KANZAN Spezialpapiere GmbH
„Informationen müssen verdichtet werden“
Die Papierindustrie ist eine klassische Prozessindustrie. Die
Maschinen laufen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Das ist auch bei der
KANZAN Spezialpapiere GmbH der Fall – obwohl der Herstellungsprozess von
Thermospezialpapieren und die Sortenvielfalt besondere Anforderungen an die
Produktion stellen. „Wir haben ein sehr komplexes Produktprogramm mit
unterschiedlichsten Papierarten und Beschichtungen“, verdeutlicht Bernd
Morgenbrod, Leiter Informations- und Datenverarbeitung von KANZAN. „Bei der
Herstellung müssen wir exakt auf die Sortenreihenfolge achten und die
Produktion genau planen und steuern.“ Nur mithilfe moderner
Informationstechnologie kann KANZAN die Herstellungszyklen kurz halten und
flexibel auf Kundenaufträge reagieren.
In welchem Maße KANZAN der IT eine strategische Bedeutung
beimisst, zeigt sich am Selbstverständnis der IT-Mitarbeiter, die sich als
Consultants im eigenen Hause verstehen: Sie sind zu einem erheblichen Teil
ihrer Arbeitszeit damit beschäftigt, gemeinsam mit den Fachabteilungen Prozesse
und Abläufe im Betrieb zu definieren, um anschließend entsprechende IT-Services
bereitzustellen. Vor allem die Analyse der im Unternehmen vorhandenen und
entstehenden Daten spielt für KANZAN in diesem Zusammenhang eine wichtige
Rolle. Daher legt Morgenbrod großen Wert auf eine effiziente und flexible
Informationsinfrastruktur.
Mehrstufig speichern
Die Basis ist dabei eine zentralisierte
Informationsinfrastruktur, in der alle vorhandenen Daten zusammengefasst und
verwaltet werden. Alle Informationen werden in einem unternehmensweiten
Speichernetzwerk mit mehreren Storage-Ebenen (Tiers) bereitgestellt. So werden
verschiedene Leistungsanforderungen abgedeckt und eine Archivinfrastruktur
bereitgestellt. Im Zuge seiner Business Continuity Strategie hat KANZAN
außerdem eine redundant ausgelegte IT-Infrastruktur mit zwei Rechenzentren
aufgebaut, die in 500 Meter Abstand auf dem Firmengelände angesiedelt sind. Die
Daten werden zwischen den Rechenzentren gespiegelt, so dass bei einem Ausfall
innerhalb kürzester Zeit der Betrieb umgestellt werden kann. Dazu kommt, dass
sich die eingesetzten EMC Symmetrix-Speichersysteme kontinuierlich selbst
überwachen und bei Unregelmäßigkeiten sofort den Wartungs-Service verständigen.
So wird das Problem schon behoben, bevor es zu ernsthaften Konsequenzen für die
Geschäftsabläufe kommt – ein wichtiger Aspekt, wie Morgenbrod betont:
„Der vorausschauende Support und die vorausschauende Maintenance dieser für uns
so wichtigen Storage-Systeme funktionieren optimal.“
Ergänzend implementierte KANZAN eine Archivierungsstrategie
mit dem Ziel, den Blick auf das Tagesgeschäft nicht zu verstellen und die
Produktivsysteme zu entlasten. So werden bei der Datensicherung jene Daten, die
über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wurden, automatisch in ein
Online-Archiv verschoben – ohne dass der Mitarbeiter davon etwas bemerkt.
Die Produktivsysteme und Backup-Prozesse werden von ungenutzten Daten befreit,
kostspielige Primärkapazitäten eingespart und die Performance deutlich
gesteigert.
Informationen effizient nutzen
Ein weiterer wichtiger Aspekt der IT-Strategie von KANZAN ist
die Frage, wie die vorhandenen Informationen im Unternehmen effizient verwaltet
und nutzbringend eingesetzt werden können. Hierzu müssen die Informationen in
einen sinnvollen Bezug zueinander gestellt werden – beispielsweise um die
Ursachen für Produktionsmängel aufzuspüren oder aus alten Informationen
wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung neuer Produkte zu gewinnen. Dies ist
jedoch nur möglich, wenn die Daten in einem Enterprise Content Management
System eingebunden und klassifiziert werden. Dabei befürwortet Morgenbrod ein
zweigleisiges Vorgehen. Für einige Bereiche hat er Regeln definiert, so dass
bestimmte Informationen automatisch klassifiziert werden. Daneben sieht er
jedoch auch die Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in der Verantwortung. Denn
letztlich wissen die Fachabteilungen am besten, über welche Informationen sie
verfügen und wie diese in ihre Prozesse eingebunden werden müssen. Die
IT-Abteilung ist hier vor allem als Prozessberater gefordert: Sie ist dafür
zuständig, die Mitarbeiter mündig zu machen und sie so zu schulen, dass sie
ihre Datenbereiche eigenständig klassifizieren können. Dieses Aufgabenspektrum
ist sehr anspruchsvoll und überrascht umso mehr, hält man sich vor Augen, dass
es sich bei KANZAN nicht um einen internationalen Konzern, sondern um ein
mittelständisches Unternehmen handelt.
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Die Anforderungen
• Bewältigung
eines sehr hohen Datenaufkommens
• Aufbereitung
der vielen Informationen in der Weise, dass sie effizient in die
Geschäftsprozesse eingebunden werden können
• Befähigung
zur Analyse von Daten aus verschiedenen Quellen (Produktion, Steuerung,
Vertrieb, Controlling...), die miteinander in Bezug gesetzt werden
• Ausfallsicherheit
und Flexibilität der Produktionsprozesse
Die Lösung
• Einrichtung
einer Infrastruktur mit zwei räumlich getrennten Rechenzentren, um maximale
Ausfallsicherheit zu gewährleisten
• Speicherung
der Daten auf verschiedenen Speicherebenen mit unterschiedlichen
Service-Profilen, um die Daten zu den günstigsten Kosten so bereitzustellen,
wie sie benötigt werden
• Entlastung
der Produktivsysteme durch eine intelligente Archivierungsstrategie, um die
Performance zu optimieren und Kosten zu sparen
• Klassifizierung
und Bereitstellung der Daten für die Geschäftsprozesse über ein
Enterprise-Content-Management-System
Eingesetzte Produkte von EMC
2x EMC Symmetrix DMX800
2x EMC CLARiiON CX400
EMC SRDF
EMC TimeFinder
EMC PowerPath