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Sie sehen den Artikel: Per Nummernschild aufs Werksgelaende. Veröffentlicht am: 04.01.2006
 
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Anwenderbericht

 

Per Nummernschild aufs Werksgelaende

 

Das "Fendt Dieselross" war in den Dreissiger Jahren der erste europaeische Kleinschlepper mit sechs PS, Anbaupflug und fahrunabhaengigem Maehwerk. Er versetzte erstmals auch klein- und mittelbaeuerliche Betriebe in die Lage, das Pferd rentabel zu ersetzen. Erbauer des innovativen Vehikels fuer die Landwirtschaft war die Fendt AG. Fast 80 Jahre spaeter arbeitet Fendt heute an GPS-Systemen, die direkt in die Fahrzeugsteuerung eingreifen und so per Satellit schnurgerade Ackerfurchen ziehen. Gestern wie heute hatte das Unternehmen, das als Familienbetrieb begann und mittlerweile knapp 2.600 Mitarbeiter beschaeftigt, stets die Nase vorn bei Innovationen. Auch in Sicherheitsfragen setzt Fendt auf moderne Technologie. So ersetzt heute ein ausgekluegeltes Zutrittskontrollsystem den Pfoertner, der die Zu- und Ausfahrt von LKW ueberwacht. Fuer die Erfassung der Fahrzeuge und ihrer Nummernschilder aus aller Welt sind zudem gestochen scharfe Aufnahmen noetig. Diese liefern Netzwerkkameras der Mobotix AG.

 

Als die Gebrueder Fendt Anfang des letzten Jahrhunderts in der Schmiede ihres Vaters Johann Georg mit dem Bau der ersten Traktoren begannen, waren GPS-Systeme noch ferne Utopien. Doch innovativ war das Unternehmen von Anfang an. Dem "Dieselross" folgten zahlreiche Neuentwicklungen wie 1980 der erste Grosstraktor mit bis zu 150 PS oder 1996 die stufenlose Vario-Technik, die eine Revolution im Getriebebau der Branche darstellt. Neben der Technik wuchs auch das Unternehmen selbst rapide an: Mehr als 70 Jahre nach seiner Gruendung beschaeftigt Fendt heute mehrere Tausend Mitarbeiter an den Allgaeuer Standorten Marktoberdorf, Asbach-Baeumenheim und Kempten. Jaehrlich werden dort etwa 11.000 Traktoren gebaut und mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Seit 1997 gehoert Fendt zum weltweit operierenden AGCO Konzern. Als fuehrende High-Tech- und Qualitaetsmarke von AGCO hat die Firma mit ihren Traktoren, Maehdreschern und Ballenpressen Zugang zu 7.350 Haendlern in 140 Laendern.

 

Automatische Zugangsloesung

 

Rund 160 Lastwagen pro Tag liefern die benoetigen Komponenten fuer die bis zu 60 taeglich in Marktoberdorf gefertigten Schlepper an. Dieser Schwerlastverkehr floss lange Jahre mitten durch den Ortskern. Um das dortige Verkehrsaufkommen zu reduzieren, verlegte Fendt Ende 2003 die LKW-Zufahrt auf die gegenueberliegende Seite des Firmengelaendes, wo sie direkt an die Umgehungsstrasse angebunden ist. Dadurch wurde aber eine zweite Pforte geschaffen, die etwa 450 Meter Luftlinie vom Haupteingang entfernt ist. Bislang war es die Aufgabe des zentralen Pfoertners, den einfahrenden LKW die Zu- und Ausfahrt zu ermoeglichen und gleichzeitig deren Anwesenheit zu dokumentieren. Die Einstellung eines weiteren Pfoertners fuer den neuen Zugang wollte Fendt jedoch vermeiden. "Wir benoetigten also eine automatische Loesung", erklaert Klaus Kirschke, Leiter der zentralen Instandhaltung bei Fendt/AGCO, "die sowohl das Kennzeichen registriert als auch den bereits im Unternehmen bekannten Fahrzeugen die Zufahrt gestattet. Fremde Fahrzeuge sollten nach einer kurzen Anmeldung durchgelassen werden."

 

Elektronischer Pfoertner fuer den Schwerlastverkehr

 

Mit der Installation einer komplett automatisierten Zugangsloesung wurde die Scaltel AG beauftragt. Anton Huber, Projektleiter beim Netzwerk-Spezialisten, hatte genau Vorstellungen zum Aufbau der Anlage: "Fuer die Bilduebertragung und Nummernschilderkennung benoetigten wir ein Subsystem, das aus einer IP-Kamera und einer entsprechenden Software besteht", erklaert der Fachmann. "Mir war es dabei wichtig, dass in dem System eine Mobotix-Kamera integriert ist, weil diese Technologie einfach eine optimale Bildqualitaet liefert." Die Wahl in Sachen Software fiel auf das Zufahrtskontrollsystem XPARQ von Axxteq, das deutsche und internationale Nummernschilder erkennen kann und sich flexibel in bereits vorhandene IT- und Netzwerkstrukturen integrieren laesst. Die Bilder fuer die Nummernschilderkennung auf OCR-Basis (Optical Character Recognition) liefern drei Netzwerkkameras von Mobotix. Die hohe Qualitaet des Bildmaterials ist dabei die Grundlage fuer eine erfolgreiche Identifizierung der Nummernschilder: "Auch bei problematischen Lichtverhaeltnissen, wie zum Beispiel Beeintraechtigungen durch Gegenlicht, Fahrzeugscheinwerfer und Reflexe, liefern die Mobotix-Kameras unter fast allen Bedingungen ein ausreichend kontrastreiches Bild des Nummernschildes", erklaert Dr. Andreas Scholz, Geschaeftsfuehrer von Axxteq. Weitere Vorteile der Mobotix-Technologie sind die Schaerfenleistung der Teleobjektive, die hohe Aufloesung der Megapixel-Kameras sowie deren unkomplizierte Einbindung in bereits vorhandene Netzwerkstrukturen.

 

Das Nummernschild als Zugangsausweis

 

Derzeit sind bei Fendt drei Mobotix-Kameras in Betrieb. Eine fuer die Ein-, eine fuer die Ausfahrt und eine dritte zur UEberwachung eines Drehkreuzes, das den Mitarbeitern Zutritt gewaehrt. Die Kameras sind so justiert, dass der etwa 450 m Luftlinie entfernt am Haupteingang sitzende Pfoertner nicht nur das Nummernschild, sondern auch die komplette Front des LKW mitsamt dem Fahrer erkennen kann. Dieses Bild wird zugleich gespeichert und dient bei Unregelmaessigkeiten der Dokumentation.

 

Eine typische Zufahrt beginnt mit dem Auffahren des LKW auf eine Induktionsschleife. Die Mobotix-Kamera erstellt dann ein Bild der Fahrzeugfront inklusive Nummernschild und Fahrer. Das Kennzeichen wird durch die Axxteq-Software identifiziert und mit einer Datenbank der bekannten Kennzeichen verglichen. Bei registrierten Kennzeichen oeffnet sich die Schranke automatisch, waehrend fremde Fahrzeuge per Gegensprechanlage vom Pfoertner erfasst und in die Kartei aufgenommen werden. Zusaetzlich koennen alle derart registrierten Fahrzeuge das Gelaende automatisch wieder verlassen, wobei die Software die Ausfahrt verbucht. Klaus Kirschke, Leiter der zentralen Instandhaltung bei Fendt/AGCO, ist mit dem System zufrieden: "Wir haben jetzt einen sehr guten Ueberblick, welche Fahrzeuge sich auf dem Werksgelaende befinden. Die Zufahrt kann problemlos kontrolliert und geregelt werden." Durch die automatische Zufahrtskontrolle kann der zentrale Pfoertner auch den zweiten Werksgelaendeeingang im Auge behalten – der elektronische Kollege aus Software und Kamera uebernimmt fuer ihn die vor Ort noetigen Handgriffe.

 

 

<< Infobox: Verwendete Hardware bei der Fendt AGCO GmbH & Co. OHG>>

 

Kameras:

2 Mobotix M10M mit Teleobjektiv zur Fahrzeugerkennung, 1 Mobotix M10M zur Sicherung des Personeneingangs

 

Server:

Server mit Linux-Betriebssystem fuer den Betrieb der XPARQ-Software

 

Netzwerk:

Das Kamerasystem ist in das Unternehmens-netzwerk eingebunden, jedoch als virtuelles LAN organisiert. 

 

Stromversorgung:

Mobotix Power Adapter

 

 

<< Infobox: Mobotix AG >>

 

Hauptsitz:

MOBOTIX AG

Luxemburger Strasse 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel.: +49-631-3033-111

Fax: +49-631-3033-190

Internet: www.mobotix.com

 

Niederlassungen:

Columbia, South Carolina (USA)

 

Vorstand und Gruender:

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker

 

Mitarbeiter:

zirka 60 in Deutschland und 4 in USA

 

Umsatzentwicklung: 

Im Geschaeftsjahr 2004/2005 erzielte Mobotix Umsatz von 12,1 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 44 Prozent gegenueber dem Vorjahr. Die Exportquote liegt derzeit bei 46 Prozent. Die Gewinnzone erreichte Mobotix bereits im letzten Quartal 2002.

 

Installationen:

Ueber 50.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme bis Ende 2005

 

Vertrieb:

Indirekter Vertrieb ueber 125 Partner in 60 Laendern sowie den Fachhandel

 

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