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Sie sehen den Artikel: Wenn selbst die Kripo überrascht ist. Veröffentlicht am: 17.05.2004
 
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Anwenderbericht

 

Wenn selbst die Kripo überrascht ist

 

Wechselseitiges Vertrauen, Kundennähe und eine enge Beziehung zu den Einrichtungen der kommunalen Verwaltung – auf diesen Säulen ruht die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der Stadtsparkasse Kaiserslautern. Das lokale Engagement spielt dabei eine wichtige Rolle für das Institut. Mit umfangreichen Maßnahmen zur Wirtschafts- und Strukturförderung und zur Unterstützung des Gemeinwohls engagiert sich die Sparkasse für die Stadt. Sie fördert Projekte karitativer Einrichtungen, die Jugendarbeit, Sportereignisse, wissenschaftliche Forschungsvorhaben und kulturelle Ver­anstaltungen. Besonderen Wert legt die Sparkasse auch auf kompetente Beratung und persönliche Betreuung der Kunden. 20 Geschäftsstellen und sieben Selbstbedienungs-Einrichtungen sorgen flächendeckend in der gan­zen Stadt für kurze Wege und einen schnellen Service. Um den Kunden ein attraktives und sicheres Umfeld für Geldgeschäfte zu bieten, wurde das Gebäude der Hauptgeschäftsstelle in den Jahren 2002/2003 von Grund auf modernisiert und umgestaltet. Dazu realisierte man unter anderem ein völlig neues Sicherheitskonzept mit einem Kameraüberwachungssystem des ortsansässigen Herstellers Mobotix.

 

Ein neues Sicherheitskonzept muss her

 

"Als wir im Jahr 2001 mit den Planungen zur Umgestaltung der Hauptgeschäftsstelle begannen, dachten wir auch über eine bessere Überwachungslösung nach", berichtet Werner Stumpf, Vorstand der Stadtsparkasse Kaiserslautern. Die Berufsgenossenschaft (BG) fordert lediglich eine Kameraüberwachung der Kassenschalter. "Aber uns reichte das nicht aus", so Stumpf. "Wir wollten bei einem Überfall auch das Tat-Umfeld besser dokumentieren können. Außerdem sollten weitere Kameras den Objektschutz verbessern, IT- und andere Technik-Räume sowie den Kundentresor überwachen."

 

Mit den bislang üblichen Überwachungs-Kameras waren diese Ziele nicht zu erreichen, da sie lediglich für eine Überfall-Situation im Kassenbereich konzipiert und ziemlich umständlich und teuer in der Wartung sind. "Damals machte uns Oberbürgermeister Bernhard J. Deubig als Vorsitzender des Verwaltungsrats auf eine Neuentwicklung eines Kaiserslauterer Unternehmens aufmerksam", erinnert sich Werner Stumpf. "So kamen wir in Kontakt mit der Firma Mobotix, die uns ihre Netzwerk-Kamera präsentierte.“ Überzeugende Argumente für die Mobotix-Kamera waren die einfache Bedienung und der Kostenaspekt – die Banking-Version der Kamera ist ab 1299 Euro erhältlich.

 

Mobotix entwickelte eigens eine Banking-Kamera

 

Einziger Wermutstropfen: Die Geräte der Firma Mobotix hatten bis dato keine Zulassung nach UVV-Kassen (Unfallverhütungsvorschriften Kassen), wie dies vom Verband der Berufsgenossenschaft für Banken und Kreditinstitute mit Kassenschaltern gefordert wird. Hier schuf Mobotix Abhilfe. Das Unternehmen entwickelte eigens für die Kassenschalter eine neue Version: die Banking-Kamera. Sie verfügt über zwei Alarm- sowie einen Verdachtsspeicher. So kann der Kassierer in einer verdächtigen Situation oder bei einem tatsächlichen Überfall einen besonderen Vorgang auslösen. Die mit Hilfe eines integrierten Ringspeichers permanent aufgezeichneten Bilder werden dann jeweils 15 Minuten vor und nach dem Alarm gemäß den BG-Bestimmungen speziell geschützt. Diese Sequenzen lassen sich auch direkt auswerten.

 

Die Mobotix-Kamera funktioniert ohne zusätzliche Steuerungs-Software und kann bequem über einen Internet-Browser bedient werden. "Wir mussten allerdings noch eine individuelle Konfiguration für die Administration sämtlicher Banking- und Überwachungs-Kameras entwickeln", ergänzt der Bereichsleiter Organisation der Stadtsparkasse, Michael Valk, und weist damit auf ein typisches Mobotix-Prinzip hin: Das Unternehmen konzentriert sich zwar auf die permanente Weiterentwicklung seiner Lösung – diese ist jedoch zudem so einfach konstruiert, dass auch der Anwender problemlos eine eigene Konfiguration realisieren kann.

 

Thomas Koob, Mitarbeiter des IT-Bereichs der Sparkasse, entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Mobotix ein spezielles Konzept für das Geldinstitut: Er richtete pro Geschäftsstelle einen zusätzlichen Server für die Banking-Kameras ein. Diese physikalisch getrennten Subnetze in jeder Filiale garantieren, dass im Alarmfall die Kameras weiterhin funktionsfähig bleiben und Bilder aufgezeichnet werden, auch wenn das allgemeine Sparkassen-Netz überlastet sein sollte. Im normalen Betrieb ist die Kamera dank eines mehrstufigen Firewall-Konzepts per Gateways auch über das allgemeine Datennetz des Instituts bedienbar. Dadurch können die Verantwortlichen die einzelnen Geräte zentral verwalten und warten, Livebilder abrufen sowie kontinuierlich Verfügbarkeit und Status des Überwachungssystems kontrollieren. Durch das automatische Diagnose­system, das Fehlermeldungen automatisch an die Administratoren verschickt, können Störungen schnell identifiziert und beseitigt werden.

 

Mehr als nur das Vergehen im Blick

 

"Für uns sind die Vorteile des neuen Systems offensichtlich", erklärt Sparkassen-Vorstand Werner Stumpf. "Bei einem Überfall wird nicht nur die Tat selbst aufgezeichnet, sondern auch die Vorgänge im Umfeld.“ Im Vergleich zu früher liefert das Überwachungssystem mehr und bessere Bilder, die wesentlich schneller verfügbar sind. Darüber hinaus ist die Kamera auch ohne weiteres zur Überwachung von anderen Objekten wie IT-, Technik- und Tresorräumen einsetzbar.

 

Eine erste Feuerprobe haben die Überwachungskameras bereits hinter sich. Das System zeichnete an einem Geldautomaten einen Kartenbetrug auf. Thomas Koob erinnert sich noch an die positive Reaktion der Kripo auf die sofort verfügbaren Täter-Fotos: "Die Polizisten waren erstaunt über die Qualität der Bilder, die sie gleich für die Täter-Fahndung einsetzen konnten."

 

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Anforderungen an Videokameras nach UVV-Kassen

 

Digitales Bildaufzeichnungs-System

Hochauflösende Farbkamera

Permanente Speicherung der in den letzten 15 Minuten vor dem Alarmfall gelieferten
Bilder mit jeweils einem Bild pro Sekunde (Ringspeichertechnik)

Aufnahme und Speicherung von mindestens zwei Bildern pro Sekunde für mindestens
15 Minuten nach dem Alarmfall

 

Technische Daten der Mobotix-Netzwerkkamera M1-Banking

 

Größe: ca. 14 x 14 x 14 cm (B x H x T)

Leistungsaufnahme: 2,5 Watt

Bildwandler: ein/zwei voll digitale Farb-CMOS Bildsensoren von Hewlett Packard mit
640 x 480 Punkten Auflösung

Prozessor: Intel™ Embedded CPU mit 235 MIPS (Strongarm SA 1110)

Betriebssystem: Standard-Linux-Betriebssystem (Linux TM)

Benutzerschnittstelle mit Web-Browser-Technologie ohne Software-Installation

8-MByte-Flashspeicher

Anschluss:

ISDN: am S0-Bus des NTBA (Netzabschlussgerät für Basisanschluss) oder der Telekommunikationsanlage

Netzwerk: direkt am Ethernet-Anschluss des Computers, am Switch/Hub des lokalen Netzwerks (LAN), am Ethernet-Port eines Internet-Kabelmodems oder am Ethernet-Port eines Wireless-LAN-Moduls Kommunikation mit der Kamera: über das TCP/IP-Protokoll

Stromversorgung: über das Netzteil, über das ISDN-Datenkabel (sofern der NTBA mit Netzspannung versorgt ist) oder durch Fernspeisung (Einspeisung der Spannung über das Datenkabel, Adapter erforderlich)

Speicher: 64 MByte Hauptspeicher (RAM), von dem bis zu 30 Megabyte als Bildspeicher ausgewiesen werden können

Zusätzlicher Verdachtsspeicher für ca. 3.500 Verdachtsfälle mit jeweils 11 Bildern (speziell für Banking-Anwendungen)

Internet-Zugang: selbständige Einwahl über ISDN, über einen Router mit Internet-Zugang, über einen lokalen Computer mit ISDN- und/oder LAN-Karte, über ein Kabelmodem (DSL, Standleitung,...) oder mit einem GSM-Modul (nicht im Lieferumfang enthalten)

 


Fotomaterial:

 

Außenaufnahme Sparkasse:

„Im Zuge der Modernisierung ihrer Hauptgeschäftsstelle hat die Stadtsparkasse Kaiserslautern auch ein neues Sicherheitskonzept eingeführt.“

 

Aufnahme Eingang der Sparkasse:

„Alles gläsern, alles sicher. Im Inneren der Bank wacht das neue Kameraüberwachungssystem des Kaiserslauterer Herstellers Mobotix.“

 

Screenshot Kassenschalter:

„Gegenlicht stellt für die Kamera kein Problem dar.“

 

Aufnahme Kameras bei Schließfächern:

„Die Kameras sorgen dafür, dass niemand unbemerkt zum Kundentresor gelangt.“

 

Aufnahme Geldautomat:

„An einem solchen Automaten zeichnete die Kamera bereits einen Kartenbetrug auf. Die Bildqualität überraschte selbst die Polizei.“

 

 

 

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27.05.2003
Anwendung: Sparkasse Kaiserslautern
Per Web-Browser zeigt die Kamera an, wer in der Bank ein- und ausgeht
 
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