GAD-Aufsichtsrat hält an bisherigen Ergebnissen der
Sondierungsphase fest
Gespräche zwischen den Rechenzentralen GAD und FIDUCIA
werden vorerst ausgesetzt
Mit der VR-BankenService GmbH & Co. KG ist jetzt der
erste Dienstleister im genossenschaftlichen Verbund für die Bearbeitung von
marktnachgelagerten Serviceprozessen und Stabsfunktionen im Bankgeschäft
gestartet. Das von der Volksbank Detmold eG und der Volksbank Paderborn-Höxter
eG sowie der GAD eG und der WGZ BANK
AG gegründete Kompetenzzentrum übernimmt administrative Aufgaben für die beiden
Volksbanken in den Bereichen Zahlungsverkehr, Marktfolge Passiv, Revision und
Recht.
In seiner Sitzung am Donnerstag, den 2. März 2006, hat der
Aufsichtsrat der GAD eG entschieden, die Sondierungsgespräche mit der FIDUCIA
IT AG über eine Zusammenführung der beiden Unternehmen vorerst auszusetzen.
Die bisherigen Gespräche zwischen den genossenschaftlichen
Rechenzentralen waren Anfang Februar ins Stocken geraten. Der
FIDUCIA-Aufsichtsrat sah damals weiteren Klärungsbedarf in Bezug auf die
gemeinsam zwischen GAD und FIDUCIA erarbeiteten Rahmenbedingungen. Die
Vorschläge zur grundsätzlichen Ausrichtung der zukünftigen Unternehmensgruppe
mit einer zu gründenden Steuerungsgesellschaft am Standort Frankfurt sowie zur
anzustrebenden Parität bei der Gremienzusammensetzung waren in Frage gestellt
worden.
„Der Aufsichtsrat der GAD steht nach wie vor hinter den bisherigen Ergebnissen, die auf
Vorstandsebene zwischen GAD und FIDUCIA und auf der Ebene der
Aufsichtsratsvorsitzenden beider Häuser verhandelt worden sind und zum jetzigen
Zeitpunkt vorliegen. Eine Zusammenführung der Unternehmensgruppen halten wir
nach wie vor für sinnvoll. Allerdings nur dann, wenn das Konzept in seiner
Gesamtheit und mit den bislang vereinbarten Rahmenbedingungen realisiert
wird", betont der GAD-Aufsichtsratsvorsitzende Werner Cordes. Nur dadurch
könnten die Risiken beherrscht, die Stabilität der Dienstleistungen
gewährleistet sowie die Steuerungsfähigkeit und Identifikationskraft des
Unternehmens sichergestellt werden. „Derzeit ist für uns jedoch nicht
erkennbar, dass der Aufsichtsrat der FIDUCIA dem Konzept als Ganzes zustimmt.
Im Hinblick auf die Stabilität und die notwendige Kontinuität in strategischen
GAD-Projekten hat der Aufsichtsrat deshalb beschlossen, weitere Gespräche mit
der FIDUCIA so lange auszusetzen, bis die Gremien der FIDUCIA den Vorschlägen
der Sondierungsgruppe ebenfalls zugestimmt haben", so Cordes abschließend.
An einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit der FIDUCIA
hält die GAD jedoch fest. „Wir werden weiterhin partnerschaftlich und intensiv
innerhalb der Arbeitsgemeinschaft der genossenschaftlichen Rechenzentralen
(AGR) mit der FIDUCIA zusammen arbeiten. Auch das gemeinsame Ziel, die beiden
Unternehmensgruppen zusammenzuführen, behalten wir fest im Blick", betont
Anno Lederer, Vorstandsvorsitzender der GAD. Erst am 1. März 2006 hatten beide Häuser eine projektbezogene und partnerschaftliche
Zusammenarbeit mit dem kreditwerk - der größten deutschen Kreditfabrik für die
industrielle Bearbeitung von Krediten und Bausparprodukten - bekannt
gegeben.
Die Eckpfeiler des Konzeptes
Das vorliegende und gemeinsam zwischen dem Vorstand der GAD
und der FIDUCIA erarbeitete Konzept sieht eine Zusammenführung der
Rechenzentralen unter dem Dach einer gemeinsamen Steuerungsgesellschaft vor.
Die beiden Gesellschaften GAD und FIDUCIA sollen danach mit ihren
Kernfunktionen und Standorten erhalten bleiben. Als Sitz der
Steuerungsgesellschaft war wegen seiner zentralen Lage und seiner strategischen
Bedeutung als Finanzstandort Frankfurt am Main vorgesehen. Der Start der
Steuerungsgesellschaft war
ursprünglich für Ende 2006 mit rund 50 bis 70 Stellen geplant, die neben
Vorstand und zweiter Führungsebene auch einige operative Funktionen beinhalten
sollte. Die Gremien sollten paritätisch besetzt werden, um die Interessen der
jeweiligen Bankengruppen in den nächsten Jahren gleichgewichtig zur Geltung
kommen zu lassen. Im Bereich der FIDUCIA sind noch Konsolidierungsmaßnahmen aus
der Fusion mit der rbg umzusetzen.
Die Überlegungen, die IT-Verantwortung innerhalb des
genossenschaftlichen FinanzVerbundes weiter zu bündeln, sind an sich nicht neu.
Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft der genossenschaftlichen Rechenzentralen
(AGR) wurden schon vor rund drei Jahren die Optionen einer Intensivierung der
Zusammenarbeit diskutiert. In diesem Zusammenhang hatte die GAD bereits eine
Bündelung der IT-Interessen über die Gründung einer Holdingstruktur
vorgeschlagen, um stufenweise die Zusammenführung der genossenschaftlichen IT
zu realisieren.
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Weitere Informationen:
GAD eG
Bettina Kroll
Telefon: 0251 – 7133 2441
Beate Fenneker
Telefon: 0251 – 7133 1912
www.gad.de
Die GAD eG ist das IT-Kompetenzcenter für rund 470 Volks- und
Raiffeisenbanken, für die Zentralinstitute und weitere Unternehmen im
genossenschaftlichen FinanzVerbund sowie für Retailbankanwendungen im
deutschsprachigen Raum. Seit über 40 Jahren entwickelt die GAD zukunftsweisende
bankenspezifische IT-Lösungen von der Analyse und strategischen Beratung bis
zur technischen Umsetzung. Mit bank21 bietet die GAD eG ein einzigartiges
Bankenverfahren, das die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit von Banken
erhöht und auf zukünftige Marktanforderungen ausgerichtet ist. Darüber hinaus
entwickelt die GAD innovative Selbstbedienungs-Anwendungen für Bankkunden. Als
Rechenzentrum und IT-Dienstleister ist die GAD eG Outsourcing-Partner für
hochwertige und sichere Services.
Die GAD-Unternehmensgruppe vereint mit den Konzerntöchtern
ELAXY GmbH, GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mbH, Lucke EDV GmbH,
Ratiodata IT-Lösungen & Services GmbH, VR Netze GmbH und weiteren
Beteiligungen sämtliche IT-Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette von
Finanzinstituten und Unternehmen. Zu den Kunden der GAD zählen neben Banken und
Unternehmen aus dem genossenschaftlichen FinanzVerbund unter anderem die Conrad
Hinrich Donner Bank in Hamburg, Salzburg München Bank AG in München, FFS-Bank
Stuttgart und NordFinanz Bank AG, Bremen.
Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz
von rund 500 Millionen Euro.