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Sie sehen den Artikel: Kosten-/Nutzen-Rechnung für IT: Benchmark-IT-Analyse. Veröffentlicht am: 17.10.2005
 
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Kosten-/Nutzen-Rechnung für IT: Benchmark-IT-Analyse

 

Der Einsatz von IT-Lösungen ist in den Banken Alltag. Viele Banken wissen aber nicht, ob sie die vorhandenen Produkte auch effektiv nutzen und ob sie überhaupt die richtigen IT-Produkte einsetzen, weil vielfach die Instrumente für eine solche Analyse fehlen. Die Volksbank Rhein-Ruhr eG in Duisburg hat gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleister, der GAD eG, ihre IT-Landschaft in diesem Jahr kritisch betrachtet. Dabei hat sich gezeigt, dass die VB Rhein-Ruhr ihre IT in erster Linie zur Kostenoptimierung einsetzt und noch Potenziale in Sachen Vertriebsintensivierung hat.

 

Die Kosten der IT sind bei der Volksbank Rhein-Ruhr seit jeher ein Thema. Die Duisburger setzen Informationstechnologie ein, um, wie viele andere Banken auch, ihre Abläufe zu optimieren und Kostenpotenziale zu heben. In den vergangenen Jahren führte die Volksbank zusammen mit ihrem IT-Dienstleister und Rechenzentrum, der GAD eG, regelmäßig einen Kostenvergleich durch, bei dem die IT-Kosten der VB Rhein-Ruhr denen von Banken mit ähnlicher Filialstruktur, Mitarbeiterzahl und Bilanzsumme gegenübergestellt wurden. Diese Herangehensweise brachte nur Erkenntnisse hinsichtlich der IT-Kosten, nicht aber über die Effizienz des IT-Einsatzes in der Bank.

 

Analyse-Ergebnisse nach einem Tag

 

Seit April dieses Jahres bietet die GAD mit der so genannten B-IT-Analyse (Benchmark-IT-Analyse) ein sehr viel genaueres Werkzeug, um die eingesetzten IT-Lösungen kritisch zu betrachten. Statt eines einfachen Kostenvergleichs werden die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen der Bank in die Betrachtung einbezogen und mit den eingesetzten IT-Instrumenten in Beziehung gesetzt. Die Daten der Bank werden dann verschiedenen Vergleichsgruppen gegenübergestellt.

 

„Im Hinblick auf die Umstrukturierung unserer Gesamtstrategie bis 2008 brauchen wir einen genauen Überblick über Potenziale zur Vertriebsoptimierung und Produktivitätssteigerung beziehungsweise Kostensenkung mithilfe von IT“, sagt Hans Weber, Vorstand der Volksbank Rhein-Ruhr. „Daher kam uns das neue Angebot der B-IT-Analyse durch die GAD sehr gelegen. Ein wesentlicher Vorteil des Ansatzes der GAD ist die vergleichende Analyse mit anderen Banken, die IT erfolgreich einsetzen. Dadurch können konkrete Empfehlungen für IT-Produkte gegeben werden.“

 

Am 2. August 2004 führte die Volksbank Rhein-Ruhr gemeinsam mit der GAD die B-IT-Analyse durch. Die Kennzahlen der Bank wurden mit denen von so genannten Kostenbanken beziehungsweise Vertriebsbanken verglichen. Kostenbanken sind Institute, die IT mit dem Ziel der  Kostensenkung einsetzen und damit Kostenvorteile realisieren. Vertriebsbanken setzen verstärkt IT-Produkte ein, die den Vertriebsprozess unterstützen und den Vertrieb insgesamt intensivieren. Diese Banken erwirtschaften signifikant höhere Zins- und Provisionsergebnisse als andere vergleichbare Banken.

 

Im zweiten Schritt analysierten GAD und VB Rhein-Ruhr das Potenzial der Duisburger Bank. Fragestellung war hier, wo IT-Lösungen  die Bank ergebniswirksam  unterstützen können. Daran schloss sich die Produktanalyse an. Es wurde untersucht, welche IT-Produkte die Volksbank Rhein-Ruhr im Gegensatz zu verschiedenen Vergleichsgruppen einsetzt und umgekehrt. Darauf aufbauend wurde geprüft, ob die eingesetzten Lösungen optimal genutzt werden.

 

„Das Ergebnis der B-IT-Analyse zeigt, dass wir bei der Volksbank Rhein-Ruhr die IT aus Kostensenkungsgründen einsetzen, allerdings im Vertrieb noch Potenzial zur Prozessoptimierung haben. Das war uns bewusst, anhand der Analyse konnten wir es aber erstmals mit Produkten abgleichen“, fasst Hans Weber zusammen.

 

Produkte optimal nutzen

 

Zwei Beispiele: Ein Produkt, das bei der Volksbank Rhein-Ruhr noch nicht im vollen Umfang genutzt wird, ist die BB3 PC-Beraterkarte. Dieses Werkzeug unterstützt den Bankberater unter anderem bei der Verwaltung seines Kundenstammes, indem es die Kundensituation grafisch abbildet. Berater bei der VB Rhein-Ruhr haben im Privatkundengeschäft bis zu 2.000 Kunden. Die BB3 PC-Beraterkarte zeigt dem Berater, welche Produkte ein Kunde nutzt und seit wann er dies tut. Darüber hinaus bietet sie im Zusammenspiel mit dem Bankenverfahren BB3 der GAD eine Wiedervorlagefunktion beispielsweise für Fälligkeitsdaten von Bausparverträgen oder ähnlichen Terminen, an denen der Berater mit seinem Kunden in Kontakt treten sollte. Die Volksbank Rhein-Ruhr nutzt die grafischen Funktionen des Produktes bislang nicht, in Folge der B-IT-Analyse wird dies jetzt überlegt.

 

Ein Produkt, dessen Einsatz nach der B-IT-Analyse überdacht wird, ist WK Cold. Dabei handelt es sich um ein Medium zur periodischen Kontendokumentation und Speicherung von Zinserträgen. Der Gesetzgeber hat jedoch mittlerweile ein elektronisches Archiv vorgeschrieben, indem unter anderem auch diese Daten gespeichert werden. Da die meisten Banken die alten Datenträger für WK Cold noch nicht abbestellt haben, erzeugt dies redundante Daten und somit redundante Kosten. Für die Volksbank Rhein-Ruhr bedeutet das ein Einsparungspotenzial von rund 11.000 Euro jährlich, das zunehmend genutzt werden wird, da die Bank an einem Projekt zur flächendeckenden Einführung des elektronischen Archivs arbeitet.

 

Ergebnisse fließen in Planung ein

 

Die Ergebnisse der B-IT-Analyse werden derzeit im Rahmen der Umstrukturierung bei der Volksbank Rhein-Ruhr diskutiert. Das Struktur- und Analyse-Team integriert die Ergebnisse in die Planung seiner Projekte, die bis Ende 2004 abgeschlossen sein soll. Ab 2005 beginnt die Umsetzung. „Aus unserer Sicht hat die B-IT-Analyse gut funktioniert und macht sehr viel Sinn. Dinge, die wir uns im Stillen gedacht hatten, wurden offen angesprochen und durch die Sicht von außen bestätigt sowie weiteres Optimierungspotenzial benannt“, sagt Hans Weber. „Wichtig ist es, dass das Team der Bank für diese Analyse richtig zusammengesetzt wird. Wir können allen anderen Volksbanken nur empfehlen, neben IT-Abteilung und Organisation auch Controlling und Vertrieb von Anfang an einzubeziehen.“

 

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Autor: Björn Haase, Abteilung Organisation, Volksbank Rhein-Ruhr eG

 

Für redaktionelle Rückfragen:

GAD eG

Beate Fenneker

Tel.: 0251-7133-1912

beate.fenneker@gad.de

 

Bettina Kroll

Tel.: 0251-7133-2441

bettina.kroll@gad.de

 

Fink & Fuchs Public Relations

Mathias Gundlach

Tel.: 0611-74 131 52

mathias.gundlach@ffpr.de

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