TV-Services
PR-Videomaterial oft zu werblich
Untersuchung der Fink & Fuchs Public Relations AG
zeigt Defizite in der Zusammenarbeit mit Fernsehjournalisten
WIESBADEN. Fernsehjournalisten greifen prinzipiell gerne auf
externes Videomaterial zurück. Insbesondere mit
außergewöhnlichen und nur aufwändig produzierbaren Bildern wie
Hubschrauberperspektiven, Animationen, Produktions- oder Laboraufnahmen
können Unternehmen und Public Relations-Agenturen die Arbeit von
Fernsehsendern unterstützten. Die Kooperationen scheitern jedoch
häufig daran, dass das angebotene Bildmaterial zu werblich ist. Dies ist
eines der Ergebnisse der Untersuchung, die Fink & Fuchs Public Relations im
Februar 2003 durchgeführt hat. Die Spezialagentur für Unternehmen der
Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik hat 20
führende Fernsehjournalisten aus den Bereichen Technik, Wissenschaft und
Wirtschaft zu ihrer Arbeitsweise befragt.
Alle interviewten Journalisten von
öffentlich-rechtlichen und privaten, Fernsehsendern gaben an,
Footagematerial, also ungeschnittene Bildsequenzen, von Unternehmen oder
PR-Agenturen zu verwenden. Vorgeschnittenes und bereits besprochenes
Bildmaterial empfinden dagegen die wenigsten als hilfreich für ihre
Arbeit. Gründe hierfür sind standesethische Gesichtspunkte ebenso wie
technische Aspekte. So können die Sprecherstimmen des externen Materials
oft nicht in den Gesamtbeitrag integriert werden und die Schnitttechniken sind
vielfach nicht auf das entsprechende Fernsehformat abgestimmt. Häufige
Schwenks auf den Schriftzug der Firma machen das Material zudem zu werblich. An
letzterem Punkt scheitert in Fernsehsendern oft auch die Berücksichtigung
von ungeschnittenem Footagematerial.
Gerade bei Material, dessen Produktion kostenintensiv ist, so
beispielsweise Bildsequenzen von Firmenstandorten im Ausland, oder bei Bildern,
die Fernsehjournalisten vor Ort schwer drehen können wie zum Beispiel
aufwendige Produktshots, kooperieren die Sender gerne mit Pressestellen von
Unternehmen oder mit PR-Agenturen. Internetdienste, die Bildmaterial anbieten,
stellen nach Ansicht der Interviewten keine Konkurrenz für die direkte
Zusammenarbeit mit Unternehmen dar. Nur drei der befragten Journalisten gaben
an, von Internetdiensten Bilder zu beziehen. Alle anderen arbeiten bei externem
Bildmaterial fast ausschließlich über die Kontaktaufnahme mit
Pressestellen von Unternehmen oder mit PR-Agenturen.
Material lieber auf Beta als
auf DVD
Geliefert bekommen Fernsehjournalisten das Bildmaterial laut
den Untersuchungsergebnissen vorzugsweise auf Beta-Kassetten. In einer Anlieferung auf DVD sehen mehr als die
Hälfte der Journalisten zwar eine sinnvolle Option für die Zukunft,
momentan sind jedoch viele Fernsehstationen hierauf systemisch noch nicht
eingerichtet. Problematisch können bei DVD zudem Bildqualität oder
Tonschnitt sein.
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Weitere Informationen:
Fink & Fuchs Public Relations AG
Stephan Fink
Berliner Straße 164
D-65205 Wiesbaden
Telefon: 06 11 - 74 13 10
E-Mail: stephan.fink@ffpr.de
www.ffpr.de