tagsueber als auch nachts hochaufloesende Bilder erzeugt. Die M10-DN ist mit zwei Bildsensoren und zwei Objektiven ausgestattet. Je nach Helligkeit waehlt das Geraet selbststaendig entweder den Farbsensor mit Tageslichtobjektiv oder den Schwarz-Weiss-Sensor mit Infrarot-Objektiv zur Bildaufzeichnung aus. Durch den Megapixel-Sensor, der 1280 x 960 Bildpunkte abbildet, liefert die M10-DN Bilder in sehr guter Farbqualitaet und verfuegt ueber eine hohe Lichtempfindlichkeit. Zusaetzlich bietet sie eine bequeme Digitalzoom-Funktion. "Fuer uns waren das genau die Features, die wir fuer eine lueckenlose Ueberwachung unseres Gebaeudes benoetigen", erinnert sich Johan Brandenburg.

 

Die standardmaessige Ausstattung der Kameras mit Bewegungsdetektoren und ihre Option, ereignisgesteuert nur bei Bildveraenderungen Aufnahmen zu speichern, sorgen dafuer, dass die Videobilder das Netzwerk nicht belasten. Zudem lassen sich im Falle eines Falles die relevanten Aufnahmen schnell finden und durch die hohe Bildqualitaet sowie den digitalen Zoom der Kameras sofort als Fahndungsbilder verwenden. Zugleich sind die Geraete mit LEDs (Light Emitting Diode) ausgeruestet, die aufleuchten, wenn der Sensor in vorher definierten Bildfeldern eine Bewegung registriert. So wirken die Kameras auch abschreckend und damit praeventiv. Daneben ist es moeglich, bestimmte Bildbereiche wie beispielsweise Fenster, hinter denen Institutsangestellte sitzen, komplett auszublenden. Das war eine weitere Systemvoraussetzung des Max-Planck-Instituts – die Mitarbeiter durften sich bei ihrer Arbeit nicht beobachtet fuehlen.

 

Autonomes Netzwerk

 

Zum Schutz des weitlaeufigen Gebaeudes mitsamt Aussengelaende wurden 32 MOBOTIX M10-DN-Kameras installiert und in vier LANs (Local Area Network) strukturiert. Diese wiederum sind ueber ein Glasfaser-Backbone miteinander verbunden. Ausser den in den Kameras bereits integrierten Ringspeichern uebernimmt auch ein Server die Aufzeichnung. "Das Kamera-Netzwerk wurde aus Sicherheits- und Datenschutzgruenden voellig autonom ausgelegt und hat auch keine Verbindung zum Computernetz des Instituts", erklaert Johan Brandenburg. "Das Konzept sieht aus denselben Gruenden kein Live-Monitoring, sondern lediglich die Aufzeichnung von aussergewoehnlichen Ereignissen vor. Diese erfolgt selbststaendig durch die in der Kamera integrierte Software auf einem Standard Linux File Server. " Nach den ersten sechs Wochen wurde Johan Brandenburg nach seiner Zufriedenheit befragt: "Die IP-Kameras befinden sich derzeit noch in der Erprobungsphase, aber ich bin mir sicher, dass wir mit MOBOTIX das optimale System gefunden haben. "

 

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<< Infobox: Verwendete Hardware beim Max-Planck-Institut >>

 

Kameras:                  

32 Mobotix-Kameramodelle M10 DN Day& Night

 

Verbindung:              

Autonomes Netzwerk (aus Sicherheits- und Datenschutzgruenden), aufgegliedert in vier Teilnetze. Jedes Teilnetz verfuegt ueber eine zentrale Stromversorgung (Mobotix-Powermodule 8-fach bzw. 20-fach) und einen Switch mit LWL-Uplink. Die Teilnetze sind ueber ein LWL-Backbone miteinander verbunden.

 

Fileserver:                

FSC TX 150 P 4 2,8 GHz, 1024 MB RAM, 160 GBS-ATA Raid 1 Array

 

 

<< Infobox: Mobotix AG >>

 

Hauptsitz:

MOBOTIX AG

Luxemburger Strasse 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel.: +49-631-3033-111

Fax: +49-631-3033-190

Internet: www.mobotix.com

 

Niederlassungen:

Columbia, South Carolina (USA)

 

Vorstand und Gruender:

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker

 

Mitarbeiter:

zirka 60 in Deutschland und 4 in USA

 

Umsatzentwicklung: 

Im Geschaeftsjahr 2004/2005 erzielte Mobotix Umsatz von 12,1 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 44 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Die Exportquote liegt derzeit bei 46 Prozent. Die Gewinnzone erreichte Mobotix bereits im letzten Quartal 2002.

 

Installationen:

Ueber 50.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme bis Ende 2005

 

Vertrieb:

Indirekter Vertrieb ueber 125 Partner in 60 Laendern sowie den Fachhandel

 

 

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