Anwenderbericht
Wenn selbst die Kripo überrascht ist
Wechselseitiges Vertrauen, Kundennähe und eine enge
Beziehung zu den Einrichtungen der kommunalen Verwaltung – auf diesen
Säulen ruht die erfolgreiche Geschäftstätigkeit der
Stadtsparkasse Kaiserslautern. Das lokale Engagement spielt dabei eine wichtige
Rolle für das Institut. Mit umfangreichen Maßnahmen zur Wirtschafts-
und Strukturförderung und zur Unterstützung des Gemeinwohls engagiert
sich die Sparkasse für die Stadt. Sie fördert Projekte karitativer
Einrichtungen, die Jugendarbeit, Sportereignisse, wissenschaftliche
Forschungsvorhaben und kulturelle Veranstaltungen. Besonderen Wert legt
die Sparkasse auch auf kompetente Beratung und persönliche Betreuung der
Kunden. 20 Geschäftsstellen und sieben Selbstbedienungs-Einrichtungen
sorgen flächendeckend in der ganzen Stadt für kurze Wege und
einen schnellen Service. Um den Kunden ein attraktives und sicheres Umfeld
für Geldgeschäfte zu bieten, wurde das Gebäude der
Hauptgeschäftsstelle in den Jahren 2002/2003 von Grund auf modernisiert
und umgestaltet. Dazu realisierte man unter anderem ein völlig neues
Sicherheitskonzept mit einem Kameraüberwachungssystem des
ortsansässigen Herstellers Mobotix.
Ein neues Sicherheitskonzept muss her
"Als wir im Jahr 2001 mit den Planungen zur Umgestaltung
der Hauptgeschäftsstelle begannen, dachten wir auch über eine bessere
Überwachungslösung nach", berichtet Werner Stumpf, Vorstand der
Stadtsparkasse Kaiserslautern. Die Berufsgenossenschaft (BG) fordert lediglich
eine Kameraüberwachung der Kassenschalter. "Aber uns reichte das
nicht aus", so Stumpf. "Wir wollten bei einem Überfall auch das
Tat-Umfeld besser dokumentieren können. Außerdem sollten weitere
Kameras den Objektschutz verbessern, IT- und andere Technik-Räume sowie
den Kundentresor überwachen."
Mit den bislang üblichen Überwachungs-Kameras waren
diese Ziele nicht zu erreichen, da sie lediglich für eine
Überfall-Situation im Kassenbereich konzipiert und ziemlich
umständlich und teuer in der Wartung sind. "Damals machte uns
Oberbürgermeister Bernhard J. Deubig als Vorsitzender des Verwaltungsrats
auf eine Neuentwicklung eines Kaiserslauterer Unternehmens aufmerksam",
erinnert sich Werner Stumpf. "So kamen wir in Kontakt mit der Firma
Mobotix, die uns ihre Netzwerk-Kamera präsentierte.“
Überzeugende Argumente für die Mobotix-Kamera waren die einfache
Bedienung und der Kostenaspekt – die Banking-Version der Kamera ist ab
1299 Euro erhältlich.
Mobotix entwickelte eigens eine Banking-Kamera
Einziger Wermutstropfen: Die Geräte der Firma Mobotix
hatten bis dato keine Zulassung nach UVV-Kassen
(Unfallverhütungsvorschriften Kassen), wie dies vom Verband der
Berufsgenossenschaft für Banken und Kreditinstitute mit Kassenschaltern
gefordert wird. Hier schuf Mobotix Abhilfe. Das Unternehmen entwickelte eigens
für die Kassenschalter eine neue Version: die Banking-Kamera. Sie
verfügt über zwei Alarm- sowie einen Verdachtsspeicher. So kann der
Kassierer in einer verdächtigen Situation oder bei einem tatsächlichen
Überfall einen besonderen Vorgang auslösen. Die mit Hilfe eines
integrierten Ringspeichers permanent aufgezeichneten Bilder werden dann jeweils
15 Minuten vor und nach dem Alarm gemäß den BG-Bestimmungen speziell
geschützt. Diese Sequenzen lassen sich auch direkt auswerten.
Die Mobotix-Kamera funktioniert ohne zusätzliche
Steuerungs-Software und kann bequem über einen Internet-Browser bedient
werden. "Wir mussten allerdings noch eine individuelle Konfiguration
für die Administration sämtlicher Banking- und Überwachungs-Kameras
entwickeln", ergänzt der Bereichsleiter Organisation der
Stadtsparkasse, Michael Valk, und weist damit auf ein typisches Mobotix-Prinzip
hin: Das Unternehmen konzentriert sich zwar auf die permanente
Weiterentwicklung seiner Lösung – diese ist jedoch zudem so einfach
konstruiert, dass auch der Anwender problemlos eine eigene Konfiguration
realisieren kann.
Thomas Koob, Mitarbeiter des IT-Bereichs der Sparkasse,
entwickelte in enger Zusammenarbeit mit Mobotix ein spezielles Konzept für
das Geldinstitut: Er richtete pro Geschäftsstelle einen zusätzlichen
Server für die Banking-Kameras ein. Diese physikalisch getrennten Subnetze
in jeder Filiale garantieren, dass im Alarmfall die Kameras weiterhin
funktionsfähig bleiben und Bilder aufgezeichnet werden, auch wenn das
allgemeine Sparkassen-Netz überlastet sein sollte. Im normalen Betrieb ist
die Kamera dank eines mehrstufigen Firewall-Konzepts per Gateways auch
über das allgemeine Datennetz des Instituts bedienbar. Dadurch können
die Verantwortlichen die einzelnen Geräte zentral verwalten und warten,
Livebilder abrufen sowie kontinuierlich Verfügbarkeit und Status des
Überwachungssystems kontrollieren. Durch das automatische Diagnosesystem,
das Fehlermeldungen automatisch an die Administratoren verschickt, können
Störungen schnell identifiziert und beseitigt werden.
Mehr als nur das Vergehen im Blick
"Für uns sind die Vorteile des neuen Systems
offensichtlich", erklärt Sparkassen-Vorstand Werner Stumpf. "Bei
einem Überfall wird nicht nur die Tat selbst aufgezeichnet, sondern auch
die Vorgänge im Umfeld.“ Im Vergleich zu früher liefert das
Überwachungssystem mehr und bessere Bilder, die wesentlich schneller
verfügbar sind. Darüber hinaus ist die Kamera auch ohne weiteres zur
Überwachung von anderen Objekten wie IT-, Technik- und Tresorräumen
einsetzbar.
Eine erste Feuerprobe haben die Überwachungskameras
bereits hinter sich. Das System zeichnete an einem Geldautomaten einen
Kartenbetrug auf. Thomas Koob erinnert sich noch an die positive Reaktion der
Kripo auf die sofort verfügbaren Täter-Fotos: "Die Polizisten
waren erstaunt über die Qualität der Bilder, die sie gleich für
die Täter-Fahndung einsetzen konnten."
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Anforderungen an Videokameras nach UVV-Kassen
Digitales Bildaufzeichnungs-System
Hochauflösende Farbkamera
Permanente Speicherung der in den letzten 15 Minuten vor dem
Alarmfall gelieferten
Bilder mit jeweils einem Bild pro Sekunde (Ringspeichertechnik)
Aufnahme und Speicherung von mindestens zwei Bildern pro
Sekunde für mindestens
15 Minuten nach dem Alarmfall
Technische Daten der Mobotix-Netzwerkkamera M1-Banking
Größe: ca. 14 x 14 x 14 cm (B x H x T)
Leistungsaufnahme: 2,5 Watt
Bildwandler: ein/zwei voll digitale Farb-CMOS Bildsensoren
von Hewlett Packard mit
640 x 480 Punkten Auflösung
Prozessor: Intel™ Embedded CPU mit 235 MIPS (Strongarm
SA 1110)
Betriebssystem: Standard-Linux-Betriebssystem (Linux TM)
Benutzerschnittstelle mit Web-Browser-Technologie ohne
Software-Installation
8-MByte-Flashspeicher
Anschluss:
ISDN: am S0-Bus des NTBA (Netzabschlussgerät für
Basisanschluss) oder der Telekommunikationsanlage
Netzwerk: direkt am Ethernet-Anschluss des Computers, am
Switch/Hub des lokalen Netzwerks (LAN), am Ethernet-Port eines
Internet-Kabelmodems oder am Ethernet-Port eines Wireless-LAN-Moduls Kommunikation
mit der Kamera: über das TCP/IP-Protokoll
Stromversorgung: über das Netzteil, über das
ISDN-Datenkabel (sofern der NTBA mit Netzspannung versorgt ist) oder durch
Fernspeisung (Einspeisung der Spannung über das Datenkabel, Adapter
erforderlich)
Speicher: 64 MByte Hauptspeicher (RAM), von dem bis zu 30
Megabyte als Bildspeicher ausgewiesen werden können
Zusätzlicher Verdachtsspeicher für ca. 3.500
Verdachtsfälle mit jeweils 11 Bildern (speziell für
Banking-Anwendungen)
Internet-Zugang: selbständige Einwahl über ISDN,
über einen Router mit Internet-Zugang, über einen lokalen Computer
mit ISDN- und/oder LAN-Karte, über ein Kabelmodem (DSL, Standleitung,...)
oder mit einem GSM-Modul (nicht im Lieferumfang enthalten)
Fotomaterial:
Außenaufnahme Sparkasse:
„Im Zuge der Modernisierung ihrer
Hauptgeschäftsstelle hat die Stadtsparkasse Kaiserslautern auch ein neues
Sicherheitskonzept eingeführt.“
Aufnahme Eingang der Sparkasse:
„Alles gläsern, alles sicher. Im Inneren der Bank
wacht das neue Kameraüberwachungssystem des Kaiserslauterer Herstellers
Mobotix.“
Screenshot Kassenschalter:
„Gegenlicht stellt für die Kamera kein Problem
dar.“
Aufnahme Kameras bei Schließfächern:
„Die Kameras sorgen dafür, dass niemand unbemerkt
zum Kundentresor gelangt.“
Aufnahme Geldautomat:
„An einem solchen Automaten zeichnete die Kamera
bereits einen Kartenbetrug auf. Die Bildqualität überraschte selbst
die Polizei.“