Anwenderbericht
Sicherheit hat Vorfahrt
Fleiß, Sparsamkeit und Vertrauen sind Tugenden, die im
Stuttgarter Traditionsautohaus Auto-Schöttle täglich gelebt werden. Ehrlichkeit
ist eine weitere – mit der nahmen es einige „Kunden“ der angeschlossenen
Tankstelle allerdings nicht ganz so genau. Wegen zunehmender Kriminalität
entschied sich das Autohaus im Sommer 2003 für die Anschaffung eines neuen
Überwachungskamera-Systems. Die Lösung der Mobotix AG konnte die Erwartungen
des Kunden erfüllen – die Netzwerkkameras haben seit ihrer Installation
die Tankstelle rund um die Uhr im Blick.
Für Heinrich Krawietz, Mitinhaber und Geschäftsführer von
Auto-Schöttle in Stuttgart-Botnang, ist konsequente Kundenorientierung nicht
nur eine moderne Floskel. In seinem Autohaus gilt ein gegebenes Wort genauso
wie eine schriftliche Vereinbarung. "Die meisten unserer 800
Autohaus-Kunden kennen wir persönlich. So können wir jedem einen ganz
individuellen Service bieten und uns außerdem von unseren größeren
Wettbewerbern unterscheiden", sagt der gelernte KFZ-Meister. Damit führen
er und seine 15 Mitarbeiter eine
Tradition fort, die vor über 50 Jahren begründet wurde: Am 2. Mai 1950
eröffnete Matthäus Schöttle in Botnang eine KFZ-Werkstatt. Bereits 1955 kam die
Aral-Tankstelle hinzu. 1956 schloss der emsige Schwabe mit der damaligen
Daimler-Benz AG einen Vertrag über die Vermittlung von Personenwagen und LKW.
Heinrich Krawietz trat Anfang der 60er Jahre in das Unternehmen ein und
übernahm 1975 die Geschäftsführung. Im Laufe der Jahre wuchs der Betrieb und
wurde 2004 schließlich von der DaimlerChrysler AG zum "Autorisierten
Servicepartner für Mercedes Benz Personenwagen" ernannt.
Das Problem: steigende Kriminalität
Nicht nur die Fahrzeuge von DaimlerChrysler wecken
Begehrlichkeiten – gerade Tankstellen gehören in puncto Sicherheit eher
zu den kritischen Zonen: Mit den kontinuierlich ansteigenden Ölpreisen und
Steuern hat auch der Benzin-Diebstahl in den letzten Jahren zugenommen. Um den
so genannten „Tank-Flitzern“ keine Chance zu geben, installierte Auto-Schöttle
bereits 1993 zwei kleine analoge Überwachungskameras mit jeweils einem
Mini-Bildschirm. "Allerdings hatten diese Kameras keine
Aufzeichnungsfunktion. Eigentlich hätten wir die Bildschirme ständig beobachten
müssen", berichtet Heinrich Krawietz. "Außerdem kam es hin und wieder
vor, dass nachts heimlich alte Reifen oder Altölkanister auf dem Gelände der
Tankstelle entsorgt wurden", erzählt der Geschäftsführer weiter. "Und
da wollten wir schon gerne wissen, wer den Betrieb als Deponie
missbraucht." Als im Sommer 2003 auch noch die Geldbox an der
Staubsauger-Station aufgebrochen wurde – die Beute betrug sage und
schreibe 35 Euro – entschied man sich für die Anschaffung eines neuen,
leistungsfähigen Kamerasystems, da die Überwachungsleistung der alten
Analogkameras offensichtlich nicht ausreichte.
Digitale Netzwerkkameras erfüllen alle Anforderungen
Nach ersten Vergleichen nahm Heinrich Krawietz Kontakt zur
Mobotix AG auf. Das Kaiserslauterer Unternehmen wiederum bat seinen Partner
IBC, vor Ort mögliche Lösungen vorzustellen. IBC-Inhaber Norbert Raif
präsentierte die Mobotix-Technologie und deren vielfältige Funktionen und
Anwendungsmöglichkeiten. Für den Probebetrieb wurde eine Versuchsstellung
installiert. Dabei zeigte sich, dass die Netzwerkkameras für den
Tankstellen-Alltag ideale Voraussetzungen bieten: "Ich hatte ganz konkrete
Vorstellungen davon, was ein Kamerasystem in meinem Betrieb leisten sollte”,
erläutert Heinrich Krawietz. "Und die Lösung von Mobotix erfüllte alle
meine Erwartungen." Besonders beeindruckt war der Geschäftsführer von drei
Funktionen: den umfangreichen Aufzeichnungsfunktionen des integrierten
Rekorders, der präzisen Ereignissteuerung und der bequemen Darstellung aller
Kamerabilder auf nur einem Computerbildschirm. Die Ereignissteuerung der
Kameras sendet automatisch eine Benachrichtigung, sobald in vorher definierten
Bildausschnitten eine Veränderung eintritt. Zusätzlichen hat sie den Vorteil,
dass nur die Sequenzen aufgezeichnet werden, in denen tatsächlich etwas
geschieht – so wird nicht nur Speicherkapazität gespart, sondern auch die
Suchzeit verkürzt. Im Fall eines Falles kann man die entsprechenden Bilder ohne
langen Banddurchlauf anhand der Datums- und Zeitangaben schnell finden und in
hoher Qualität einfach per E-Mail an die Polizei weiterleiten. Diese
Eigenschaften führten schließlich dazu, dass Auto-Schöttle gleich drei Kameras
orderte und installierte.
Kein Bändertausch
Ergänzend zu der bereits in den Kameras integrierten
Aufzeichnungsfunktion konzipierte IBC ein autarkes Netzwerk mit einem
Standard-PC als Fileserver. In diesem Netzwerk archiviert Auto-Schöttle die
Kameraaufnahmen zusätzlich. Der Grund: "Wenn eine Kamera entwendet wird,
sind die Bilder trotzdem sicher", erklärt Norbert Raif. "Und außerdem
können wir die Ereignisse so auch über einen längeren Zeitraum hinweg
aufzeichnen." Der Rekorder der Kamera bietet dagegen lediglich Platz für
rund 4.000 Einzelbilder.
Derzeit werden die Kamera-Bilder beim Autohaus fünf Tage
gespeichert. Anschließend überschreibt das System automatisch die älteren
Sequenzen. "Das ist zum Beispiel ein Grund, warum wir uns nicht für eine
analoge Kamera mit Band- Aufzeichnung entschieden haben", unterstreicht
Heinrich Krawietz. "Da hätten wir regelmäßig die Bänder tauschen
müssen." Gegenüber der analogen Technik haben die Netzwerkkameras noch
weitere Vorteile: Die Mobotix-Kameras lassen sich direkt mit dem Internet
verbinden und über einen Standard-Webbrowser wie Internet Explorer oder
Netscape steuern. So kann sich Auto-Schöttle bei einem Alarm außerhalb der
Öffnungszeiten via Internet vom heimischen PC aus sofort ein erstes Bild von
der Situation vor Ort machen.
Alles im Blick
Die drei installierten Kameras reichen aus, um den kompletten
Tankstellenbereich zu überwachen: Eine Kamera nimmt die Zapfsäulen ins Visier,
eine zweite ist auf die Staubsauger-Station gerichtet, und eine dritte
kontrolliert den Verkaufsshop. Durch die Ereignissteuerung beginnen die Kameras
erst mit der Aufzeichnung, wenn es eine Bewegung in vorab definierten Feldern
des Kamerabildes gibt. "Für uns hat diese Anordnung auch den Vorteil, dass
der Shop nicht permanent besetzt sein muss", erklärt Heinrich Krawietz.
"Die Arbeiten an der Kasse können von einer Büro-Mitarbeiterin mit
erledigt werden, weil sie über den Monitor an ihrem Arbeitsplatz immer einen
direkten Einblick in den Shop hat." Die Mitarbeiterin kann hierbei von der
Kamera per Signal im Browserfenster informiert werden, sobald eine Person den
Verkaufsshop und damit das Kamerabild betritt.
Kabel unnötig
Seit der Installation der Kameras hat es bei Auto-Schöttle
keine kriminellen Delikte mehr gegeben; ein Indiz dafür, dass die Lösung auch
präventiv wirkt. Im Autohaus denkt man nun über die Installation einer vierten
Kamera nach. Heinrich Krawietz: "Auf der Rückseite des Gebäudes stehen vor
der Werkstatt viele Kunden-Autos, die besser vor Diebstahl geschützt werden
sollen. Am günstigsten und effektivsten würde dies mit einer weiteren Kamera
geschehen." Die zusätzliche Kamera ließe sich problemlos und ohne Aufwand
in das bestehende System einfügen – auch ohne Kabel: Alle Mobotix-Modelle
können über eine WLAN-Funkverbindung drahtlos angeschlossen werden.
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Schöttle GmbH in Stuttgart >>
Kameras:
2 M1M-IT DUAL mit Standard-Weitwinkel- und Teleobjektiv (12
MB Speicher), 1 M1Mi-SECURE mit Standard-Weitwinkelobjektiv im Innenbereich (32
MB Speicher)
Fileserver:
Fujitsu-Siemens Scenic P300 Microtower, 256 MB DDR RAM, P4
mit 2,4 GHz
Stromversorgung:
über einen 3COM-Hub jeweils ein Netzwerk-Power-Adapter und
ein Netzteil
<< Infobox: Mobotix
AG >>
Hauptsitz:
MOBOTIX AG
Luxemburger Straße 6
D-67657 Kaiserslautern
Tel.: +49-631-3033-111
Fax: +49-631-3033-190
Internet: www.mobotix.com
Niederlassungen:
Columbia, South Carolina (USA)
Vorstand und Gründer:
Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker
Mitarbeiter:
zirka 60 in Deutschland und 4 in USA
Umsatzentwicklung:
Im Geschäftsjahr 2003/2004 erzielte Mobotix ein Wachstum von
41 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Quartalsumsatz (II/2004) betrug 2,75
Millionen Euro. Die Exportquote lag bei rund 40 Prozent. Die Gewinnzone
erreichte Mobotix bereits im letzten Quartal 2002.
Installationen:
Rund 30.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme
Vertrieb:
Indirekter Vertrieb über zertifizierte Secure-Partner und den
Fachhandel