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Sie sehen den Artikel: T-Systems bietet Speicherplatz nach Bedarf. Veröffentlicht am: 15.05.2008
 
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T-Systems bietet Speicherplatz nach Bedarf

 

 Kostensenkung und Effizienzsteigerung: T-Systems und EMC optimieren SRM-Prozesse und realisieren Pilotanwendung in heterogener Umgebung

 

 Rund 300 speicherbezogene Anfragen erhält der Bereich Open Systems Storage bei T-Systems im Monat von seinen Anwendern. Diese Anfragen laufen wie Bestellvorgänge ab: benötigt ein Standort für eine neue SAP-Version 500 Gigabyte zusätzlichen SAN-Speicher, vergibt der dortige Account Manager einen Auftrag an die Storage-Administration. Es folgt ein teils manueller, teils halb-automatisierter komplexer Prozess mit Genehmigungsverfahren, Verfügbarkeitsprüfung, interner Rechnungstellung und schließlich der „Lieferung“ der benötigten Kapazität. Die T-Systems-Initiative „Future Storage Management“ eruiert Möglichkeiten, diese Speichermanagement Prozesse innerhalb der T-Systems zu optimieren. Ziel ist es, die Kosten bei gleicher oder verbesserter Service-Qualität zu senken. Mitte 2006 initiierte T-Systems deshalb mit EMC als Technologiepartner das Pilotprojekt “Automatisiertes Speicher-Management”. Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine  Pilotanwendung zur Prozessautomatisierung. Gleichzeitig analysierten und optimierten beide Unternehmen den gesamten Bereitstellungsprozess. Ein abschließender Business Case ergab, dass die Pilotanwendung und die Prozessoptimierung die Durchlaufzeit für einen Bestellvorgang halbieren würden.

 

T-Systems betreibt weltweit über 1,5 Millionen Desktop-Rechner und 62 Rechenzentren mit einer installierten Speicherkapazität von 5 bis 6 Petabyte. Das Projekt „Automatisiertes Speicher-Management“ ist Teil einer Initiative, die den gesamten Deployment-Prozess innerhalb T-Systems optimieren soll. Ziel war es, die Prozesskette zur Bereitstellung von Speicherplatz (end-to-end) erheblich zu verkürzen. Fehlende  Ressourcen oder Überkapazitäten sollten mit geringer oder komplett ohne menschliche Beteiligung nach Bedarf zeitnah zur Verfügung gestellt beziehungsweise anderweitig verwertet werden. Dr. Jörg Mayer, Leiter Open Systems Storage bei T-Systems, formuliert es so: „Wir möchten bei der Provisionierung Geschwindigkeit gewinnen, indem wir die Aufgaben dort erledigen, wo sie tatsächlich anfallen. Der automatisierte Vorgang soll so sicher sein, dass auch Nicht-Storage-Experten in einfachen Fällen schnell Speicher anfordern können.“ Mittelfristig definiert T-Systems den Prozess in etwa wie folgt: Ein Anwendungsbetreuer stellt einen Speicherengpass fest und gibt einen entsprechenden Auftrag in das Provisionierungssystem ein. Dieses stellt dann ohne weitere menschliche Interaktion den notwendigen Speicher bedarfsgerecht zur Verfügung. Langfristig ist geplant, dass die Anwendung den Auftrag selbstständig in das Provisionierungssystem einstellt.

 

ControlCenter versteht fremde Systeme gut

 

Die Entscheidung für EMC als Technologiepartner für das strategische Projekt ergab sich aus der langjährigen Zusammenarbeit von T-Systems mit dem Storage-Spezialisten. Bereits seit 1996 setzt das Unternehmen die Shared-Storage-Systeme von EMC ein und nutzt neben der Hardware an verschiedenen Standorten die Management Software EMC ControlCenter (ECC). T-Systems verfügte also über ausreichend Erfahrung mit dem Ressource-Management-Tool, um es als Basis für die geplante Pilotanwendung einzusetzen. Viele Hersteller bieten Software-Tools mit Benutzeroberflächen zur einfachen, manuellen Bereitstellung von Speicherplatz auf SAN-Komponenten an. In der Regel sind diese Tools jedoch weitgehend proprietär, das heißt, sie unterstützen lediglich Hardware desselben Herstellers in vollem Umfang. Im Rahmen des Projektes wurde einerseits gezeigt, dass Speicherplatz einem Server vollautomatisch end-to-end zur Verfügung gestellt werden kann. Andererseits wurde bewiesen, dass dies auch in einer heterogenen Umgebung möglich ist. Darüber hinaus erstellte EMC Consulting einen Vorschlag zur Verbesserung des technischen Provisionierungsprozesses und zeigte die Wirtschaftlich¬keit der Entwicklung und des T-Systems-weiten Roll-outs der zukünftigen Lösung in einem Business Case auf.

 

In der Pilotphase 1 des Projektes arbeiteten T-Systems und EMC Hand in Hand, um die technische Machbarkeit einer weitgehend automatisierten Speicher¬provisionierungs¬lösung für eine heterogene Infrastruktur zu beweisen und den wirtschaftlichen Mehrwert durch verbesserte Qualität, beschleunigte Time-to-Market und höhere Ressourcen-Auslastung zu quantifizieren. Innerhalb des Arbeitspaketes “Pilot Realisierung” implementierte EMC Technical Solutions erfolgreich eine Pilotapplikation, mit deren Hilfe vollautomatisch end-to-end Speicherplatz für einen Solaris Server in einem HDS SAN bereitgestellt werden kann. Bewusst wurde auf die für EMC vermeintlich einfache Provisionierung auf EMC Hardware verzichtet, um von Anfang an die Unterstützung einer heterogenen Umgebung zu unterstreichen.

 

Flexible Software-Schichten

 

Auf Basis der Management-Software ECC als Workflow-Komponente und Konfigurationsdatenbank entwickelten die Experten von EMC Technical Solutions in enger Abstimmung mit dem Projektausschuss eine schichtenförmige, modulare Software-Architektur für die Provisionierungslösung. Pate für diesen flexiblen Ansatz stand die Philosphie einer Service Oriented Architecture (SOA). Über die sogenannte Konnektoren-Schicht lassen sich neue Hardware-Komponenten der verschiedensten Hersteller für SAN Storage, Fabric und Server in die Provisionierungslösung einfach einbinden. Die Lösung greift auf vorkonfigurierte Storagepools zurück und kann so auch eine hochkomplexe Speicherinfrastruktur mit verschiedenen Speicherklassen unterstützen. Die automatisierte Bereitstellung von Speicherplatz hat EMC in einer überschaubaren, heterogenen Umgebung im Bamberger T-Systems- Rechenzentrum erfolgreich demonstriert. „Der Beweis der Praxistauglichkeit der Pilotanwendung ist damit in vollem Umfang erbracht“, unterstreicht Dr. Jörg Mayer.

 

Innerhalb des Arbeitspaketes „Prozessbetrachtung“ schlug EMC Consulting auf Basis einer Analyse des bestehenden Provisio¬nierungs¬prozesses eine gründlich überarbeitete Variante vor, die die Möglichkeiten einer automatisierten Provisionierungslösung sowie laufende T-Systems Initiativen berücksichtigte. Weiterhin wurde ein Business Case entwickelt, der die Wirtschaftlich¬keit für die Entwicklung und den T-Systems-weiten Roll-out der zukünftigen Lösung zeigte. Die zentrale Fragestellung lautete hierbei: Wo lohnt eine Automatisierung? EMC erarbeitete darüber hinaus eine Prozessbeschreibung für die zukünftig automatisierte Bereitstellung. Der Business Case verspricht ein signifikantes Einsparpotential bei einer kompletten Umsetzung des Projektes „Automatisiertes Speicher-Management“. Beide EMC-Projektteams, Software-Entwickler und Berater,  haben sich permanent über ihre Arbeitsergebnisse ausgetauscht und bei ihrer Arbeit gegenseitig berücksichtigt. Nach nur drei Monaten war das umfassende Vorhaben zur Zufriedenheit des Projektausschusses der T-Systems realisiert.

 

Schnelle und plausible Prozesse

 

Als Folge der verkürzten Prozesskette sollen die Bearbeitungszeiten für Speicherprovisionierungsaufträge deutlich reduziert werden, bei gleichzeitiger Erhöhung der Service-Qualität. Durch Plausibilitätsprüfungen und Automatisierung entstehen weniger Fehler bei der Bereitstellung. Die erhöhte Flexibilität durch die einfache und kurzfristige Provisionierung schafft ein verbessertes Time-to-Market. T-Systems muss also weniger Kapazität bevorraten und verringert außerdem seine Leerstandsmengen. Insgesamt wird die Basis für eine bessere Ressourcen-Auslastung geschaffen, was sich positiv auf die Kosten für T-Systems auswirkt.

 

Im Bereich Open Systems Storage sind Dr. Mayer und seine Kollegen dabei, das Thema Storage- und Server-Provisionierung weiter aufzurollen. In naher Zukunft stehen Tests zur Ressourcenzuteilung im gesamten SAN- und NAS-Umfeld an. In den kommenden 15 Monaten strebt T-Systems laut Mayer in diesem Bereich eine vollständige Automatisierung der Kapazitätsbestellungen für die SAN-, NAS- und Server-Infrastrukturen an. „Bei Standorten, die in ganz Deutschland verteilt sind, ist das inbesondere organisatorisch eine nicht ganz triviale Aufgabe“, betont Mayer. Dieses Vorhaben ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil nur so auch die kommerzielle Abrechnung der Provisionierungs-Services bis hin zur Kapazitätsplanung sicher und ohne zeit- und fehlerintensive manuelle Eingriffe abgewickelt werden können. In dieser Komplettlösung findet auch die von EMC bereits vorgeplante und vorinstallierte Pilotlösung ihre Umsetzung.

 

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Bildmaterial bei T-Systems über Frau Richter-Shalaby und bei press&pr works über Frau Kahlcke

 

T-Systems

T-Systems vereint hochwertige Dienstleistungen für Informations- und Kommunikationstechnik (engl.: ICT). Das weit reichende Know-how aus beiden Welten macht die Geschäftskundensparte der Deutschen Telekom zu einem bevorzugten Partner von multinationalen Konzernen, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Institutionen der öffentlichen Hand. Weltweit profitieren über 160.000 Kunden aus allen Branchen von der besonderen Kompetenz, integrierte ICT-Lösungen aus einer Hand zu erbringen. Als einziges Unternehmen bietet T-Systems ein eigenes vollständiges ICT-Portfolio und kombiniert IT- und Kommunikationstechnik zu neuen Lösungen. Im Geschäftsjahr 2006 erzielten 56.000 Mitarbeiter in mehr als 20 Ländern einen Umsatz von 12,6 Milliarden Euro.

 

Für die Großkunden entwickelt und betreibt T-Systems Infrastruktur- und Branchenlösungen, bietet internationales Outsourcing und übernimmt ganze Geschäftsprozesse (Business Process Outsourcing) wie etwa die Gehaltsabrechnung. Das Angebot für den Mittelstand reicht von kostengünstigen Standardprodukten über Hochleistungsnetze auf Basis des Internet-Protokolls (IP) bis hin zur Entwicklung kompletter ICT-Lösungen.

 

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Die Anforderungen

 

·                Umsetzung des T-Systems-Programms „Future Storage   Management“

·                Automatisierung und Verkürzung des Speicher-Provisionierungsprozesses

·                Kapazitätsanforderung auch durch Nicht-Storage-Experten

·                EMC-SRM-Lösung für heterogene Umgebungen

·                Pilotinstallation für T-Systems-weiten Einsatz

·                Ist-Analyse und Optimierung des bestehenden Provisionierungsprozesses

 

 

Die Lösung

 

·                ECC und Storage Scope als Basis für individuelle Lösung zur automatischen Speicherzuteilung

·    modulare Software-Architektur für den Workflow der Speicherzuteilung (Service Oriented Architecture)

·    Pilotumgebung: HDS 9970, Brocade 3800, SUN 15k Domäne

·    hoher Standardisierungsgrad durch Einhaltung der SNIA-Vorgaben bei der Schnittstellendefinition 

·    Halbierung der Durchlaufzeiten beim Provisionierungsprozess

·    modulare Software-Architektur für den Workflow der Speicherzuteilung

·    Business-Case verspricht signifikantes Einsparpotenzial bei kompletter Projektumsetzung

 

 

 

 

 

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