zurück Meldungen Artikel Bilder Viten Mappen Termine Kontakte Service Suche Start


Sie sehen den Artikel: Industrie-Backgrounder: So wird die Kamera verwendet. Veröffentlicht am: 21.07.2003
 
Web-Vorlage

Hintergrundinformationen

 

Die Mobotix-Kamera im Einsatz in der Industrie

 

Die Netzwerkkamera von Mobotix ist mehr als nur eine einfache Kamera. Ausgestattet mit Netzwerkschnittstelle, Sensorik, Videoauswertungseinheit, ISDN-Wähl- und Audiofunktionen und Langzeitspeicherung dient sie neben ihrem Einsatz als Webcam oder in der klassischen Sicherheitstechnik auch als komplettes Überwachungs- und Fernwartungsgerät in der Industrie. Einsatzgebiete sind hier zum einen die Fernüberwachung oder Langzeitaufzeichnung von Prüfständen, Fertigungsmaschinen, Kläranlagen oder anderen industriellen Einrichtungen. Zum anderen übernimmt die Kamera aber auch kleinere Anwendungen wie Fernbeobachtung von Displays, Aufzeichnung von Messwerten, Videoüberwachung von Überstrom-LEDs (Light Emitting Diode) eines Netzteils sowie Alarmsignalisierung eines Ereignisses per Telefon oder E-Mail.  

 

Industrietauglich: das technische Grundgerüst der Kamera

 

In der wetterfesten und IP65-zertifizierten Kamera sind alle Funktionen zur Fernwartung direkt im Gerät integriert. Weitere Software-Installationen oder ein FTP-Programm (File Transfer Protocol) auf dem Fileserver  sind selbst bei einer Langzeitspeicherung über Netzwerk nicht notwendig. Um in großen Netzwerken und Industrieanwendungen der Kompatibilität und den Sicherheitsstandards Rechnung zu tragen, wurde bei der Kamera auf Browser-Plug-Ins, insbesondere auf ActiveX, verzichtet. Die Ausrüstung mit Standardschnittstellen und Protokollen (TCP/IP, HTTP, FTP, PPP, E-Mail) ermöglicht die Anbindung der Kamera über Ethernet, WLAN, ISDN, DSL, GSM/GPRS und Modem. Der Abruf von Live-Bildern und die Einstellung der Parameter erfolgt benutzerfreundlich über einen Standard-Webbrowser.

 

Und so wird die Kamera in der Industrie verwendet...

                 

Hier spricht und handelt die Kamera – Beispiel Heizungszentrale

 

Funktioniert die Heizungsanlage nicht richtig, hat dies schnell gravierende Konsequenzen für den ganzen Industriebetrieb. Daher sind Alarmsignalisierung und Schadensbehebung in einer Heizungszentrale eine zeitkritische Angelegenheit. Per E-Mail oder per Telefon meldet die installierte Netzwerkkamera Störfälle.  Der jeweilige Benachrichtigungsweg ist per Profildefinition vereinbart. Beim Telefonieprofil können Anruflisten mit mehreren Nummern belegt werden, die die Kamera nacheinander solange antelefoniert, bis eine Person erreicht wird. Damit die Mailbox nicht zum Problem wird, muss der Gesprächsteilnehmer zur Bestätigung des Anrufs eine PIN-Nummer eingeben. Andernfalls wird die nächste Person auf der Liste angerufen.

 

Störungen im Heizbetrieb werden der Kamera per Schalteingang von der Heizungssteuerung mitgeteilt. Dank der seriellen Schnittstelle  können von der Ferne aus über Netzwerk oder Internet gegebenenfalls die Parameter der Heizungssteuerung geändert, Fehler beseitigt und die Heizungssteuerung neu gestartet werden­.

 

Stau auf dem Förderband? Die Kamera sieht alles

                 

Ausfälle eines Förderbands oder Produktionsstaus sind ebenso lästig wie teuer.  Als elektronischer Aufpasser benachrichtigt die Mobotix-Kamera beim Eintreten solcher Ereignisse den Technikraum. Am Fließband sendet ein Signalgeber alle zehn Zentimeter beziehungsweise alle zwei Sekunden ein Schaltsignal. Dieses wird am Schalteingang der Kamera gefiltert und so eingestellt, dass innerhalb von zehn Sekunden mindestens drei Gebersignale gezählt werden müssen. Andernfalls handelt es sich um einen Ausfall, bei dem eine Alarm-E-Mail versendet und per Schaltausgang eine Hupe aktiviert wird. Mittels Videodetektion überwacht die Kamera zudem Bewegungen am Rand des Förderbands und löst bei quer stehenden Förderteilen einen zusätzlichen Alarm aus.

 

Statt wunder Füße – Virtueller Kontroll-Rundgang im Klärwerk 

 

Die Überwachung eines Klärwerks mit mehreren Außenstellen bedeutet unter anderem einen zweimal täglichen Rundmarsch zu Rückhaltebecken und Sandfang. Durch zwei Kameras in jeder Außenstelle kann dieser Rundgang auch virtuell durchgeführt werden. Über einen ISDN-Router wählt sich der zuständige Mitarbeiter vom Netzwerk des Kontrollraums aus in die verschiedenen Kameras ein, deren IP-Adressen komfortabel auf einer Html-Seite mit Lageplan aufgezeigt sind. Bei Wartungsarbeiten kann über die integrierte Audioverbindung per Telefonanruf zur Kamera auch mit Personen vor Ort gesprochen werden. Alarmmeldungen der Kläranlagensteuerung werden per Schalteingang und Telefonanruf mit Audioansage an die Zentrale weitergeleitet. Zur Dokumentation versendet die Kamera zusätzlich eine E-Mail.

 

Die Kamera als Sherlock Holmes – Kontrolle des Technikraums

                 

Um in Aufzügen neben technischen Störungen auch Sabotage auszuschließen, kann per Kamera der Aufzugskontrollraum auf Fremdeinwirkungen überwacht werden. Mit ihrem passiven Infrarot-Sensor detektiert die Kamera Bewegungen im Raum und leitet die entsprechenden Aufnahmen über eine ISDN-Telefonleitung auf eine vordefinierte Website  weiter. Hierzu wählt sich die Kamera selbst über ISDN ins Internet ein. Gleichzeitig meldet sie per Telefonanruf das Betreten des Technikraums der Zentrale des Aufzugsherstellers. Der Techniker kann dann  die Kamera mit einem Telefonanruf dazu veranlassen, sich über den zweiten Kanal der ISDN-Leitung ins Internet einzuwählen. Die dabei vom Provider zugeteilte dynamische IP-Adresse (Internet Protocol) wird dem Anrufer per Sprachausgabe mitgeteilt. Nach ihrer Eingabe im Browser des PCs sind alle Kamerafunktionen und Bilder abrufbar. Zusätzlich kann der Techniker von einem Mobiltelefon aus über die Kamera eine Gegensprechverbindung mit Personen vor Ort aufbauen.

 

Risse in der Mauer – Die Kamera dokumentiert ihr Entstehen

 

Höhenbewegungen des Geländes unter Industriehallen können zu Rissen im Mauerwerk führen, die genauerer Beobachtungen bedürfen. Ein Laserpunkt soll Veränderungen im Gemäuer über einen längeren Zeitraum dokumentieren. Die Kamera, die an der dem Lasermodul gegenüberliegenden Wand montiert ist, zeichnet die Bewegung des Laserpunktes auf einer Skala stündlich auf und dokumentiert so etwaige Abweichungen. Über ein systemfähiges Thermometer und die serielle Schnittstelle der Kamera wird auch die Außentemperatur in jedem Bild registriert. So können bei der Analyse der Bilder auch die Witterungsverhältnisse berücksichtigt werden.

                 

Pausenloser Wächter – Langzeiteinsatz an einem Prüfstand

                 

Drei Monate lang soll bei einem Prüfstand  alle 15 Minuten ein Bild des gesamten Stands und eine Detailaufnahme gespeichert werden. Da können Speicher schnell voll werden. Ein JPEG-Farbbild (Joint Photographic Experts Group) der Mobotix-Kamera benötigt bei 640 x 480 Punkten nur etwa 60 Kilobyte Speicherplatz; ein Doppelbild aus Tele- und Weitwinkelobjektiv entsprechend rund 120 Kilobyte. Drei Tage lang kann die Kamera die Bilder bei dieser Größe sogar intern speichern. Zur Langzeitspeicherung legt sie ohne zusätzliche Software-Installation die Bilddaten über das Netzwerk in Form eines Ringpuffers auf einem PC ab. Die dreimonatige Aufzeichnung belegt dabei lediglich ein Gigabyte. Zur Archivierung der Versuchsreihe kann diese von der Kamera als TAR-Datei komprimiert, auf jeden geeigneten Computer herunter geladen, wieder ausgepackt und mit dem integrierten Offline-Player per Browser abgespielt werden. Sonderereignisse kann die SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) über den Schalteingang der Kamera auch zusätzlich mit Vor- und Nachalarmbildern aufzeichnen.

 

 

html>
 

Diesen Artikel als PDF-Datei downloaden  

 

 

 
Zu diesem Artikel ist derzeit kein Bild vorhanden
 
Zu diesem Artikel ist derzeit keine Vita vorhanden