Hintergrundinformation giropay:
Sicherheitsaspekte beim E-Commerce
Sicherheit im E-Commerce
Immer mehr Internet-Nutzer erledigen ihre Bankgeschäfte
online oder kaufen im Web ein. Doch die neuen Möglichkeiten locken auch
Betrüger an. Phishing und Trojaner sind Begriffe, die in der letzten Zeit in
den Schlagzeilen zu lesen waren. Umso wichtiger ist es, den
E-Commerce abzusichern, damit die Kunden auch in Zukunft das Internet für ihre
Geschäfte nutzen werden. Zum Beispiel setzen Unternehmen und Banken auf sichere
Online-Bezahlsysteme. Mit giropay etablieren die Postbank, die
Sparkassen-Finanzgruppe sowie die IT-Dienstleister der Volksbanken und
Raiffeisenbanken, die FIDUCIA IT AG und die GAD eG, einen neues und sicheres
Bezahlverfahren für Transaktionen im Internet.
Begriffe wie Phishing und Pharming waren vor zwei Jahren noch
unbekannt. Mittlerweile gehören sie zum festen Sicherheits-Vokabular von Medien
und Verbrauchern. Die Kunstwörter bezeichnen die Absicht von Betrügern, an die
geheimen Zugangsdaten von Online-Banking-Kunden zu gelangen. Die Banken haben
darauf reagiert und weisen ihre Kunden auf entsprechende Sicherheitsmechanismen
hin. Wer sie beachtet, erledigt seine Bankgeschäfte sicher und ist auch im
E-Commerce geschützt.
Mit so genannten Phishing-Mails versuchen die Täter, Kunden
auf gefälschte Webseiten zu locken und sie dazu zu verleiten, beispielsweise
ihre PIN und TAN preiszugeben. Beim Pharming installiert sich ein schädliches
Programm wie ein Trojaner unbemerkt auf einem ungeschützten Rechner und
manipuliert die Internet-Adresse im Browser. So kann der Kunde ebenfalls auf
einer gefälschten Webseite landen, ohne es zu bemerken. Gegen beide
Betrügereien kann man sich jedoch schützen. Wer nicht auf betrügerische E-Mails
reagiert und die Echtheitsmerkmale der Bankseiten kontrolliert, kann sicher
sein, dass er seine Daten nicht in fremde Hände gibt. Ein Virenscanner, eine
Firewall sowie eine kontinuierliche Aktualisierung des Betriebssystems sorgen
dafür, dass sich keine Schadprogramme unbemerkt auf dem Kundenrechner
installieren können.
Das Wichtigste: Sicher bezahlen
Kunden möchten heute flexibel und bequem ihre Bankgeschäfte
erledigen und im Internet einkaufen. Daher nutzen sie bevorzugt einen
Benutzernamen mit Passwort oder das PIN-/TAN-Verfahren. Kunden können damit
bequem ihre Bankgeschäfte erledigen – via Handy sogar mobil. Die Banken
verbessern ständig das beliebte Verfahren und gehen dazu über, dass der Nutzer
die TAN nicht mehr selbst auswählen kann. Dazu gehören die iTAN (indizierte
TAN) sowie die mTAN, die mobile TAN. Bei Nutzung von Smart-TAN wird die
VR-Bankcard, die EC-Karte der Volksbanken und Raiffeisenbanken, in ein
Kartenlesegerät eingelegt. Das Gerät errechnet eine TAN-Nummer, die solange
gültig ist, bis eine neue TAN generiert und verwendet wurde.
Auf diese anerkannt hohen Sicherheitsstandards setzen die
Postbank, die Sparkassen-Finanzgruppe und die IT-Dienstleister der Volksbanken
und Raiffeisenbanken FIDUCIA IT AG und GAD eG im Rahmen einer Kooperation, aus
der das Online-Bezahlverfahren giropay entstanden ist. giropay ist so sicher
wie das Online-Banking und dabei offen für neue am Markt etablierte und sichere
Verfahren. Die Gefahr durch Phishing- und Pharming-Angriffe wird durch
verschiedene Maßnahmen deutlich reduziert.
Folgende Merkmale zeichnen giropay aus:
1. giropay verwendet die bekannte URL aus dem Online-Banking,
beispielweise https://giropay.mein-kreditinstitut.de.
2. Die URL beim Bezahlvorgang mit giropay beginnt immer mit
„https://giropay. ...“
3. Diese URL ist nur aus einem Online-Shop oder aus einem
Zahlungsservice wie PayPal heraus erreichbar. Ein Bezahlvorgang mit giropay
kann nicht durch Eingabe der URL der giropay-Anwendung im Browser gestartet
werden.
4. Das Logo des Online-Verkäufers bzw. des Zahlungsservices
PayPal wird während des Bezahlvorgangs auf allen Seiten angezeigt.
5. Die Legitimationsdaten wie PIN und TAN werden auf
verschiedenen Seiten abgefragt und eingegeben.
6. Wenn ein Kreditinstitut weitere Sicherheitsmerkmale
verwendet wie die Anzeige der letzten verbrauchten TAN oder des Kundennamens,
werden diese auch von giropay eingesetzt.
7. Die Kaufdetails wie Empfänger, Betrag oder
Verwendungszweck werden automatisch und unveränderbar im Überweisungsträger
vorgegeben.
8. giropay verwendet eine SSL-128-Bit-Verschlüsselung für die
gesicherte Datenübertragung. Das ausgestellte Online-Zertifikat garantiert dem
Kunden, dass er ausschließlich mit dem Kreditinstitut kommuniziert. Sichtbar
wird diese sichere Verbindung durch ein kleines Schloss-Symbol, welches das
Zertifikat und den „Fingerabdruck“ des Instituts oder Unternehmens enthält.
Fehlende Zertifikate sind bereits erste Indikatoren für gefälschte Webseiten.
Der Kunde profitiert bei giropay nicht nur von zusätzlicher
Sicherheit, sondern kann beim Online-Shopping seine Ware in Zukunft auch
schneller erwarten. Schließt ein Kunde eine Bezahlung korrekt ab, bekommt der
Anbieter eine Autorisierungsnachricht von giropay mit einer Zahlungsgarantie.
Der Anbieter muss also nicht mehr auf den Eingang der Zahlung warten, sondern
kann die Ware direkt nach Erhalt dieser Nachricht versenden.
Tipps für sicheren E-Commerce
Wer verschiedene Sicherheitstipps beachtet, ist auch im
Internet bei Geschäften geschützt:
• Schützen Sie Ihren Rechner mit Virenscanner, Firewall und
aktualisiertem Betriebssystem vor Angriffen.
• Verwahren Sie Ihre Zugangsdaten immer so, dass niemand
außer Ihnen selbst auf sie zugreifen kann. Speichern Sie sie nie auf Ihrem
Rechner ab und teilen Sie sie niemandem mit.
• Aktivieren Sie die Sicherheitseinstellungen Ihres Browsers
und verschlüsseln Sie die Datenübertragung insbesondere bei WLAN-Verbindungen.
• Prüfen Sie die Vertrauenswürdigkeit eines Händlers, bevor
Sie ihm Ihre persönlichen Daten mitteilen.
• Achten Sie auf die Anbietertransparenz und vergewissern Sie
sich, dass Angaben zu Identität und Anschrift des Anbieters, Garantie- und
Gewährleistungsbedingungen, Warenbeschreibung und Preis der Ware sowie
Zahlungsmodalitäten leicht auffindbar sind.
• Achten Sie auf technische Sicherheit: Anbieter sollten eine
verschlüsselte Datenübertragung ermöglichen. Meist geschieht dies mit dem
Verschlüsselungsverfahren „SSL“. Erkenntlich ist dies an dem „https://“ in der
Adresszeile des Browsers.
• Prüfen Sie die Echtheit von Bankseiten anhand der korrekten
Adresse (URL) im Browser, dem Schlosssymbol mit der 128-Bit-Verschlüsselung und
dem SSL-Zertifikat.
Reagieren Sie nie auf E-Mails, die zur Eingabe der geheimen
Zugangsdaten auffordern. Diese E-Mails sind gefälscht und sollten direkt von
Ihnen gelöscht werden.
Informieren Sie sich im Internet auf Seiten von Verbraucherschutzverbänden,
privaten Vereinen, speziellen Diskussionsforen und Computerzeitschriften über
Händler, die Sie nicht kennen.
Wenn Sie an ein „schwarzes Online-Schaf“ geraten sind: Zeigen
Sie den Sachverhalt unverzüglich bei der Polizei an. Wenden Sie sich zusätzlich
an den Internet-Verband eco (www.eco.de)
oder an eine Verbraucherschutzzentrale in Ihrer Nähe. Eine Übersicht finden Sie
unter http://www.verbraucherzentrale.info/.
Weitere Informationen:
www.giropay.de