T-Systems bietet Speicherplatz nach Bedarf
Kostensenkung und Effizienzsteigerung: T-Systems und EMC
optimieren SRM-Prozesse und realisieren Pilotanwendung in heterogener Umgebung
Rund 300
speicherbezogene Anfragen erhält der Bereich Open Systems Storage bei T-Systems
im Monat von seinen Anwendern. Diese Anfragen laufen wie Bestellvorgänge ab:
benötigt ein Standort für eine neue SAP-Version 500 Gigabyte zusätzlichen
SAN-Speicher, vergibt der dortige Account Manager einen Auftrag an die
Storage-Administration. Es folgt ein teils manueller, teils
halb-automatisierter komplexer Prozess mit Genehmigungsverfahren,
Verfügbarkeitsprüfung, interner Rechnungstellung und schließlich der
„Lieferung“ der benötigten Kapazität. Die T-Systems-Initiative „Future Storage
Management“ eruiert Möglichkeiten, diese Speichermanagement Prozesse innerhalb
der T-Systems zu optimieren. Ziel ist es, die Kosten bei gleicher oder
verbesserter Service-Qualität zu senken. Mitte 2006 initiierte T-Systems
deshalb mit EMC als Technologiepartner das Pilotprojekt “Automatisiertes
Speicher-Management”. Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine Pilotanwendung zur
Prozessautomatisierung. Gleichzeitig analysierten und optimierten beide
Unternehmen den gesamten Bereitstellungsprozess. Ein abschließender Business
Case ergab, dass die Pilotanwendung und die Prozessoptimierung die
Durchlaufzeit für einen Bestellvorgang halbieren würden.
T-Systems betreibt weltweit über 1,5 Millionen
Desktop-Rechner und 62 Rechenzentren mit einer installierten Speicherkapazität
von 5 bis 6 Petabyte. Das Projekt „Automatisiertes Speicher-Management“ ist
Teil einer Initiative, die den gesamten Deployment-Prozess innerhalb T-Systems
optimieren soll. Ziel war es, die Prozesskette zur Bereitstellung von
Speicherplatz (end-to-end) erheblich zu verkürzen. Fehlende Ressourcen oder Überkapazitäten sollten
mit geringer oder komplett ohne menschliche Beteiligung nach Bedarf zeitnah zur
Verfügung gestellt beziehungsweise anderweitig verwertet werden. Dr. Jörg
Mayer, Leiter Open Systems Storage bei T-Systems, formuliert es so: „Wir
möchten bei der Provisionierung Geschwindigkeit gewinnen, indem wir die
Aufgaben dort erledigen, wo sie tatsächlich anfallen. Der automatisierte
Vorgang soll so sicher sein, dass auch Nicht-Storage-Experten in einfachen
Fällen schnell Speicher anfordern können.“ Mittelfristig definiert T-Systems
den Prozess in etwa wie folgt: Ein Anwendungsbetreuer stellt einen
Speicherengpass fest und gibt einen entsprechenden Auftrag in das
Provisionierungssystem ein. Dieses stellt dann ohne weitere menschliche
Interaktion den notwendigen Speicher bedarfsgerecht zur Verfügung. Langfristig
ist geplant, dass die Anwendung den Auftrag selbstständig in das
Provisionierungssystem einstellt.
ControlCenter versteht fremde Systeme gut
Die Entscheidung für EMC als Technologiepartner für das
strategische Projekt ergab sich aus der langjährigen Zusammenarbeit von
T-Systems mit dem Storage-Spezialisten. Bereits seit 1996 setzt das Unternehmen
die Shared-Storage-Systeme von EMC ein und nutzt neben der Hardware an
verschiedenen Standorten die Management Software EMC ControlCenter (ECC).
T-Systems verfügte also über ausreichend Erfahrung mit dem
Ressource-Management-Tool, um es als Basis für die geplante Pilotanwendung
einzusetzen. Viele Hersteller bieten Software-Tools mit Benutzeroberflächen zur
einfachen, manuellen Bereitstellung von Speicherplatz auf SAN-Komponenten an.
In der Regel sind diese Tools jedoch weitgehend proprietär, das heißt, sie
unterstützen lediglich Hardware desselben Herstellers in vollem Umfang. Im
Rahmen des Projektes wurde einerseits gezeigt, dass Speicherplatz einem Server
vollautomatisch end-to-end zur Verfügung gestellt werden kann. Andererseits
wurde bewiesen, dass dies auch in einer heterogenen Umgebung möglich ist.
Darüber hinaus erstellte EMC Consulting einen Vorschlag zur Verbesserung des
technischen Provisionierungsprozesses und zeigte die Wirtschaftlich¬keit der
Entwicklung und des T-Systems-weiten Roll-outs der zukünftigen Lösung in einem
Business Case auf.
In der Pilotphase 1 des Projektes arbeiteten T-Systems und
EMC Hand in Hand, um die technische Machbarkeit einer weitgehend
automatisierten Speicher¬provisionierungs¬lösung für eine heterogene
Infrastruktur zu beweisen und den wirtschaftlichen Mehrwert durch verbesserte
Qualität, beschleunigte Time-to-Market und höhere Ressourcen-Auslastung zu
quantifizieren. Innerhalb des Arbeitspaketes “Pilot Realisierung”
implementierte EMC Technical Solutions erfolgreich eine Pilotapplikation, mit
deren Hilfe vollautomatisch end-to-end Speicherplatz für einen Solaris Server
in einem HDS SAN bereitgestellt werden kann. Bewusst wurde auf die für EMC
vermeintlich einfache Provisionierung auf EMC Hardware verzichtet, um von
Anfang an die Unterstützung einer heterogenen Umgebung zu unterstreichen.
Flexible Software-Schichten
Auf Basis der Management-Software ECC als Workflow-Komponente
und Konfigurationsdatenbank entwickelten die Experten von EMC Technical
Solutions in enger Abstimmung mit dem Projektausschuss eine schichtenförmige,
modulare Software-Architektur für die Provisionierungslösung. Pate für diesen
flexiblen Ansatz stand die Philosphie einer Service Oriented Architecture
(SOA). Über die sogenannte Konnektoren-Schicht lassen sich neue
Hardware-Komponenten der verschiedensten Hersteller für SAN Storage, Fabric und
Server in die Provisionierungslösung einfach einbinden. Die Lösung greift auf
vorkonfigurierte Storagepools zurück und kann so auch eine hochkomplexe
Speicherinfrastruktur mit verschiedenen Speicherklassen unterstützen. Die
automatisierte Bereitstellung von Speicherplatz hat EMC in einer
überschaubaren, heterogenen Umgebung im Bamberger T-Systems- Rechenzentrum
erfolgreich demonstriert. „Der Beweis der Praxistauglichkeit der Pilotanwendung
ist damit in vollem Umfang erbracht“, unterstreicht Dr. Jörg Mayer.
Innerhalb des Arbeitspaketes „Prozessbetrachtung“ schlug EMC
Consulting auf Basis einer Analyse des bestehenden Provisio¬nierungs¬prozesses
eine gründlich überarbeitete Variante vor, die die Möglichkeiten einer
automatisierten Provisionierungslösung sowie laufende T-Systems Initiativen
berücksichtigte. Weiterhin wurde ein Business Case entwickelt, der die
Wirtschaftlich¬keit für die Entwicklung und den T-Systems-weiten Roll-out der
zukünftigen Lösung zeigte. Die zentrale Fragestellung lautete hierbei: Wo lohnt
eine Automatisierung? EMC erarbeitete darüber hinaus eine Prozessbeschreibung
für die zukünftig automatisierte Bereitstellung. Der Business Case verspricht
ein signifikantes Einsparpotential bei einer kompletten Umsetzung des Projektes
„Automatisiertes Speicher-Management“. Beide EMC-Projektteams,
Software-Entwickler und Berater,
haben sich permanent über ihre Arbeitsergebnisse ausgetauscht und bei
ihrer Arbeit gegenseitig berücksichtigt. Nach nur drei Monaten war das
umfassende Vorhaben zur Zufriedenheit des Projektausschusses der T-Systems
realisiert.
Schnelle und plausible Prozesse
Als Folge der verkürzten Prozesskette sollen die
Bearbeitungszeiten für Speicherprovisionierungsaufträge deutlich reduziert
werden, bei gleichzeitiger Erhöhung der Service-Qualität. Durch
Plausibilitätsprüfungen und Automatisierung entstehen weniger Fehler bei der
Bereitstellung. Die erhöhte Flexibilität durch die einfache und kurzfristige
Provisionierung schafft ein verbessertes Time-to-Market. T-Systems muss also
weniger Kapazität bevorraten und verringert außerdem seine Leerstandsmengen.
Insgesamt wird die Basis für eine bessere Ressourcen-Auslastung geschaffen, was
sich positiv auf die Kosten für T-Systems auswirkt.
Im Bereich Open Systems Storage sind Dr. Mayer und seine
Kollegen dabei, das Thema Storage- und Server-Provisionierung weiter
aufzurollen. In naher Zukunft stehen Tests zur Ressourcenzuteilung im gesamten
SAN- und NAS-Umfeld an. In den kommenden 15 Monaten strebt T-Systems laut Mayer
in diesem Bereich eine vollständige Automatisierung der Kapazitätsbestellungen
für die SAN-, NAS- und Server-Infrastrukturen an. „Bei Standorten, die in ganz
Deutschland verteilt sind, ist das inbesondere organisatorisch eine nicht ganz
triviale Aufgabe“, betont Mayer. Dieses Vorhaben ist nicht zuletzt deshalb
wichtig, weil nur so auch die kommerzielle Abrechnung der
Provisionierungs-Services bis hin zur Kapazitätsplanung sicher und ohne zeit-
und fehlerintensive manuelle Eingriffe abgewickelt werden können. In dieser
Komplettlösung findet auch die von EMC bereits vorgeplante und vorinstallierte
Pilotlösung ihre Umsetzung.
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Bildmaterial bei T-Systems über Frau Richter-Shalaby und bei
press&pr works über Frau Kahlcke
T-Systems
T-Systems vereint hochwertige Dienstleistungen für
Informations- und Kommunikationstechnik (engl.: ICT). Das weit reichende
Know-how aus beiden Welten macht die Geschäftskundensparte der Deutschen
Telekom zu einem bevorzugten Partner von multinationalen Konzernen, kleinen und
mittelständischen Unternehmen sowie Institutionen der öffentlichen Hand.
Weltweit profitieren über 160.000 Kunden aus allen Branchen von der besonderen
Kompetenz, integrierte ICT-Lösungen aus einer Hand zu erbringen. Als einziges
Unternehmen bietet T-Systems ein eigenes vollständiges ICT-Portfolio und
kombiniert IT- und Kommunikationstechnik zu neuen Lösungen. Im Geschäftsjahr
2006 erzielten 56.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern einen Umsatz von 12,6
Milliarden Euro.
Für die Großkunden entwickelt und betreibt T-Systems
Infrastruktur- und Branchenlösungen, bietet internationales Outsourcing und
übernimmt ganze Geschäftsprozesse (Business Process Outsourcing) wie etwa die
Gehaltsabrechnung. Das Angebot für den Mittelstand reicht von kostengünstigen
Standardprodukten über Hochleistungsnetze auf Basis des Internet-Protokolls
(IP) bis hin zur Entwicklung kompletter ICT-Lösungen.
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Die Anforderungen
· Umsetzung
des T-Systems-Programms „Future Storage Management“
· Automatisierung
und Verkürzung des Speicher-Provisionierungsprozesses
· Kapazitätsanforderung
auch durch Nicht-Storage-Experten
· EMC-SRM-Lösung
für heterogene Umgebungen
· Pilotinstallation
für T-Systems-weiten Einsatz
· Ist-Analyse
und Optimierung des bestehenden Provisionierungsprozesses
Die Lösung
· ECC
und Storage Scope als Basis für individuelle Lösung zur automatischen Speicherzuteilung
· modulare Software-Architektur für den Workflow der
Speicherzuteilung (Service Oriented Architecture)
· Pilotumgebung: HDS 9970, Brocade 3800, SUN 15k Domäne
· hoher Standardisierungsgrad durch Einhaltung der
SNIA-Vorgaben bei der Schnittstellendefinition
· Halbierung der Durchlaufzeiten beim Provisionierungsprozess
· modulare Software-Architektur für den Workflow der
Speicherzuteilung
· Business-Case verspricht signifikantes Einsparpotenzial bei
kompletter Projektumsetzung