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Sie sehen den Artikel: Optimale Versand-Sicherheit. Veröffentlicht am: 17.05.2005
 

Anwenderbericht

 

Wie der Kalk automatisch aus dem Werk kommt 

 

Täglich verlassen rund 16.000 Tonnen Kalkerzeugnisse das Werk Flandersbach der Rheinkalk GmbH. Damit deckt Europas größtes Kalkwerk etwa einen Viertel des Bedarfs in Deutschland ab. Würde der Transport ausschließlich über die Schiene abgewickelt, könnten mit dieser Menge rund 320 Eisenbahn-Waggons beladen werden – ein Zug von fast vier Kilometern Länge. Da aber ein Teil der Produkte das Werk per LKW verlässt, spielt die Logistik eine wesentliche Rolle – und damit auch die Versandautomation. Hierfür setzt die Rheinkalk GmbH eine Lösung des Ulmer Systemhauses Fritz & Macziol ein. Die Abfertigung, die in Selbstbedienung erfolgt, wird mit Netzwerkkameras der Mobotix AG kontrolliert.

 

Für die Stahlproduktion ist Kalk unverzichtbar. August Thyssen gründete deshalb im Jahr 1903 die „Rheinische Kalksteinwerke GmbH" in Wülfrath, um den Bedarf seines Stahlwerks in Duisburg-Hamborn selbst decken zu können. Seit 1997 gehört Rheinkalk zur belgischen Lhoist-Gruppe. Der Standort Wülfrath beschäftigt rund 630 Mitarbeiter. Größter Kunde des Werks ist noch heute die deutsche Stahlindustrie, die etwa 50 Prozent der Produktion abnimmt. Die andere Hälfte wird für die Bereiche Umweltschutz, Baustoff- und Chemische Industrie hergestellt.

 

Damit die Preise stabil bleiben und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen garantiert ist, gilt in der Grundstoff- und Schüttgutindustrie – ebenso wie in anderen Branchen – das Prinzip „mehr Leistung mit weniger Mitarbeitern“. Automatisierungslösungen sind gefragt. Die Rheinkalk AG hat sich in diesem Punkt für eine Zusammenarbeit mit dem Systemhaus Fritz & Macziol entschieden, das das gesamte Spektrum der Logistik-Automation abdeckt – von der Planung und Projektierung über die Einbeziehung von Komplementärprodukten bis hin zu Wartung und Softwarepflege sowie einem 24-Stunden-Service und Versand-Outsourcing. Im Einsatz ist im Werk Flandersbach die Fritz & Macziol-Software für Versandsysteme VAS. Diese bietet die Möglichkeit, die technische Soft- und Hardware, also Waagen, Silosteuerung und Terminals, mit kaufmännischen Komponenten wie Auftragssteuerung, Fakturierung und Controlling zu verknüpfen.

 

Abfertigung in Selbstbedienung

 

Die Software-Unterstützung spart Rheinkalk Personal und ermöglicht den reibungslosen Nacht- und Wochenend-Versand: die Verladung und das Abwiegen der Kalkprodukte auf den Lastwagen sowie die Abwicklung von Anlieferungen inklusive der Steuerung von Schranken, Zutrittskontrollen und Prozesssteuerung können selbstständig von den LKW-Fahrern vorgenommen werden. Mit speziellen ID-Karten im Scheckkartenformat loggen sie sich einfach ein und übernehmen die Abfertigung in Selbstbedienung. Für Karl-Otto Geruhn, Versandleiter im Werk Flandersbach, bedeutet das System eine erhebliche Arbeitserleichterung: „Unsere vollautomatisierten Silos erkennen die Karte und die darin gespeicherten Daten und führen ausschließlich den beauftragten Ladevorgang durch.“ Versuche, andere Mengen oder Produkte aufzunehmen, werden automatisch abgewiesen. Auch wenn der Fahrer aus Versehen das falsche Silo anfährt, verhindert das System den Ladevorgang.

 

Eine sichere Sache also? „Nicht ganz“, räumt Versandleiter Geruhn ein. „Wenn die ID-Karte missbraucht oder falsch verwendet wird, muss ich wissen, welcher LKW tatsächlich im Werk war. Und als Beweis benötige ich aussagekräftige, gerichtsverwertbare Bilder.“ Durch ihre Visualisierungs-Applikation bietet die Versandsystem-Software VAS aber auch für dieses Problem eine Lösung: Netzwerkkameras des Kaiserslauterer Herstellers Mobotix AG registrieren automatisch alle Fahrzeuge, die sich auf den Waagen des Werks befinden, mit Kennzeichen, Datum und Uhrzeit. Die entsprechenden Bilder ordnen die Kameras eigenständig mit allen auf der ID-Karte gespeicherten Informationen dem Lieferschein und dem Eichprotokoll zu. So verfügt der Versandleiter nicht nur über die Bilder, sondern auch über alle anderen Daten, die den Vorgang betreffen. „Damit lässt sich sehr schnell feststellen, wann welcher LKW von welcher Spedition welche Menge von welchem Produkt aus dem Werk abtransportiert hat. Unstimmigkeiten können so direkt geklärt werden“, freut sich Versandleiter Geruhn.

 

Alles im Blick

 

Der effiziente Prozess ist technisch möglich, weil die Mobotix-Netzwerkkameras standardmäßig einen PC integriert haben, der die Auswertung und Verwaltung der Bilder sowie ihre Speicherung – Kamera-intern oder auf einem externen Server – eigenständig übernimmt. Hierbei können die Geräte so eingestellt werden, dass sie nur dann Bilder speichern, wenn ein so genanntes „Ereignis“ durch Bewegungen im Kamerabild ausgelöst wird. Dies spart Netzwerkkapazitäten. Die Aufnahmen können über jeden Standard-Webbrowser abgerufen werden. Auch die Administration der Geräte erfolgt mittels Browser. Hierdurch lassen sich die Kameras problemlos in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren.

 

„Mit den Netzwerkkameras von Mobotix können wir unseren Kunden eine optimale Lösung anbieten“, begründet Claus Jordan, Manager Sales & Marketing Industrial Applications bei Fritz & Macziol, die Entscheidung für die Geräte des Kaiserslauterer Unternehmens. Die Technologie habe die Verantwortlichen des Systemhauses durch ihre vielfältige Einsetzbarkeit und das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. „Zudem sind die Kameras wegen ihrer Robustheit und Wetterfestigkeit gerade für die raue Umgebung eines Steinbruchbetriebes sehr gut geeignet.“ Einen weiteren Vorteil sieht Jordan darin, dass jede Mobotix-Kamera eine eigene IP-Adresse besitzt: „So können wir uns von Ulm aus in die Kamera einwählen und bei Bedarf entsprechende Service-Leistungen erbringen beziehungsweise uns ein Bild der Situation vor Ort machen.“

 

Zuverlässige Helfer

 

Auch bei anderen Kunden der Grundstoff- und Schüttgut-Industrie sowie in Anwendungen fernab davon, zum Beispiel in der Baufortschritts-Dokumentation, setzt Fritz & Macziol die Mobotix-Kameras inzwischen ein. Die Kameras laufen dort ebenso zuverlässig wie im Kalkwerk Flandersbach. Entsprechend ist auch Rheinkalk-Versandleiter Karl-Otto Geruhn zufrieden: „Ein System, das ich kaum wahrnehme, weil es alle Anforderungen erfüllt und einfach problemlos funktioniert, ist immer ein gutes System.“

 

 

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<< Infobox: Verwendete Hardware bei der Rheinkalk GmbH, Werk Flandersbach >>

 

Kameras:

2 M1M-IT DUAL Kameras

 

Serverraum:

2 WIN2000-VAS®-Server mit Standard-Webbrowser sowie integrierte Visualisierungsapplikation in der

Versandsystem-Software VAS®

 

Arbeitsplätze:

4 WIN2000 VAS®-Arbeitsplätze mit Standard-Webbrowser sowie integrierte Visualisierungsapplikation in der Versandsystem-Software VAS®

 

Verbindung:

Kameras im kundenseitigen 100Mbit-Netzwerk zur Werksüberwachung des Ein/Ausfahrtsbereichs und zum Archivieren und Zuordnen der Bilder zu den zugehörigen Lieferscheinen im VAS®.

 

Stromversorgung:

Mobotix-Netzteile

 

<< Infobox: Mobotix AG >>

 

Hauptsitz:

MOBOTIX AG

Luxemburger Straße 6

D-67657 Kaiserslautern

Tel.: +49-631-3033-111

Fax: +49-631-3033-190

Internet: www.mobotix.com

 

Niederlassungen:

Columbia, South Carolina (USA)

 

Vorstand und Gründer:

Dr. Ralf Hinkel, Diplom-Informatiker

 

Mitarbeiter:

zirka 60 in Deutschland und 4 in USA

 

Umsatzentwicklung:2003:

Umsatzwachstum von 103 Prozent (bei einem Exportanteil von 45 Prozent)

2004: geplanter Umsatz von elf Millionen Euro

Die Gewinnzone wurde bereits im letzten Quartal 2002 erreicht.

 

Installationen:

Rund 30.000 installierte Netzwerkkamera-Systeme

 

Vertrieb:

Indirekter Vertrieb über zertifizierte Secure-Partner und den Fachhandel

 

 

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