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Sie sehen den Artikel: Sicher? Sicher!. Veröffentlicht am: 22.11.2005
 
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Schnellere Backup- und Recovery-Prozesse

 

Sicher? Sicher!

 

Die effiziente Sicherung und Wiederherstellung von Daten stellt Unternehmen aller Größenordnungen seit Jahrzehnten vor immer neue Herausforderungen. Lange Zeit betrachteten Administratoren Backup-Vorgänge als notwendiges Übel, das in der Regel nur sehr langsam vorangeht, mit viel Aufwand verbunden ist und dessen Verlässlichkeit in vielen Fällen zu wünschen übrig lässt. Auch unter Kostengesichtspunkten war der Bereich Backup und Recovery lange einsame Spitze innerhalb der IT: Nahezu zwei Drittel aller Aufwendungen für Speicher-Management entstehen laut einer Studie der META Group durch fehlgeschlagene Backup-Prozesse, ausgefallene Bandlaufwerke oder Medienfehler.

 

Die zunehmende Datenflut in den Unternehmen und strenge gesetzliche Regelungen zur revisionssicheren Archivierung und Sicherung von Daten tun ein Übriges. Sie zwingen die Verantwortlichen, ihre Backup-Strategien zu überdenken und neu aufzusetzen. Neue Technologien und Software-Lösungen unterstützen sie dabei, ein verlässliches, effizientes Backup einzuführen, das den geschäftlichen Anforderungen und gesetzlichen Richtlinien entspricht.

 

Allein die immens steigenden Informationsmengen in den Rechenzentren zwingen die Administratoren dazu, neue Verfahren und Strategien beim Backup zu implementieren. Marktforscher rechnen mit einem durchschnittlichen Datenwachstum von 50 Prozent und mehr. Die Datensicherung dauert folglich immer länger. Gleichzeitig werden in vielen Unternehmen die zur Verfügung stehenden Backup-Fenster reduziert, um wertvolle Netzwerk-Bandbreiten für andere Geschäftsprozesse nutzen zu können. Ähnlich strenge Vorgaben gelten für die Wiederherstellung im Falle eines Datenverlusts oder Ausfalls der Produktivsysteme. Viele Unternehmen fordern von ihren IT-Verantwortlichen die Garantie, verlorene Informationen nach einem Ausfall innerhalb von Minuten wiederherstellen zu können anstelle von Stunden oder gar Tagen. Diese Anforderungen und Service Levels einzuhalten, wird für die IT-Abteilungen und Administratoren zunehmend schwierig.

 

Konkurrenzdruck und die Anforderungen einer dank Internet global operierenden Geschäftswelt zwingen die Unternehmen dazu, über eine Business-Continuance-Strategie nachzudenken, die eine Geschäftstätigkeit möglichst rund um die Uhr erlaubt. Kein international tätiges Unternehmen kann sich längere Ausfälle der IT oder gar Datenverluste leisten – noch dazu in Zeiten, in denen die Anforderungen des Gesetzgebers hinsichtlich Aufbewahrung und Löschung der unterschiedlichen Klassen von Informationen immer umfassender werden. Daher spielen Datensicherung und -wiederherstellung eine zentrale Rolle. Hinzu kommt häufig die neue Vorgabe, die Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten. In vielen Unternehmen wird jeder einzelne Geschäfts- und IT-Prozess unter die Lupe genommen mit dem Ziel, diesen zu beschleunigen und die Kosten zu senken. Backup und Recovery stehen dabei oft an erster Stelle, denn Analysten zufolge verbringen IT-Abteilungen drei Viertel ihrer Zeit mit der Sicherung und Wiederherstellung von Daten. Dies bekräftigt Anders Lofgren von Forrester Research: „75 Prozent des Storage Managements sind Backup und Recovery, wobei 30 Prozent aller Recovery-Operationen fehlschlagen, weil das entsprechende Backup vermasselt wurde.“ Die Storage-Branche reagiert mit neuen Technologien und Strategien auf diese Herausforderungen und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Daten verlässlich zu sichern und innerhalb kürzester Zeit wiederherzustellen.

 

Service Levels beim Backup

 

Ziel einer Backup- und Recovery-Strategie sollte eine Informationsinfrastruktur sein, die jederzeit Zugriff auf die Unternehmensdaten ermöglicht. Dabei sind nicht alle Daten und Applikationen gleich wichtig. Unabhängig von der Unternehmensgröße ist es daher im Sinne eines Information Lifecycle Managements (ILM) wichtig, eine Einstufung und Klassifizierung der Applikationen und Daten vorzunehmen. Entsprechend der Wichtigkeit legen die Verantwortlichen Service Levels fest, die Aspekte wie Backup-Zeiten, Häufigkeit und Umfang der Datensicherungen sowie garantierte Wiederherstellungszeiten umfassen. Ist dies geschehen, geht es an die Auswahl der richtigen Lösungen für die jeweilige Unternehmens-Infrastruktur.

 

Tape oder Disc?

 

Herkömmliche Ansätze mit mehreren Backup-Servern und Bandlaufwerken können in der Regel aktuelle Recovery-Anforderungen nicht mehr erfüllen. Auch das schlichte Hinzufügen von Kapazitäten oder die Verminderung der Anzahl von Backups ist kaum akzeptabel, denn so entstehen höhere Kosten und eine höhere Komplexität der Infrastruktur. Um die Zuverlässigkeit und Performance des Backups zu optimieren, braucht es ein Zusammenspiel von Hardware und der entsprechenden Management-Software. Hardware-seitig haben sowohl Bandlaufwerke als auch Disk-basierte Backup-Systeme ihre Berechtigung. Bandlaufwerke sind mit Kosten von unter einem halben Cent pro Megabyte nach wie vor unschlagbar günstig, haben aber in punkto Performance eine Reihe von Nachteilen. Backup-to-Disk-Lösungen hingegen bieten wesentlich höhere Sicherungs- und Wiederherstellungs-Geschwindigkeiten. Zwar liegen die Kosten mit etwa 2,5 Cent pro Megabyte noch über denen für Tape-Lösungen. Mit dem schneller werdenden Verfall der Festplattenpreise jedoch wird dieser Nachteil in naher Zukunft egalisiert sein. Aufgrund dessen scheinen sich die Platten-basierten Lösungen immer mehr durchzusetzen. Laut einer Umfrage von Goldman Sachs (IT Spending Survey) aus dem Januar 2005 planen 71 Prozent der befragten Unternehmen den Einsatz von Disk-basierten Backup-Lösungen innerhalb der nächsten zwölf Monate.

 

Archivierung als Teil der Backup-Strategie

 

Unabhängig von der Wahl des Speichermediums gibt es eine weitere Möglichkeit, die Datensicherung zu optimieren. Seit einiger Zeit verfolgt EMC einen Ansatz, der über die üblichen Backup-Strategien hinausgeht. Das Unternehmen verbindet Backup und Recovery mit einer Archivierungslösung, auf die die Applikationen in der Produktiv-Umgebung zugreifen können. „Es kommt häufig vor, dass im Rahmen eines herkömmlichen Backups Daten wieder und wieder gesichert werden, die seit geraumer Zeit gar nicht mehr verändert wurden“, beschreibt Marc-Philipp Kost, Centera Business Manager Germany bei EMC. „Lagert man diese Daten auf ein Online-Archivsystem wie Centera aus, verringert sich das im Backup zu sichernde Datenvolumen erheblich.“ Der Nutzen einer solchen Strategie ist offensichtlich: Speicherplatz auf den teuren Aktivsystemen wird frei, die Speicherkosten sinken, Backup- und Recovery-Prozesse werden aufgrund der kleineren Datenmengen beschleunigt. So gewinnen Unternehmen wertvolle Zeit, die sie für andere Geschäftsprozesse nutzen können. Backup und Archivierung sind also nicht zwei Vorgänge, die unabhängig voneinander verfolgt werden sollten, sondern sich ergänzende Maßnahmen, die beide Teil einer umfassenden Business-Continuity-Strategie sind.

 

Software – der Leim, der alles zusammenhält

 

Nicht unwichtig ist auch eine leistungsfähige Backup-Software, die möglichst beide Technologien (Tape und Disc) unterstützt. Nur so haben Anwender eine größtmögliche Flexibilität und Zukunftssicherheit, egal ob sie auf Tapes, Disks oder beides setzen. Ideal ist eine Lösung, die ein zentralisiertes Backup für alle Standorte und/oder Abteilungen des Unternehmens bietet. So werden auch Daten von Außenstellen und Filialen in die Sicherung mit einbezogen. Um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten, setzen viele Unternehmen auf mehrere Kopien, die an verschiedenen Standorten vorgehalten werden. Hier ist es sinnvoll, eine Software zu nutzen, die mehrere Backup-Streams gleichzeitig erlaubt. Dies beschleunigt den Sicherungsvorgang und ermöglicht kleinere Backup-Fenster. Dabei sollte die Software eine offene Architektur unterstützen, das heißt, in heterogenen Umgebungen über verschiedene Systeme hinweg einsetzbar sein. Gerade in Unternehmen, die sich durch Zukäufe und Akquisitionen vergrößern, bedeutet dies eine Vereinfachung und Konsolidierung der Backup-Strategie. Neue Server, Storage-Bausteine oder Netzwerk-Komponenten werden von der Software erkannt und entsprechend zuvor festgelegten Regeln in das Backup-Szenario mit eingebunden.

 

ILM – auch beim Backup

 

Der modulare Aufbau einer Backup-Lösung ist sinnvoll, damit sie an die individuellen Anforderungen des jeweiligen Unternehmens angepasst werden kann. So bezahlt der Anwender auch nur die Funktionalitäten, die er wirklich benötigt. Generell sind aber die Ausgaben für eine Datensicherung immer in Relation zum Wert der Informationen für das Unternehmen zu sehen. Anwender sollten bei der Kaufentscheidung neben dem Preis von Systemen und Software die möglichen Ersparnisse durch verringerte Ausfallzeiten berücksichtigen. Je schneller die Daten wieder verfügbar sind, desto geringer sind die Kosten eines Systemausfalls. Investitionen in geeignete Lösungen für Backup sind demnach die beste Verteidigung gegen Datenverluste.

 

Fazit

 

Downtime bedeutet Stillstand, daher kann sich kein Unternehmen Ausfälle der IT und Unterbrechungen im Zugriff auf die Unternehmensdaten leisten. Folglich haben fast alle Unternehmen, Behörden und Organisationen im Kern die gleichen Interessen, wenn es um die Sicherheit ihrer Daten geht. Die Komplexität und die Wege, die zum Ziel führen, sind jedoch unterschiedlich. Speicherhersteller wie EMC adressieren mittlerweile mit ihren Lösungen und Beratungs-Services die verschiedenen Anforderungen. Sie bieten sowohl auf der Hardware- als auch auf der Software-Seite entsprechende Lösungen, die individuell konfigurierbar sind und so den verschiedenen Bedürfnissen der Unternehmen entgegenkommen. So ist Business Continuity nach wie vor notwendig – muss aber kein Übel mehr sein.

 

 

 

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