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Sie sehen den Artikel: Bares ist Wahres. Veröffentlicht am: 02.11.2004
 
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Bares ist Wahres

 

Volksbank Wolfsburg macht positive Erfahrungen mit Cash-Recycling

 

Die Volksbank Wolfsburg eG gehört bei der Modernisierung des Selbstbedienungs-Bereichs (SB) zu den Vorreitern. Als eine der ersten Volks- und Raiffeisenbanken setzen die Wolfsburger Cash-Recycling-Maschinen für die Geldausgabe und -einzahlung ein und senken damit Kosten.

 

Schon vor der Freigabe des Cash-Recyclings durch die Bundesbank dachte die Volksbank Wolfsburg bei der Einrichtung einer Geschäftstelle in 2001 darüber nach, ein entsprechendes Gerät einzusetzen. Beim Umbau einer Geschäftsstelle in 2002 stand die Freigabe durch die Bundesbank unmittelbar bevor, da mittlerweile die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Rahmenvereinbarung für den Betrieb von Cash-Recycling-Automaten herausgegeben hatte. Die Volksbank Wolfsburg führte daher für diesen Standort mit dem Hersteller Wincor Nixdorf eine Analyse durch, die ergab, dass Cash-Recycling für diese Geschäftstelle eine optimale Lösung wäre.

 

„Der Standort sollte neu gestaltet werden und der Kassierer stand kurz vor dem Ruhestand. Wir entschlossen uns, diese Stelle nicht neu zu besetzen an diesem Standort zukünftig keine Kasse mehr zu betreiben. Deshalb brauchten wir eine neue Lösung für die Einzahlung“, beschreibt Rüdiger Fuchs, IT-Leiter der Volksbank Wolfsburg, die Situation. „Die Analyse der Transaktionen am Geldausgabeautomaten und der Ein- und Auszahlungen über die Kasse ergab, dass unter Beibehaltung des vorhandenen Geldautomaten mit einem zusätzlichen Recycler das die Transaktionen im Cash-Bereich abgedeckt werden können. Deshalb haben wir dort eine Recycling-Maschine aufgestellt und zunächst mit zwei Geldkreisläufen betrieben.“ Am 1. September 2003 konnten die Wolfsburger die erste Maschine dann auf Cash-Recycling umstellen.

 

Recycling spart Kosten

 

Der Vorteil des Recyclers mit einem Geldkreislauf, bei dem eingezahltes Geld wieder ausgegeben wird, gegenüber Maschinen mit zwei Geldkreisläufen, bei den ein- und ausgezahltes Geld voneinander getrennt sind, ergibt sich daraus, dass letztere zwei bis drei Mal in der Woche von Bankmitarbeitern angefasst werden müssen, um die Einzahlung zu entleeren und die Auszahlung aufzufüllen. Der Recycler der Volksbank Wolfsburg dagegen muss nur einmal in zwei Wochen angefasst werden.

 

„Bei Kosten von 75 Euro pro Fahrt zu einer Maschine sparen wir rund 600 Euro im Monat pro Gerät“, beziffert Rüdiger Fuchs die Einsparungen. „Darüber hinaus steht uns der Recycler länger zur Verfügung, denn jedes Mal, wenn einer unserer Mitarbeiter an eine Maschine geht, um sie zu entleeren oder aufzufüllen, ist sie außer Betrieb.“

 

Was die Anschaffungskosten angeht, so ist ein kombiniertes Gerät nicht teurer als ein reiner Einzahler und ein reiner Geldautomat. Die Recycler haben zusätzlich den Vorteil, dass sie Platz sparen, was für kleine Filialen oder SB-Stellen nicht unwichtig ist. Mittlerweile setzt die Volksbank Wolfsburg sechs Recycler vom Typ Wincor Nixdorf ProCash 3100 ein. Sie laufen an allen Standorten erfolgreich, auch wenn in zwei Filialen bislang mehr Geld an den Maschinen eingezahlt als ausgezahlt wird. Dies gleicht die Volksbank Wolfsburg durch ein BGA (Bediente Geldausgabe) genanntes Verfahren aus. Die Kunden gehen dabei zu einem Service-Mitarbeiter der Filiale und lassen sich die Auszahlung buchen. Der auszuzahlende Betrag wird auf die Bankkarte des Kunden gutgeschrieben. Kunden, die keine Karte haben, erhalten eine so genannte Whitecard. Mit der Karte erhält der Kunde am Recycler ohne Eingabe einer Geheimzahl das Geld. Dieses Verfahren sorgt dafür, dass aus den einzahllastigen Reyclern Geld ausgezahlt wird und das Verhältnis zwischen Ein- und Auszahlungen verbessert wird.

 

Keine Chance für Fälscher

 

Zentrale Anforderung der EZB an das Cash-Recycling ist, den Banknotenumlauf von Fälschungen und nicht mehr umlauffähigen Banknoten frei zu halten. Letztere, auch „unfitt“ genannten Scheine, haben umgeknickte oder fehlende Ecken, Risse oder starke Verschmutzungen und werden dem Recycling-Vorgang entzogen. Die von der Volksbank Wolfsburg eingesetzten Maschinen arbeiten zuverlässig, sodass es mit diesen Anforderungen keine Probleme gibt.

 

„Die Zahl der unfitten Scheine hält sich Grenzen. Wir hatten uns das dramatischer vorgestellt. Was Falschgeld betrifft, hatten bislang noch keinen Vorfall. Die Fälscher wissen, dass die Maschinen sehr genau arbeiten und die Fälschungen zurückverfolgen können. Deshalb meiden sie die Recycler.“

 

Die Verwaltung der Cash Recycler läuft über die zentrale Bankanwendung BB3 der GAD, des spezialisierten Full-Service-IT-Dienstleisters für rund 500 Volks- und Raiffeisenbanken in Nord- und Westdeutschland. Nachdem die Wolfsburger Volksbank bei der Einführung der Technologie die Vorreiterrolle übernommen hatte, reagierte die GAD und erweiterte ihre Geldausgabeautomatenanwendung um die Unterstützung für das Cash-Recycling. In BB3 sehen die Mitarbeiter der Bank unter anderem, welche auszahlungsfähigen Noten noch im Gerät vorhanden sind. Die Analyse ob ein Standort für das Cash-Recycling geeignet ist, unterstützt die GAD mit einem Werkzeug zur Analyse, in das Daten aus der BB3-Anwendung einfließen.

 

Kunden an die Hand genommen

 

Ausfälle der Maschinen durch Bedienungsfehler der Kunden kommen kaum vor. Die Volksbank Wolfsburg hat die Einführung des Cash-Recycling gegenüber ihren Kunden aktiv kommuniziert. Es wurden Mitarbeiter abgestellt, die den Kunden gezeigt haben, wie die Scheine eingelegt werden sollen und dass keine Fremdkörper wie Büroklammern in den Automaten gelangen dürfen. Darüber hinaus empfiehlt die Bank ihren Kunden nicht mehr als 200 Scheine auf einmal einzuzahlen und hat damit gute Erfahrungen gemacht. Privat- und Geschäftskunden nutzen das Cash-Recycling gleichermaßen. Die Volksbank Wolfsburg konzentrierte sich bei der Heranführung der Geschäftskunden an das Cash-Recycling auf die Nachttresorkunden, die mehr als eine „Bombe“ pro Tag gebracht hatten. Für diese Kunden liegt der Vorteil des Recyclings darin, dass die Einzahlung direkt gutgeschrieben wird und nicht erst am nächsten Tag, wie beim Nachttresor üblich.

 

Prädikat empfehlenswert

 

Aufgrund seiner eigenen Erfahrungen empfiehlt Rüdiger Fuchs das Cash-Recycling. Wenn eine Bank allerdings noch keine Erfahrungen mit Einzahlgeräten gemacht hat, rät der IT-Leiter der Volksbank Wolfsburg zu umsichtiger Planung. „Jeder Standort muss einzeln untersucht und genau analysiert werden. Das Grobanalysetool der GAD ist dabei hilfreich, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen und eine Einschätzung über den Zweck und Nutzen des Recyclers geben zu können. Alles weitere, beispielsweise die Abschätzung der Wirtschaftlichkeit, hängt von vielen individuellen Bedingungen ab. Deshalb kann es auch keine pauschalen Empfehlungen, sondern immer nur individuelle Analysen und Entscheidungen geben“, sagt Rüdiger Fuchs.

 

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Autor: Michael Müller, Vorstandsmitglied der Volksbank Wolfsburg eG

 

Für redaktionelle Rückfragen:

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Beate Köstermann

Tel.: 0251-7133-1912

beate.koestermann@gad.de

 

Bettina Kroll

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