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Sie sehen den Artikel: Keine Risiken und Nebenwirkungen im Pharma-Lager. Veröffentlicht am: 26.10.2005
 
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Anwenderbericht

 

Keine Risiken und Nebenwirkungen im Pharma-Lager

 

„Just in time“ ist die Kenngröße, an der die Effizienz von Logistik-Leistungen gemessen wird. Nicht zu spät und nicht zu früh sollen Rohstoffe zur Produktion gelangen, Produkte die Fertigung verlassen und die Waren beim Kunden eintreffen. Diese Anforderungen können Logistikunternehmen nur mit hochmodernen Logistik- und Lagersystemen erfüllen, die zudem jederzeit verfügbar und funktionsfähig sind. MAN Logistics zählt in diesem Segment mit über 700 Referenzanlagen in aller Welt zu den führenden Anbietern. Für das Pharmaunternehmen Aventis hat der Logistik-Dienstleister ein sechsgassiges Hochregallager mit rund 20.000 Stellplätzen für Chemie-, Euro und Industriepaletten errichtet. Herzstück des automatisierten Lagers ist die Fördertechnik: rund 200 Antriebe und sechs Regalbediengeräte mit einer Höhe von 31 Metern sorgen für die reibungslose Ein- und Auslagerung der Arzneimittel. Falls die Systeme einmal nicht wie am Schnürchen laufen, können Aventis und MAN Logistics aufgrund der Netzwerkkameras des Kaiserslauterer Herstellers Mobotix AG, die in die automatisierten Gabelstapler integriert sind, Störungsursachen direkt analysieren und die Fehler „just in time“ beheben. 

 

In der Pharmazeutikbranche ist die schnelle und sichere Lieferfähigkeit von Produkten nicht nur wünschenswert und Geschäfts-fördernd, sondern existenziell wichtig: Verfallsdaten und die oft nötige Kühlung der Präparate setzen hohe Maßstäbe für die Vertriebs- und Auslieferungslager. Ausfälle an den Logistik-Systemen können teuer werden. Die Aventis Pharma Deutschland GmbH mit 9.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 2,9 Milliarden Euro eines der größten Pharmaunternehmen auf dem deutschen Markt, begegnet diesem Problem mit einer ebenso pragmatischen wie effizienten Lösung: Die Regalbediengeräte des Hochregallagers, die in einer Stunde jeweils 25 kombinierte Ein- und Auslieferungsvorgänge verrichten, sind mit je zwei Kamerasystemen ausgestattet. Hierdurch haben die Lagerbetreiber die Möglichkeit, eine Störung umgehend anhand der Videoaufzeichnung zu analysieren und kurzfristig gezielte Maßnahmen zu ihrer Behebung einzuleiten. Konzipiert hat diese Lösung MAN Logistics.

 

Auf der Suche nach der richtigen Lösung

 

Von der Idee der Kameraüberwachung bis hin zur tatsächlichen Umsetzung bei Aventis lag jedoch ein weiter Weg. „Die meisten Kameras starten ihre Aufzeichnung erst mit dem Alarm“, erklärt Georg Leichtle, Leiter der Steuerungsabteilung bei MAN Logistics, die Problemstellung, vor der der Dienstleister bei der Suche nach einer geeigneten Kamera stand. Das Gerät muss, um die stetige Verfügbarkeit des Hochregallagers von Aventis zu sichern, auch die Bilder aufzeichnen, die zu einem Störfall geführt hatten. Nur so können die Techniker im Fall des Falls direkt reagieren.

 

Fündig wurde MAN Logistics auf der Homepage eines Partnerunternehmens. Der IT- und Automatisierungs-Dienstleister IBC machte Georg Leichtle und seine Kollegen mit den Funktionen und Möglichkeiten der Kameras der Mobotix AG vertraut – darunter auch das benötigte Feature der Aufzeichnung von Vor-Alarm-Bildern, die die Ursache für eine Störung in Bildern dokumentieren. So überschreiben die Kameras des Kaiserslauterer Herstellers im Normalbetrieb zwar kontinuierlich früher gespeicherte Bildsequenzen der Live-Aufzeichnungen. Kommt es jedoch zu einer Veränderung im Kamerabild, die durch einen Störfall der überwachten Geräte ausgelöst wird, stoppt ein solches Ereignis das Überschreiben der Bilder. Je nach Bedarf können dann die Aufnahmen der letzten Sekunden vor dem Defekt analysiert werden.

 

Dies ermöglicht den Lagerverantwortlichen eine schnelle und präzise Bearbeitung der Störung, oft sogar ohne dass ein Servicetechniker bei abgeschalteten Systemen die betreffende Regalgasse begehen muss. Ist dennoch eine Reparatur vor Ort erforderlich, so lässt sich durch die Videobilder bereits im Vorfeld feststellen, wie viel Servicepersonal, welche Schutz- und Hilfsmittel und welche Werkzeuge oder Ersatzteile der Störfall nötig macht. Eine Diagnose per Bildschirm erfordert allerdings, dass die Kameraaufzeichnungen so detailscharf sind, dass sie auch kleinste Fehlerquellen sichtbar machen. Hier arbeiten die bei Aventis eingesetzten Mobotix-Kameras mit einem CMOS-Bildwandler, der eine Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten hat. Die neusten Mobotix-Generationen verfügen bereits über eine Auflösung im Megapixel-Bereich. Zudem steuert die Software-basierte Bildverarbeitung der Geräte automatisch die Belichtung, den Weißabgleich und Farbkorrekturen. Frei wählbare Belichtungszonen sorgen zugleich dafür, dass die Kameras auch in schwierigen Gegenlichtverhältnissen eingesetzt werden können.

 

Diagnose und Hilfe aus der Ferne

 

„Zudem überzeugte uns die Tatsache, dass sich die Mobotix-Lösung der bereits bestehenden IT-Infrastruktur von Aventis anpasst und keine zusätzlichen Kabel verlegt oder Programme installiert werden müssen“, erinnert sich Georg Leichtle von MAN Logistics an den Entscheidungsprozess. Die Kameras schloss man vielmehr einfach an einen mitfahrenden Access Point der Regalbediengeräte von Aventis an. Die Live-Bilder können so über Datenfunk wahlweise kontinuierlich oder nur im Falle eines besonderen Ereignisses aus der Regalgasse heraus übertragen werden. Ein stationärer Access Point speist hierbei die Daten in das TCP/IP-Ethernet ein, so dass jede Zugangs-berechtigte Person von einem PC die Kameras aus der Ferne verwalten und bedienen kann. Die Administration der Mobotix-Geräte sowie das Sichten der Kamerabilder erfolgt einfach über einen Standard-Webbrowser.

 

Durch diese Anbindung hat auch MAN Logistics die Möglichkeit, sich vom Servicestützpunkt Heilbronn aus über eine Router-Verbindung direkt in die Anlage des Kunden einzuwählen und, falls erforderlich, Tipps zur Behebung einer Störung geben. Und selbst auf das Notebook oder das PDA eines Servicetechnikers kann die Kamera eine Störungsmeldung und die dazugehörigen Bilder übertragen.

 

Robuste Helfer

 

In der Tatsache, dass die Mobotix-Kamerasysteme daneben auch Industrie-zertifiziert nach IP65 sind, sah Georg Leichtle einen weiteren Vorteil für ihren Einsatz bei Aventis. „Das Gehäuse der Kameras ist äußerst robust, die Geräte lassen sich schnell mechanisch und elektronisch anschließen und sind sehr widerstandsfähig gegen Schocks und Vibrationen. Zudem kommen sie auch in einer ungünstigen Umgebung, zum Beispiel mit Stäuben und Dämpfen, gut klar“, zählt der Steuerabteilungs-Leiter auf. Hinzu kamen für ihn das gute Preis-Leistungs-Verhältnis und die Möglichkeit, die Kameras nachzurüsten, ohne in die eigentliche Maschinensteuerung der vorhandenen Regalbediengeräte eingreifen zu müssen.

 

Bei Aventis sorgen die Kameras dafür, dass das Hochregallager im Falle einer Störung schnellstmöglich wieder einsatzfähig ist. Und auch für andere Unternehmen plant MAN Logistics den Verkauf von Regalbediengeräten mit integrierten Mobotix-Netzwerkkameras. „Mit dieser Integration haben wir in der Branche offensichtlich eine Vorreiterrolle übernommen“, stellt MAN Logistics-Vertriebsleiter Mark Vogt fest. „Das Engagement zahlt sich für uns aus, denn die Verbesserung der Verfügbarkeit der Logistikanlagen und die daraus resultierende Kostenersparnis sind Anforderungen, die der Markt zunehmend stellt.“ Flexibel und schnell können Unternehmen mit der neuen Technologie auf Störfälle reagieren. Flexibel sind auch die Kameras – je nach Bedarf kann ihr Innenleben aus Hauptplatine und zwei Kameramodulen als so genanntes Developer Kit auch einfach in andere Geräte eingebaut werden. In diesem Fall tragen sie als unsichtbare Helfer zur „Just in time“-Auslieferung von Industriegütern bei.

 

 ((7.780 Zeichen))

 

<< Infobox: Verwendete Hardware bei der Aventis Pharma Deutschland GmbH>>

 

Kameras:

 

12 Mobotix M1M Mono-IT Kameras

 

Leitstand:

 

WIN2000-Server mit Standard-Webbrowser sowie Visualisierungsapplikation WIN-CC-Server

 

Arbeitsplätze:

 

2 WIN2000-Clients mit Standard-Webbrowser sowie Visualisierungsapplikation WIN-CC-Client

 

Verbindung:

 

Kameras in kundenseitigem 100-Mbit-Netzwerk über Cisco Access Point 350 und Cisco Aironet Workgroup Bridge.

Verbindung zu Fernwartungszwecken über ISDN-Netzwerk-Router mit PPP-Protokoll an Service-Zentrale MAN Logistics GmbH Heilbronn.

 

Stromversorgung:

 

Mobotix-Netzteile

 

<< Infobox: Mobotix AG >>

 

Hauptsitz:

 

MOBOTIX AG

Luxemburger Straße 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel.: +49-631-3033-111

Fax: +49-631-3033-190

Internet: www.mobotix.com

 

Niederlassungen:

 

Columbia, South Carolina (USA)

 

Vorstand und Gründer:

 

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker

 

Mitarbeiter:

zirka 60 in Deutschland und 4 in USA

 

Umsatzentwicklung:

 

2003: Umsatzwachstum von 103 Prozent (bei einem Exportanteil von 45 Prozent)

2004: geplanter Umsatz von elf Millionen Euro

Die Gewinnzone wurde bereits im letzten Quartal 2002 erreicht.

 

Installationen:

 

Rund 30.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme

 

Vertrieb:

 

Indirekter Vertrieb über zertifizierte Secure-Partner und den Fachhandel

 

 

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