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Sie sehen den Artikel: Gut gerüstet: die Gesundheitskarte kann kommen. Veröffentlicht am: 16.11.2006
 
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Gut gerüstet: die Gesundheitskarte kann kommen

 

Universitätsklinikum Leipzig setzt auf cleveres Informations-Management

 

„Mit der elektronischen Gesundheitskarte wird die vernetzte Medizin für 80 Millionen Versicherte greifbar. Die Karte wird das Symbol für den endgültigen Einzug der Informationsgesellschaft ins Gesundheitswesen sein, mit der Chance auf eine bessere medizinische Versorgung.“ Dieser Ausspruch von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im April 2005 macht deutlich, welche Tragweite die geplante Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Jahr 2006 haben wird. Nicht nur für die Patienten, sondern auch für die Leistungserbringer im Gesundheitswesen: Ärzte, Krankenhäuser und ambulante Pflegedienste. Angesichts der Einführung der Gesundheitskarte erwarten Experten ein explosionsartig steigendes Datenwachstum, auf das sich die Kliniken und Arztpraxen vorbereiten müssen. Auch das Universitätsklinikum Leipzig AöR (UKL) steht vor dieser Herausforderung. Um auch weiterhin eine effiziente Patientenversorgung garantieren zu können und gleichzeitig den einschlägigen gesetzlichen Vorgaben zur Datenarchivierung genüge zu tun, hat die UKL eine Speicher- und Archivierungs-Lösung von EMC implementiert.

 

In wohl jedem Krankenhaus in Deutschland ist es der gleiche Ablauf: Ein Patient wird eingeliefert, aufgenommen und vom Pflegepersonal und Ärzten eingehend untersucht. Falls nötig wird der Erkrankte operiert und danach therapiert. Im Laufe seines Aufenthalts in der Klinik entstehen tagtäglich Daten wie Anamnesebögen, Röntgen-, EKG- und CT-Aufnahmen, Medikamentenzuteilungen oder Rezepte. Parallel dazu entstehen Daten auch in Verwaltungsbereichen wie dem Personalwesen, Finanzen, Controlling und Materialwirtschaft. All diese Informationen müssen vom Klinikum verarbeitet, archiviert und gegebenenfalls auch den weiterbehandelnden Ärzten zugänglich gemacht werden. Die Daten sind nicht zuletzt auch Grundlage für die Abrechnung der Leistungen mit den Krankenversicherungen. „Alle Informationen, die im Rahmen der Behandlung unserer rund 48.000 stationären und 260.000 ambulanten Patienten entstehen, müssen in vielen Fällen rund um die Uhr und an jedem Ort des Klinikums verfügbar sein“, sagt Dirk Jaeckel, CIO des Universitätsklinikums Leipzig. „Neben der Kostenreduzierung ist daher die schnelle Zugriffsmöglichkeit der verschiedenen Nutzer innerhalb des Klinikums eines unserer strategischen Ziele.“

 

Zudem müssen sich Ärzte, Klinikpersonal und auch die Patienten mit Reformen und Umstrukturierungen im Gesundheitswesen auseinandersetzen. Notwendige Sparmaßnahmen in allen Bereichen erfordern von den Kliniken eine hohe Kosteneffizienz und -kontrolle bei möglichst verbesserter Qualität der medizinischen Behandlung und Pflege. Um diese Anforderungen leisten zu können, stellen die Krankenhäuser mehr und mehr auf IT-Systeme um, welche die ärztlichen und pflegerischen Prozesse im Wesentlichen erleichtern. Auch im Universitätsklinikum Leipzig hat man bereits 2002 ein Storage Area Network (SAN) auf Basis von EMC-Technologie aufgebaut, um das Datenwachstum mit einer leistungsfähigen Informationsinfrastruktur abzufedern und die Daten verfügbar zu halten. Um die Informationen je nach medizinischer und kaufmännischer Anforderung aufbereiten zu können, haben die Verantwortlichen zudem ein SAP-Business-Intelligence-System (SAP BI) eingeführt. Dieses dient sowohl der Verarbeitung von Fall- und klassischen Bewegungsdaten als auch von Finanzinformationen aller Art zur Unterstützung des Medizin-Controllings.

 

Information Lifecycle Management für SAP

 

Seit Implementierung des ersten SANs im Jahr 2002 haben die Verantwortlichen die Informationsinfrastruktur des Klinikums ständig erweitert und den wachsenden Anforderungen angepasst. Derzeit werden etwa 26 Terabyte an Daten vorgehalten, wovon zehn Terabyte im Rahmen von Backup-to-Disk verwendet werden. Im Zuge der Migration auf die Version 3.5 von SAP Business Intelligence (SAP BW) Anfang 2005 dachten die Verantwortlichen auch über die Implementierung einer Information-Lifecycle-Management (ILM)-Strategie nach. „In einer Einrichtung wie unserer müssen alle Informationen zeitnah und entsprechend der jeweiligen Benutzeranforderung zur Verfügung stehen“, erklärt Jaeckel. „Genau dieses ermöglichen moderne ILM-Szenarien, die wir heute und auch in Zukunft verfolgen werden.“ Mit der Umstellung auf das neue SAP-System haben die Verantwortlichen der UKL im Laufe des ersten Halbjahres 2005 einen ILM-Ansatz ausgewählt und realisiert. Dieser umfasst neben den Massendaten im SAP BI auch die transaktionsorientierten Systeme sowie das Dokumenten-Management innerhalb der SAP-Infrastruktur. „Ziel war es, eine Archivierungslösung zu implementieren, die unsere Daten revisionssicher speichert und außerdem den SAP-Nutzern transparenten Zugriff auf ihre Daten ermöglicht“, so Jaeckel. „Mit EMC haben wir dafür den passenden Partner gefunden.“

 

Nachdem EMC zusammen mit dem Software-Unternehmen Outerbay und dem Systemintegrator Perdata die Ausschreibung des Projekts gewonnen hatte, wurde die neue Archivierungslösung innerhalb von sechs Monaten aufgebaut. Dazu hat EMC zwei gespiegelte Centera CAS (Content Adressed Storage)-Systeme implementiert, die speziell für die revisionssichere Archivierung unveränderlicher Daten konzipiert sind. In der ersten Phase werden Informationen aus dem klinischen Informationssystem des Uniklinikums – beispielsweise Fallinformationen, DRG-Daten oder Apothekenverbräuche – in das SAP-Business-Intelligence-System übernommen und im SAN auf CLARiiON-Speichersubsystemen von EMC gespeichert. Gesteuert wird die Datenablage über die EMC DatabaseXtender Software. Diese bietet einen intelligenten, Policy-basierten Datentransfer aus überlasteten Produktionsdatenbanken über Tiered Storage-Umgebungen, wie sie auch das Uniklinikum Leipzig im SAN aufgebaut hat. DatabaseXtender stellt anhand der mit der jeweiligen Fachabteilung vereinbarten Service Levels sicher, dass die Informationen immer auf dem jeweils kostengünstigsten System abgelegt und im zweiten Schritt dann auf der Centera archiviert werden. „Die Anwender haben trotzdem stets uneingeschränkten und transparenten Zugriff auf die Daten“, erläutert Jaeckel.

 

Alle rechtlichen Anforderungen erfüllt

 

Auch die Daten von abgeschlossenen Prozessen aus den SAP R/3-Modulen zum Finanzwesen und Controlling werden mithilfe der standardisierten SAP-Archivierungsobjekte auf die Centera ausgelagert. Transparenten Zugriff garantiert auch hier der DatabaseXtender. Nach Abschluss des Projekts im Dezember 2005 steht dem Uniklinikum Leipzig eine Informationsinfrastruktur zur Verfügung, die neben der Archivierung von SAP-Daten und -Dokumenten auch die intelligente und transparente Wiederherstellung der archivierten Informationen ermöglicht. Durch die frühzeitige Archivierung der SAP-Daten wird zudem wertvoller Speicherplatz auf den Online-Systemen frei. DatabaseXtender sorgt für eine verbesserte Performance des gesamten Systems: „Die Zugriffszeiten auf die Produktivdaten und auch auf die archivierten Informationen haben sich erheblich verkürzt“, bestätigt Jaeckel. „Trotz Archivierung bleibt der Zugriff für die Benutzer jederzeit gewährleistet.“ Auch auf die Backup-Strategie der UKL hat die neue EMC-Lösung unmittelbar positiven Einfluss: „Durch die Archivierung verringert sich schlicht und einfach das Datenvolumen, das im Rahmen des Backup mit dem EMC NetWorker gesichert werden muss. Die Kosteneinsparungen, die wir durch die Einrichtung der Archivierungs-Lösung erzielen konnten, sind schon nach den ersten Wochen und Monaten sichtbar.“

 

So ist Jaeckel sehr zuversichtlich, dass die Prozesse um die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte, mit denen er sich zusammen mit seinem Team derzeit aktiv beschäftigt, gut beherrscht werden: „Wir sind gerüstet und können das zu erwartende Datenwachstum gut abfangen und managen.“ Auch um die Compliance-Anforderungen, die mit Einführung der elektronischen Gesundheitskarte wieder auf die Agenda der Öffentlichkeit kommen werden, macht sich Jaeckel keine Sorgen mehr: „Mit der Lösung von EMC können wir alle geltenden Vorgaben bezüglich der Datenaufbewahrung voll erfüllen, sowohl medizinisch als auch im Rahmen der GdPDU.“

 

 

Profil Universitätsklinikum Leipzig

 

Das Universitätsklinikum Leipzig ist führend in allen Fragen der modernen Medizin, greift auf die modernsten Behandlungsmethoden zurück und verfügt über neueste Geräte und Apparaturen zur ganzheitlichen medizinischen Behandlung der Patienten. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit aller 28 Kliniken und Polikliniken können die oftmals vielfältigen Ursachen von Erkrankungen umfassend diagnostiziert sowie über Fachgebietsgrenzen hinweg therapiert und geheilt werden.

 

Insgesamt rund 3.000 Mitarbeiter (Ärzte, Pflege- und Verwaltungspersonal, Dienstleister in Serviceeinrichtungen von der Küche bis zum Kosmetikstudio) arbeiten in der Universitätsklinik Leipzig. Alle tragen ihren Teil dazu bei, dass jährlich rund 260.000 Patienten ambulant, 44.500 vollstationär und 2.200 teilstationär behandelt werden können.

 

Die Anforderungen

- Effiziente Archivierungslösung für SAP-Daten

- Reduzierung der Datenmengen beim Backup

- Erfüllung der geltenden Compliance-Anforderungen

- Bessere Verfügbarkeit der Datenbestände

 

Die Lösung

- EMC DatabaseXtender for SAP

- EMC NetWorker für Backup und Recovery

- EMC CLARiiON CX500, CX600

- EMC Centera

 


 

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