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Sie sehen den Artikel: Fragen und Antworten zum Thema Enterprise Content Management-Interview mit Lothar Hänle, Director Marketing - Central & Eastern Europe, EMC Documentum. Veröffentlicht am: 17.08.2005
 
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Enterprise Content Management- Q+As

 

Über den Begriff Enterprise Content Management (ECM) wird häufig gewitzelt, dass er eher für Vernebelung als für Klarheit sorgt. Das gilt sicher vor allem für Anwender, die auf der Suche nach Lösungen für ganz bestimmte Probleme sind. Wie erklären Sie Ihren Kunden ECM?

 

Ein Enterprise Content Management (ECM)-System deckt den gesamten Lebenszyklus von Inhalten ab – von der Erstellung über die Archivierung bis hin zur Vernichtung. ECM umfasst Technologien und Methoden zur Erfassung, Verwaltung/Verarbeitung, Bereitstellung und Speicherung von Informationen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse im Unternehmen. Im Rahmen von ECM verschmelzen zahlreiche unterschiedliche Applikationen, die zugleich alle miteinander verbunden sind: Enterprise Document Management (EDM), Web Content Management (WCM), Digital Asset Management (DAM), Enterprise Records Management (ERM), Archivierung und Collaboration Content Management (CCM).

Mit welchen konkreten Problemen/Anliegen kommen die Kunden zu Ihnen?

Die Bedürfnisse und Problemstellungen für das Contentmanagement gestalten sich je nach Unternehmen und Branche anders. Bei Pharmaunternehmen beispielsweise sind Compliances seit eh und je ein zentrales Thema. Mit einem zentralen Contentmanagement-System können gesetzliche Auflagen verlässlich eingehalten und Zulassungsverfahren entsprechend beschleunigt werden. Oder bei unserem Kunden Lufthansa Technik war es das ausschlaggebende Problem, verschiedene Contentmanagement-Systeme zu konsolidieren und auf einer Plattform zu vereinen. Eine stetig steigende Anforderung ist die effiziente Verwaltung von globalem WebContent in verschiedenen Sprachen mit der effektiven Anbindung an bestehende Unternehmensapplikationenen. Viele unserer Kunden haben hier enorme wirtschaftliche Vorteile durch den Einsatz von Documentum Software erzielen können.

 

Was wollen die Unternehmen Ihrer Erfahrung nach durch den Einsatz einer ECM-Lösung vor allem erreichen?
 

Neben der maximalen Ausschöpfung des Wissenskapitals im Unternehmen, ist die Kostensenkung durch den Einsatz von ECM-Systemen das Hauptziel von Unternehmen. Diese Effizienzsteigerung erreichen sie in verschiedenen Bereichen. Entweder ist es das Ziel, die verschiedenen Systeme historisch gewachsener Repositories zu konsolidieren. Oder bei Kunden stehen Rationalisierung von Zugriff, Abruf und die Wiederverwendung von Informationen im Vordergrund. Auch von der Verbesserung der Zusammenarbeit mit Lieferanten, Partnern und Kunden durch Einsatz von Collaboration Technologie möchten Unternehmen profitieren. Der Beitrag, den ECM leisten kann, gewinnt zunehmend an Bedeutung, wenn es darum geht, gesetzliche Vorschriften bei der Aufbewahrung und Speicherung von Daten einzuhalten oder sensible Daten für einen festgelegten Zeitraum in sicherer, unveränderbarer Speicherumgebung abzulegen. Ein weiteres Ziel ist oft die Beschleunigung von Produktentwicklung und -einführung, so dass die Effektivität von Marktkanälen durch die rechtzeitige und passende Auslieferung von Informationen an die entsprechenden Stellen erhöht wird.

 

Mit welchen Entscheidungsträgern aus den Unternehmen haben Sie hauptsächlich zu tun?

Das hängt immer auch von der Unternehmensgröße ab. Enterprise Content Management Systeme werden in erster Linie von Fachbereichs- bzw. Abteilungsleitern gewünscht und von CIOs oder IT-Führungskräften zunehmend als strategischer Investitionsbereich wahrgenommen. Dies trifft sowohl auf den Mittelstand als auch auf Großunternehmen zu. Häufig stehen Collaboration-Tools am Anfang der Einführung von unternehmensweiten Content Systemen, die zur Projektarbeit von einem Abteilungs- oder Projektleiter eingeführt werden.  Sie verbreiten sich wie im Schneeballsystem in anderen Unternehmensbereichen und führen oft zu einer einheitlichen unternehmensweiten Informations Verwaltung im Sinne eines ECM Systems.

Welche Anbieter sehen Sie als Ihre wichtigsten Mitbewerber im Bereich ECM?

Bei äußerst komplexen und spezifischen Anforderungen eines Unternehmens, zeigt sich immer wieder, dass wir uns mehr von dem Mitbewerb wie Opentext und Filenet abheben. In manchen Bereichen müssen wir allerdings auch Unternehmen wie Microsoft und IBM, die an anderer Stelle auch Partner von uns sind, beobachten. Da sich der Markt nach wie vor in der Konsolidierungsphase befindet, hat der Einsatz von Documentum-Lösungen von EMC für Unternehmen außerdem einen entscheidenden Vorteil: wir sind bereits integriert in EMC und bieten den Kunden somit Beständigkeit und langfristige Sicherheit.

Wie beurteilen Sie den deutschen ECM-Markt?

Der ECM-Markt zeichnet sich in Deutschland nach wie vor durch ein überdurchschnittliches Wachstum aus - Schätzungen für 2005/2006 liegen bei 15 Prozent. Die entscheidenden Impulse setzen dabei die Themen  Collaboration, Compliance, Business Process Management und Konsolidierung – mit dem Ziel Kosten einzusparen. 

Welche wichtigen Zukunftstrends sieht Ihr Unternehmen im Bereich ECM?

 

Als treibende Faktoren für den steigenden Bedarf von ECM-Systemen sehen wir insbesondere die Zunahme von Compliances und Web Contents. Es wird angenommen, dass unstrukturierte Inhalte je nach Unternehmensbranche jährlich zwischen 65 bis 200 Prozent wachsen. Eine Vereinheitlichung und Intergration der Systeme haben wir mit der ECM-Plattform Documentum 5.3 geschaffen. In Zukunft steht für EMC die Entwicklung einzelner Lösungen im Vordergrund, beispielsweise spezielle Applikationen für Marketing-, Ressource- oder Contract Management. Insgesamt ist die weitere Vereinfachung von Prozessen unser maßgebendes Ziel und auch die Anforderung, die unsere Kunden an uns stellen.

 

Für redaktionelle Fragen:

Fink & Fuchs Public Relations AG

Antje Singer

Tel: 089-5 89 78 70

antje.singer@ffpr.de

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27.09.2005
Lothar Hänle
Lothar Hänle
 
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