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Sie sehen den Artikel: Sicherheit hat Vorfahrt. Veröffentlicht am: 17.05.2005
 

Anwenderbericht

 

Sicherheit hat Vorfahrt

 

Fleiß, Sparsamkeit und Vertrauen sind Tugenden, die im Stuttgarter Traditionsautohaus Auto-Schöttle täglich gelebt werden. Ehrlichkeit ist eine weitere – mit der nahmen es einige „Kunden“ der angeschlossenen Tankstelle allerdings nicht ganz so genau. Wegen zunehmender Kriminalität entschied sich das Autohaus im Sommer 2003 für die Anschaffung eines neuen Überwachungskamera-Systems. Die Lösung der Mobotix AG konnte die Erwartungen des Kunden erfüllen – die Netzwerkkameras haben seit ihrer Installation die Tankstelle rund um die Uhr im Blick.

 

Für Heinrich Krawietz, Mitinhaber und Geschäftsführer von Auto-Schöttle in Stuttgart-Botnang, ist konsequente Kundenorientierung nicht nur eine moderne Floskel. In seinem Autohaus gilt ein gegebenes Wort genauso wie eine schriftliche Vereinbarung. "Die meisten unserer 800 Autohaus-Kunden kennen wir persönlich. So können wir jedem einen ganz individuellen Service bieten und uns außerdem von unseren größeren Wettbewerbern unterscheiden", sagt der gelernte KFZ-Meister. Damit führen er und seine 15 Mitarbeiter  eine Tradition fort, die vor über 50 Jahren begründet wurde: Am 2. Mai 1950 eröffnete Matthäus Schöttle in Botnang eine KFZ-Werkstatt. Bereits 1955 kam die Aral-Tankstelle hinzu. 1956 schloss der emsige Schwabe mit der damaligen Daimler-Benz AG einen Vertrag über die Vermittlung von Personenwagen und LKW. Heinrich Krawietz trat Anfang der 60er Jahre in das Unternehmen ein und übernahm 1975 die Geschäftsführung. Im Laufe der Jahre wuchs der Betrieb und wurde 2004 schließlich von der DaimlerChrysler AG zum "Autorisierten Servicepartner für Mercedes Benz Personenwagen" ernannt.

 


Das Problem: steigende Kriminalität

 

Nicht nur die Fahrzeuge von DaimlerChrysler wecken Begehrlichkeiten – gerade Tankstellen gehören in puncto Sicherheit eher zu den kritischen Zonen: Mit den kontinuierlich ansteigenden Ölpreisen und Steuern hat auch der Benzin-Diebstahl in den letzten Jahren zugenommen. Um den so genannten „Tank-Flitzern“ keine Chance zu geben, installierte Auto-Schöttle bereits 1993 zwei kleine analoge Überwachungskameras mit jeweils einem Mini-Bildschirm. "Allerdings hatten diese Kameras keine Aufzeichnungsfunktion. Eigentlich hätten wir die Bildschirme ständig beobachten müssen", berichtet Heinrich Krawietz. "Außerdem kam es hin und wieder vor, dass nachts heimlich alte Reifen oder Altölkanister auf dem Gelände der Tankstelle entsorgt wurden", erzählt der Geschäftsführer weiter. "Und da wollten wir schon gerne wissen, wer den Betrieb als Deponie missbraucht." Als im Sommer 2003 auch noch die Geldbox an der Staubsauger-Station aufgebrochen wurde – die Beute betrug sage und schreibe 35 Euro – entschied man sich für die Anschaffung eines neuen, leistungsfähigen Kamerasystems, da die Überwachungsleistung der alten Analogkameras offensichtlich nicht ausreichte.

 

Digitale Netzwerkkameras erfüllen alle Anforderungen

 

Nach ersten Vergleichen nahm Heinrich Krawietz Kontakt zur Mobotix AG auf. Das Kaiserslauterer Unternehmen wiederum bat seinen Partner IBC, vor Ort mögliche Lösungen vorzustellen. IBC-Inhaber Norbert Raif präsentierte die Mobotix-Technologie und deren vielfältige Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Für den Probebetrieb wurde eine Versuchsstellung installiert. Dabei zeigte sich, dass die Netzwerkkameras für den Tankstellen-Alltag ideale Voraussetzungen bieten: "Ich hatte ganz konkrete Vorstellungen davon, was ein Kamerasystem in meinem Betrieb leisten sollte”, erläutert Heinrich Krawietz. "Und die Lösung von Mobotix erfüllte alle meine Erwartungen." Besonders beeindruckt war der Geschäftsführer von drei Funktionen: den umfangreichen Aufzeichnungsfunktionen des integrierten Rekorders, der präzisen Ereignissteuerung und der bequemen Darstellung aller Kamerabilder auf nur einem Computerbildschirm. Die Ereignissteuerung der Kameras sendet automatisch eine Benachrichtigung, sobald in vorher definierten Bildausschnitten eine Veränderung eintritt. Zusätzlichen hat sie den Vorteil, dass nur die Sequenzen aufgezeichnet werden, in denen tatsächlich etwas geschieht – so wird nicht nur Speicherkapazität gespart, sondern auch die Suchzeit verkürzt. Im Fall eines Falles kann man die entsprechenden Bilder ohne langen Banddurchlauf anhand der Datums- und Zeitangaben schnell finden und in hoher Qualität einfach per E-Mail an die Polizei weiterleiten. Diese Eigenschaften führten schließlich dazu, dass Auto-Schöttle gleich drei Kameras orderte und installierte.

 

Kein Bändertausch

 

Ergänzend zu der bereits in den Kameras integrierten Aufzeichnungsfunktion konzipierte IBC ein autarkes Netzwerk mit einem Standard-PC als Fileserver. In diesem Netzwerk archiviert Auto-Schöttle die Kameraaufnahmen zusätzlich. Der Grund: "Wenn eine Kamera entwendet wird, sind die Bilder trotzdem sicher", erklärt Norbert Raif. "Und außerdem können wir die Ereignisse so auch über einen längeren Zeitraum hinweg aufzeichnen." Der Rekorder der Kamera bietet dagegen lediglich Platz für rund 4.000 Einzelbilder.

 

Derzeit werden die Kamera-Bilder beim Autohaus fünf Tage gespeichert. Anschließend überschreibt das System automatisch die älteren Sequenzen. "Das ist zum Beispiel ein Grund, warum wir uns nicht für eine analoge Kamera mit Band- Aufzeichnung entschieden haben", unterstreicht Heinrich Krawietz. "Da hätten wir regelmäßig die Bänder tauschen müssen." Gegenüber der analogen Technik haben die Netzwerkkameras noch weitere Vorteile: Die Mobotix-Kameras lassen sich direkt mit dem Internet verbinden und über einen Standard-Webbrowser wie Internet Explorer oder Netscape steuern. So kann sich Auto-Schöttle bei einem Alarm außerhalb der Öffnungszeiten via Internet vom heimischen PC aus sofort ein erstes Bild von der Situation vor Ort machen.

 

Alles im Blick

 

Die drei installierten Kameras reichen aus, um den kompletten Tankstellenbereich zu überwachen: Eine Kamera nimmt die Zapfsäulen ins Visier, eine zweite ist auf die Staubsauger-Station gerichtet, und eine dritte kontrolliert den Verkaufsshop. Durch die Ereignissteuerung beginnen die Kameras erst mit der Aufzeichnung, wenn es eine Bewegung in vorab definierten Feldern des Kamerabildes gibt. "Für uns hat diese Anordnung auch den Vorteil, dass der Shop nicht permanent besetzt sein muss", erklärt Heinrich Krawietz. "Die Arbeiten an der Kasse können von einer Büro-Mitarbeiterin mit erledigt werden, weil sie über den Monitor an ihrem Arbeitsplatz immer einen direkten Einblick in den Shop hat." Die Mitarbeiterin kann hierbei von der Kamera per Signal im Browserfenster informiert werden, sobald eine Person den Verkaufsshop und damit das Kamerabild betritt.

 

Kabel unnötig

 

Seit der Installation der Kameras hat es bei Auto-Schöttle keine kriminellen Delikte mehr gegeben; ein Indiz dafür, dass die Lösung auch präventiv wirkt. Im Autohaus denkt man nun über die Installation einer vierten Kamera nach. Heinrich Krawietz: "Auf der Rückseite des Gebäudes stehen vor der Werkstatt viele Kunden-Autos, die besser vor Diebstahl geschützt werden sollen. Am günstigsten und effektivsten würde dies mit einer weiteren Kamera geschehen." Die zusätzliche Kamera ließe sich problemlos und ohne Aufwand in das bestehende System einfügen – auch ohne Kabel: Alle Mobotix-Modelle können über eine WLAN-Funkverbindung drahtlos angeschlossen werden.

 

 

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<< Infobox: Verwendete Hardware bei der Auto Schöttle GmbH in Stuttgart >>

 

Kameras:

2 M1M-IT DUAL mit Standard-Weitwinkel- und Teleobjektiv (12 MB Speicher), 1 M1Mi-SECURE mit Standard-Weitwinkelobjektiv im Innenbereich (32 MB Speicher)

 

Fileserver:

Fujitsu-Siemens Scenic P300 Microtower, 256 MB DDR RAM, P4 mit 2,4 GHz

 

Stromversorgung:

über einen 3COM-Hub jeweils ein Netzwerk-Power-Adapter und ein Netzteil

 

<< Infobox: Mobotix AG >>

 

Hauptsitz:

MOBOTIX AG

Luxemburger Straße 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel.: +49-631-3033-111

Fax: +49-631-3033-190

Internet: www.mobotix.com

 

Niederlassungen:

Columbia, South Carolina (USA)

 

Vorstand und Gründer:

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker

 

Mitarbeiter:

zirka 60 in Deutschland und 4 in USA

 

Umsatzentwicklung:

Im Geschäftsjahr 2003/2004 erzielte Mobotix ein Wachstum von 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Quartalsumsatz (II/2004) betrug 2,75 Millionen Euro. Die Exportquote lag bei rund 40 Prozent. Die Gewinnzone erreichte Mobotix bereits im letzten Quartal 2002.

 

Installationen:

Rund 30.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme

 

Vertrieb:

Indirekter Vertrieb über zertifizierte Secure-Partner und den Fachhandel

 


 

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12.05.2005
Anwendung: Autohaus
Keine Chance dem Autoklau
 
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