WGZ-Bank führt bank21 ein
MÜNSTER. Die WGZ-Bank hat eine weit reichende Entscheidung
getroffen: Sie will ihr bisheriges DV-System ZIS
(Zentralbanken-Informationssystem) in den Feldern Aktiv- und Passivgeschäft,
Rechnungswesen / Meldewesen sowie Bilanzierung durch das neue Bankenverfahren
bank21 der GAD ersetzen.
„Unsere primären Ziele sind eine bessere Unterstützung
unserer verstärkten Vertriebsausrichtung und ein weiterer Ausbau unserer Unterstützungsleistung
für unsere Mitgliedsbanken durch die Nutzung der gleichen IT-Plattform. Deshalb
haben wir uns für die Einführung von bank21 entschieden“, erläutert Thomas
Ullrich, Vorstandsmitglied der WGZ-Bank.
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange: Bis Mitte 2005 soll
das Konzept für die Migration fertig gestellt sein und danach das
Umsetzungsprojekt starten. Themenschwerpunkte, an denen GAD und WGZ-Bank
aktuell gemeinsam arbeiten, sind insbesondere die Unterstützung des
Kreditprozesses und das Rechnungswesen / Meldewesen (speziell Bilanzierung nach
IFRS* [ehemals IAS]). (* International Financial Reporting Standards)
„In bank21 gibt es für den Kreditprozess bereits eine
fachliche und konzeptionelle Basis, auf der wir aufsetzen können. Allerdings
ist diese vorwiegend auf das Retailgeschäft ausgerichtet. Die WGZ-Bank als
Zentralbank hat aufgrund ihrer besonderen Rolle und aufgrund ihres
Schwerpunktes im gewerblichen Kreditgeschäft ganz spezielle Anforderungen, die
es zu berücksichtigen gilt. Für die Themen Rechnungswesen, Bilanzierung und
IFRS gibt es Lösungen der WGZ-Bank, die durch die GAD entwickelt wurden und auf
denen wir aufbauen können“, unterstreicht GAD-Vorstandsvorsitzender Anno
Lederer.
Für die Zentralbank wichtige und charakteristische Aufgaben
seien neben der traditionellen Unterstützungsfunktion im Zahlungsverkehr und
Wertpapiergeschäft z.B. die Abwicklung des Fördermittelgeschäftes, der
Geldhandel oder das Eigengeschäft als Handelshaus. Aus vertrieblicher Sicht sei
hier insbesondere die Kundenverwaltung ein zentraler Aspekt. Für die Definition
der Rollen (Kontrahenten / Agenten) beim Geld- und Kapitalmarktgeschäft und die
komplexe Darstellung von Limitstrukturen soll es in bank21 ebenfalls eine
besondere Lösung für die WGZ-Bank geben.
Anno Lederer dazu weiter: „Wir planen, für diese besonderen
Aufgaben Spezialmodule auf Basis der bank21-Architektur zu entwickeln und zu
integrieren. Der modulare Aufbau von bank21 sieht dies vor.“ Andere und bereits
für das Retailgeschäft entwickelte Teile, wie zum Beispiel das BVR-II-Rating, nutze
die WGZ-Bank heute schon und wird dies auch zukünftig können.
"Die IT-Konfigurationen haben im Bankgeschäft eine
besonders große und weiter steigende Bedeutung, hierbei ist die effiziente
Schnittstellengestaltung für eine Verbundorganisation essentiell",
unterstreicht Thomas Ullrich. Durch die Entscheidung für die gemeinsame
Plattform bank21 übernimmt die WGZ-Bank im IT-Bereich das gleiche
Bankanwendungsverfahren wie ihre Mitgliedsbanken, die Volksbanken und
Raiffeisenbanken im Rheinland und in Westfalen. Sie stellt damit sicher, dass
entsprechende Kostenvorteile für alle Beteiligten entstehen. „Die Entscheidung
zur Migration auf bank21 ist für uns von hoher geschäftspolitischer Bedeutung.
Wir gehen damit einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung einer
umfassenden Integration in den Finanzverbund“, so Thomas Ullrich von der WGZ-Bank abschließend.
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Die GAD eG mit Hauptsitz in Münster ist der leistungsstarke
und effiziente IT-Partner für rund 490 Volksbanken und Raiffeisenbanken im
Norden und Westen Deutschlands sowie für Privatbanken. Von der strategischen
IT-Beratung über die Entwicklung und Realisierung zukunftsorientierter
IT-Lösungen bis hin zum Rund-um-die-Uhr-Betrieb des Rechenzentrums bietet die
GAD eG den kompletten IT-Service für Banken aus einer Hand. Das Geschäftsgebiet
erstreckt sich auf die Länder Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen,
Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt
und Schleswig-Holstein. Die GAD eG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2004 einen
Umsatz von rund 325 Millionen Euro.