Automatisierung ist im Rechenzentrum Pflicht
Autor: Mika Kotro, Marketing Manager EMC Deutschland GmbH
Die Verwaltung von Informationskapital spielt heute eine
immer wichtigere Rolle, denn trotz Datenwachstums und sinkender IT-Budgets
müssen Informationen im Rahmen festgelegter Service Level Agreements verfügbar
sein. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, braucht es eine automatisierte,
übergreifende Verwaltung der Infrastruktur, von der Speicherumgebung über das
Datennetzwerk bis hin zu den Anwendungen. Besonders wichtig ist dabei der
integrierte Blick auf Storage- und Netzwerkressourcen, um das System als Ganzes
reibungslos zu verwalten. Denn das Geschäft erfordert oft kurzfristig
erhebliche Änderungen durch die Implementierung zusätzlicher Server und Anwendungen
oder durch den notwendigen Ausbau der Speicherkapazitäten. Um in dieser
Situation weiterhin die Kontrolle über die Infrastruktur zu behalten, sollte
der IT-Verantwortliche die gesamte Architektur erkennen und auf seiner
Managementkonsole abbilden. Er muss sie kontinuierlich überwachen und Fehler
innerhalb kürzester Zeit identifizieren und beheben sowie
Infrastrukturänderungen vorausschauend planen. Das Ganze muss in heterogenen
Umgebungen und über Domaingrenzen hinweg passieren. Erste Managementkonsolen
wie EMC ControlCenter bieten ein umfassendes Funktionsset, das diese Aufgaben
in heterogenen Umgebungen bewältigen kann.
Die Infrastruktur kennen
Eine Informationsinfrastruktur besteht aus unzähligen
Einzelkomponenten – Speichersystemen, Switches, Router, Hosts,
Anwendungen, Server usw. Dazu kommt, dass ständig Geräte hinzugefügt oder
ausgetauscht und neue Verbindungen geschaffen werden. Diese Komplexität muss
zunächst einmal verstanden und beherrscht werden. Möglich ist dies nur, wenn
der IT-Administrator jederzeit einen aktuellen Bestand sämtlicher Komponenten
nach Standorten und ihrer Beziehungen zu Applikationen, Funktionen oder
untereinander zur Verfügung hat. Hierzu greift er auf Werkzeuge wie den EMC
Smarts IP Availability Manager und EMC ControlCenter SRM Monitoring und
Reporting zurück, die in Echtzeit und automatisch die gesamte Infrastruktur
überwachen und neue Komponenten sofort in die Administrationsumgebung
aufnehmen, inklusive ihrer Bezeichungen, Funktionen und Beziehungen.
Die Ressourcen optimal einsetzen
Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse über die
Infrastruktur sind notwendig, um im nächsten Schritt das Resource Management
der Speicher- und Datennetzwerke zu automatisieren. Heute gängige verteilte
Speicher- und Netzwerkressourcen sind über SAN-, NAS oder IP-Netze miteinander
verbunden und stellen Administratoren je nach Komplexität und Umfang des
Verbundes vor große Herausforderungen. Versagt auch nur eine Komponente des
Netzwerks ihren Dienst, erhalten Verwalter komplexer Infrastrukturen oft eine
Flut von Warnhinweisen oder doppelten Ausfallmeldungen, die alle vom gleichen
Problem ausgelöst werden. Vergleichbar sind diese Meldungen mit den
vielfältigen Symptomen eines Infektes beim Menschen, der von einem einzigen
Erreger verursacht wird. Wer sich manuell an die Ursachenforschung macht,
vergeudet oft wertvolle Zeit und riskiert, dass sich der Fehler negativ auf
weitere Netzwerkbereiche und schlussendlich auch auf das Geschäft des
Unternehmens auswirkt. Meist ist es schier unmöglich, die Auswirkungen von
Ereignissen zwischen Speichernetzen, IP-Netzen und Applikations-Domains
überhaupt miteinander in Beziehung zu setzen.
Um dies zu vermeiden, braucht es einerseits eine automatische
Performance- und Auslastungskontrolle, die kontinuierlich die Umgebung
überwacht. Wenn Unregelmäßigkeiten auftauchen, kann so oft schon frühzeitig,
bevor ein Ausfall passiert, eingegriffen werden. Dafür ist es allerdings auch
nötig, die Fehlerursache zielgenau zu identifizieren. EMC bietet hierzu mit der
EMC Smarts Management-Software eine Lösung, die auf Basis der automatisch
erkannten Komponenten und Beziehungen im Netzwerk in der Lage ist, die
Fehlermeldungen zu analysieren, die Folgefehler herauszufiltern und das
ursprüngliche Problem zu identifizieren. Entscheidend ist dabei, dass sie auch
in heterogenen Umgebungen funktioniert - vom Netzwerk über den Speicherbereich
bis hin zu den laufenden Anwendungen. Störungen können somit schneller
beseitigt werden und zwar bevor der produktive Betrieb beeinträchtigt ist. Das
Modul EMC Smarts Storage Insight for Availability, das auf EMC ControlCenter
basiert, überwacht dabei auch mögliche Probleme im Fibre Channel SAN wie Host
Devices, File-Systeme oder virtuelle Platten. Die Analyse zeigt zudem, welche
Auswirkungen zum Beispiel der Defekt einer Host Bus Adapter-Karte oder eines
Switch-Ports im SAN-Umfeld auf die laufenden Anwendungen und die betroffenen
Geschäftsbereiche hat. Diese Informationen über mögliche Folgen eines
diagnostizierten Problems sind die Basis für die richtige Reihenfolge der
Maßnahmen zur schnellen Fehlerbehebung.
Vorausschauende Planung
Eine effiziente Informationsinfrastruktur basiert jedoch
nicht nur auf dem reibungslosen Betrieb, sondern auch auf einer
vorausschauenden Planung. Denn so wie die Geschäftsanforderungen sich ändern,
muss auch die IT flexibel reagieren. Doch wäre es fatal, wenn durch diese
Aktivitäten die Infrastruktur plötzlich Performanceeinbußen erfährt oder gar
komplett ausfällt. Daher muss jede Veränderung minutiös geplant und überprüft
werden. Die Komplexität und der Umfang heutiger Infrastrukturen machen es
unmöglich, jede Änderung in einer zur Produktivlandschaft identischen
Testumgebung vorab zu prüfen. Es braucht also die Unterstützung durch Tools wie
des EMC Smarts Application Discovery Managers, um die Anwendungen und deren
Beziehungen zur zugrundeliegenden Infrastruktur zu identifizieren und somit
alle Abhängigkeiten zu verstehen. Oder wie des EMC ControlCenter SAN Advisor,
um die Auswirkungen einzelner Veränderungen berechnen zu können.
Automatisierung ist der Schlüssel zum Erfolg
Auf eine weitestgehende Automatisierung der IT-Verwaltung
werden die großen Unternehmen künftig nicht verzichten können. So erkennt
moderne Management-Intelligenz die Komplexität und Zusammenhänge einer
Infrastruktur mit Speicher- und Datennetzen in Echtzeit. Durch Automatisierung
passiert also zweierlei: die Sicherheit der Daten nimmt zu und die gewonnene
Zeit kann für strategischere IT-Aufgaben eingesetzt werden.
((6.384 Zeichen))