Storage aus der Steckdose
ILM-Lösung für Industrieanlagenbauer Voith
Wenn Sie gerade ein Blatt Papier vor sich liegen haben,
stehen die Chancen gut, dass es auf einer Voith-Anlage hergestellt wurde. Zudem
wird über ein Drittel des weltweit aus Wasserkraft erzeugten Stromes mit
Turbinen und Generatoren von Voith Siemens Hydro Power Generation produziert.
Mit 3,55 Milliarden Euro Umsatz und weltweit mehr als 30.000 Mitarbeitern ist
der Industrieanlagenbauer Voith ein Global Player, der primär in den vier Kernmärkten
Papier, Energie, Mobilität und Service Maßstäbe setzt. Und dabei kräftig in die
Zukunft investiert: Die kontinuierliche Erhöhung der F&E-Quote auf zuletzt
fünf Prozent des Umsatzes und Akquisitionen – wie jene des auf den Bau
von zukunftsträchtigen Wellenenergiesystemen spezialisierten Unternehmens
Wavegen – zeugen davon. Insgesamt mehr als 200 Standorte auf allen
Kontinenten legen den Schluss nahe, dass auch in Sachen IT höchste
Professionalität unabdingbar ist.
Ein weltweites Netz von regionalen IT Support Centern sorgt
dafür, dass Geschäftsprozesse optimal unterstützt werden. Daran sind auch
Österreicher entscheidend beteiligt. Die Voith IT Solutions GmbH & Co. KG
mit Sitz in St. Pölten bedient nicht nur die in der niederösterreichischen Landeshauptstadt
konzentrierten Standortgesellschaften mit IT-Services, sondern auch weitere
österreichische (Wien, Wimpassing, Laakirchen, Frankenmarkt) und osteuropäische
Standorte. Im Bereich Technical IT Services – also etwa
computerunterstützte Arbeitsprozesse (CAx) wie Computer Aided Engineering (CAE)
oder Computer Aided Design (CAD) – erbringen die St. Pöltner
hochkomplexen Applikations-Support für Standorte in aller Welt und mit lokalen
Mitarbeitern in den diversen
Konstruktionsabteilungen. Last but not least fungiert Voith
IT Solutions im Bereich Archiving als konzernweites Competence Center mit der
Verantwortung für Strategie, Implementierung, Support und Betrieb der
entsprechenden Systeme rund um den Globus.
Keine einfache Aufgabe für DI Erich Seher, der als
Geschäftsführer der Voith IT Solutions GmbH & Co KG in St. Pölten für den
reibungslosen Fluss der entsprechenden IT-Services bei permanent steigenden
Anforderungen verantwortlich ist. So verdoppelt sich etwa das anfallende
Datenvolumen Jahr für Jahr. Die wichtigsten Storage-Treiber sind
dreidimensionales CAD, digitale Medien zur Projektfortschritts-Dokumentation
und natürlich E-Mails. Um mit diesem Datenwachstum kostenoptimiert mitzuhalten,
war Handlungsbedarf gegeben. „Für unsere Kunden muss der Eindruck entstehen,
dass Storage einfach und „unendlich“ zur Verfügung steht, ähnlich wie eine
Steckdose Strom liefert“, erklärt DI Seher die Anforderungen. Dazu kommt, dass
der Anlagenbau auch vom Zugriff auf historische Daten lebt. Großprojekte ziehen
sich in der Angebotsphase oft über Jahre hin; die Anlagen sind auch schon
einmal 30, 40 oder 50 Jahre in Betrieb. Wer am Ende Chancen auf Folgeaufträge
haben will, muss auch nach Jahrzehnten den Zugriff auf zentrale Daten
sicherstellen. Die Ausgangssituation war wenig befriedigend: Die implementierte
SAN-Lösung war technologisch End of Life. Erweiterungsmöglichkeiten gab es
nicht. Durch die Verwendung nur eines Plattentyps war Kostenoptimierung kein
Thema. Außerdem wurden die zur Verfügung stehenden Backupfenster zu klein,
sodass Backups in die Normalarbeitszeit hinein liefen und einen erhöhten
Operatingaufwand erforderten.
Umfassende und ausgereifte EMC-Lösung
Eine neue Storage- und Backup-Lösung wurde gesucht. Im Zuge
eines Consulting-Projektes mit Neuausschreibung fiel die Wahl – unter
sieben namhaften Angebotserstellern – schließlich auf EMC. DI Seher: „EMC
hat das schlüssigste Gesamtkonzept beziehungsweise die umfassendste und
ausgereifteste Lösung präsentiert.“ Mit der EMC CLARiiON CX500 wurde eine
international vielfach bewährte SAN-Lösung in Verbindung mit dem
leistungsfähigen NAS-Gateway EMC Celerra NS502G implementiert. In Sachen
Backup- und Recovery-Software wurde auf den EMC Replication Manager SE und EMC
Networker gesetzt. Nach einem gemeinsam erarbeiteten Zeitplan konnte die
Migration erfolgreich bewerkstelligt und die gesteckten Ziele zur Zufriedenheit
erreicht werden.
Kostenoptimierung und weltweite 7x24-Verfügbarkeit
In der täglichen Praxis hat sich die Lösung längst bewährt.
DI Erich Seher: „Erstmals ist durch die EMC-Lösung ein 7x24-Stunden
Online-Betrieb möglich.“ Wie wichtig das ist, unterstreicht auch die stark
zunehmende Internationalisierung der Geschäftsbereiche. Wenn an einem
Großprojekt – etwa einer neuen Papiermaschine – mehrere Standorte
weltweit verteilt simultan mitarbeiten sollen, sind rund um die Uhr verfügbare
IT-Services die Voraussetzung. Schwer wiegt für DI Seher auch die Tatsache,
dass durch die Verwendung eines Speicherklassen-Mixes aus FC- und
ATA-Komponenten die Kundendaten „in Bezug auf Verfügbarkeit, Datenintegrität
und Performance kostenoptimiert zur Verfügung stehen.“ Dazu kommen weitere
Vorteile wie Online-Erweiterbarkeit und SAN-Skalierbarkeit, automatisierte
Backups, der geringe Wartungsaufwand sowie der Wegfall der Windows-Limitierungen
beim NAS-Gateway. Doch damit nicht genug: In einer zweiten Phase der
Lösungs-Implementierung wurde das Augenmerk auf das Thema Daten-Archivierung
– von SAP bis MS-Exchange – gerichtet. Dabei wird auf eine
einfache, skalierbare und sichere Lösung zur aktiven Archivierung
zurückgegriffen: die EMC Centera-Plattform. Centeras sind bei Voith in der
Zwischenzeit unter dem Management des weltweit für Archiving Applications
verantwortlichen Archiving Competence Centers St. Pölten in St. Pölten und in
der Zentrale in Heidenheim/Deutschland implementiert und in den nächsten Jahren
in São Paulo/Brasilien und Wilson/USA geplant.
Gut schlafen dank ILM
Bei Voith stehen somit längst alle Zeichen auf Information
Lifecycle Management (ILM). Die Erkenntnis, dass Informationen automatisiert
und entsprechend ihrem Wert und ihrer Nutzung jeweils optimal auf möglichst
kostengünstigen Speichermedien bereitgestellt werden müssen, trägt dabei stark
die Handschrift von DI Erich Seher. „Um das Ziel des „unendlichen Storage“ zu
erreichen, besteht daher auch der Bedarf, Daten über verschiedene
Storage-Klassen transparent für den User zu verschieben“, so der IT-Experte.
„Parallel dazu gilt es, zusätzlich unter Einbindung der Kunden die Daten zu
klassifizieren, den Lebenszyklus der Daten zu definieren und mit diesen Fakten
das Regelwerk zu ergänzen beziehungsweise zu optimieren.“ Als zentrale Vorteile
der neuen Lösung führt DI Seher zusammenfassend zwei Punkte ins Treffen:
Einerseits problemlos mit den Kundenanforderungen mitwachsen zu können und
andererseits sowohl den „produktiven Store“, das „Archiv“ als auch das Backup
von den jeweiligen Wachstumskurven entkoppeln zu können. Die Zusammenarbeit mit
EMC hat sich dabei sehr gut entwickelt. DI Seher: „Wir haben heute ein sehr
kooperatives Verhältnis zu EMC mit klar definierten und kompetenten
Ansprechpartnern, die auch unser Business kennen. Das lässt uns selbst im
kritischen Storage-Bereich gut schlafen.“
ANFORDERUNG
• rund
um die Uhr verfügbare IT-Services
• kontinuierliches
Datenwachstum kos-tenoptimiert in den Griff bekommen
• Zugriff
auch auf ältere Archivdaten sicherstellen
• neue
Storage- und Backup-Lösung
LÖSUNG
• SAN-Lösung
EMC CLARiiON CX500 und EMC Connectrix
• EMC
Navisphere für SAN Management
• EMC
SnapView für Clone und SNAP Integration
• EMC
PowerPath (Load Balancing)
• NAS-Gateway
EMC Celerra NS502G
• EMC
Replication Manager SE und EMC Networker für Backup und Recovery
• aktive
Datenarchivierung mit EMC Centera
• ADIC
i2000 Tape Library