Integriertes Informationsmodell
Geschäftsprozesse sicherstellen
Integrierte IT-Management-Lösung automatisiert Verwaltung
der IT-Infrastruktur
Bei dem IT-Management geht es heute nicht länger um die reine
Verwaltung von IT-Ressourcen wie Hardware oder Software. Vielmehr müssen die
Geschäftsprozesse eines Unternehmens sichergestellt werden. Die zunehmende
Komplexität von IT-Infrastrukturen, gepaart mit neuen Technologien wie VoIP,
MPLS, IPTV erfordert ein hohes Maß an Wissen über die Zusammenhänge, die sich
über Netzwerke, Systeme und Anwendungen hinweg erstrecken. Probleme mit der
IT-Infrastruktur haben eine große Auswirkung auf die gesamten Geschäftsprozesse
und Kernapplikationen eines Unternehmens. Deshalb müssen Fehler bereits
frühzeitig erkannt und behoben werden.
Eine Wechselwirkung zwischen Netzwerk, Hardware und
Anwendungen sowie die Auswirkungen von Ausfällen auf die Unternehmensabläufe sind
aufgrund ihrer Komplexität oft nur schwer nachvollziehbar. Fällt beispielsweise
ein Switch aus, ist der Zugriff auf das Netzwerk und damit auf die Anwendung
nicht mehr möglich. Die Folge: Kundenanfragen können nicht bearbeitet werden.
Die bereits in der Vergangenheit weit verbreiteten Event Management Tools
liefern in solchen Fällen bei der Fehlersuche in der Regel nur eine Flut von
Daten, ohne jedoch Probleme von Symptomen zu unterscheiden oder etwa die
Auswirkung auf die Anwender aufzuzeigen. Zudem können diese Event
Management-Lösungen selten mit der Komplexität der IT-Umgebung mithalten, da
sie sich nicht automatisch an die permanenten Veränderungen der
IT-Infrastruktur wie des Netzwerkes anpassen.
Neue Ansätze für Automatisiertes IT-Management
Im Gegensatz dazu bieten IT-Management-Lösungen, die ein
integriertes Informationsmodell nutzen, eine automatische Anpassung bei
Veränderungen der IT-Infrastruktur wie des Netzwerkes. Diese Managment-Systeme
behandeln Netzwerke, Systeme oder Applikationen nicht als Silos, die unabhängig
voneinander arbeiten. Vielmehr erzeugen sie ein einheitliches Datenmodell, das
darstellt, wie sämtliche Bestandteile einer bestehenden Systemumgebung
zusammenarbeiten und wie die Wechselwirkung der einzelnen Komponenten ist
– in der Topologie, in ihren logischen Beziehungen zueinander und ihrer
Interaktionen untereinander.
Automatisierung ist auf allen Ebenen nötig
Viele Management-Lösungen bedienen sich
heute bei der Ereignisüberwachung
dem so genannten Bottom-Up-Ansatz. Anhand aufwändig und manuell
konfigurierbarer Filter sammeln sie Zustandsinformationen der Objekte und
versuchen durch ein manuell erstelltes Regelwerk höherwertige Informationen aus
den Rohdaten zu gewinnen. Für die Fehlerauswertung liegen nur Rohdaten vor, die
Stück für Stück wie ein Puzzle zusammenzufügen sind. Ein solcher Lösungansatz
ist sehr zeitaufwändig und verursacht dadurch lange Ausfallzeiten.
Im Gegensatz dazu erlaubt der Top-Down-Ansatz die
Automatisierung auf allen Ebenen. Dieser Ansatz beginnt damit, dass die
Management-Lösung mit Hilfe eines eingebauten Objektmodells und einer
Codebook-Korrelationstechnologie alle möglichen Ursachenprobleme und deren
Symptome vorab kalkuliert. Das Objektmodell beschreibt das Verhalten von
physikalischen und logischen Komponenten der Infrastruktur und wird mit
Informationen über die vorhandene Topologie angereichert. Im Gegensatz zu
anderen Lösungen wird die Topologie der gesamten IT-Infrastruktur analysiert.
Ändert sich die Topologie, wird automatisch die Korrelationsmatrix erneuert.
Probleme werden automatisch identifiziert, und die Auswirkungen von
Netzwerkproblemen auf die Geschäftsprozesse und Applikationen sichtbar gemacht.
Die EDV wird mit sofort umsetzbaren Informationen versorgt und kann die
Probleme frühzeitig lösen, so dass die Geschäftsprozesse sehr oft ohne
Unterbrechung weiterlaufen.
Der Top-Down-Ansatz gliedert sich in drei Phasen:
I- dentifizieren der IT-Objekte, die den Dienst oder
Geschäftsprozess unterstützen. Dazu gehören beispielsweise Server, Router,
Firewalls, Anwendungen, Datenbanken sowie ihre logischen und physikalischen
Verbindungen untereinander.
- Ermittlung der Probleme, die bei jedem servicerelevanten
Objekt auftreten können. Diese werden als authentische Probleme bezeichnet, um
sie von anderen Zustandsinformationen (Symptomen) zu unterscheiden.
- Identifizieren der Symptome, die zur Erkennung eines
authentischen Problems genutzt werden.
Ähnlich wie ein Arzt alle Symptome analysiert, um eine
Erkrankung festzustellen, ist die Ursachenanalyse (Root-Cause-Analyse) darauf
ausgerichtet, authentische Probleme exakt zu identifizieren. Dabei ist es die
einzigartige Kombination der Symptome, die ein Problem vom anderen
unterscheidet.
Service-Provider und andere Unternehmen müssen sich heute
vielen neuen Herausforderungen stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Sie
benötigen Management-Lösungen, die in der Lage sind, neue Technologien wie
MPLS, Multicast oder VoIP, schnellstmöglich zu unterstützen.
Nur eine automatisierte Management-Lösung, die die
IT-Infrastruktur als Ganzes sieht und analysiert ist in der Lage schnellstmöglich Probleme aufzudecken
und damit kostspielige Ausfallzeiten zuvermeiden.
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Autor: Stephan
Bernigau, Regional Director EMC Smarts Central & Eastern Europe