Enterprise Content Management- Q+As
Über den Begriff Enterprise Content Management (ECM) wird
häufig gewitzelt, dass er eher für Vernebelung als für Klarheit sorgt. Das gilt
sicher vor allem für Anwender, die auf der Suche nach Lösungen für ganz
bestimmte Probleme sind. Wie erklären Sie Ihren Kunden ECM?
Ein Enterprise Content Management (ECM)-System deckt den gesamten
Lebenszyklus von Inhalten ab – von der Erstellung über die Archivierung
bis hin zur Vernichtung. ECM umfasst Technologien und Methoden zur Erfassung,
Verwaltung/Verarbeitung, Bereitstellung und Speicherung von Informationen zur
Unterstützung der Geschäftsprozesse im Unternehmen. Im Rahmen von ECM
verschmelzen zahlreiche unterschiedliche Applikationen, die zugleich alle
miteinander verbunden sind: Enterprise Document Management (EDM), Web Content
Management (WCM), Digital Asset Management (DAM), Enterprise Records Management
(ERM), Archivierung und Collaboration Content Management (CCM).
Mit welchen konkreten Problemen/Anliegen kommen die
Kunden zu Ihnen?
Die Bedürfnisse und Problemstellungen für das
Contentmanagement gestalten sich je nach Unternehmen und Branche anders. Bei
Pharmaunternehmen beispielsweise sind Compliances seit eh und je ein zentrales
Thema. Mit einem zentralen Contentmanagement-System können gesetzliche Auflagen
verlässlich eingehalten und Zulassungsverfahren entsprechend beschleunigt
werden. Oder bei unserem Kunden Lufthansa Technik war es das ausschlaggebende
Problem, verschiedene Contentmanagement-Systeme zu konsolidieren und auf einer
Plattform zu vereinen. Eine stetig steigende Anforderung ist die effiziente
Verwaltung von globalem WebContent in verschiedenen Sprachen mit der effektiven
Anbindung an bestehende Unternehmensapplikationenen. Viele unserer Kunden haben
hier enorme wirtschaftliche Vorteile durch den Einsatz von Documentum Software
erzielen können.
Was wollen die Unternehmen Ihrer Erfahrung nach durch den
Einsatz einer ECM-Lösung vor allem erreichen?
Neben der maximalen Ausschöpfung des Wissenskapitals im
Unternehmen, ist die Kostensenkung durch den Einsatz von ECM-Systemen das
Hauptziel von Unternehmen. Diese Effizienzsteigerung erreichen sie in
verschiedenen Bereichen. Entweder ist es das Ziel, die verschiedenen Systeme
historisch gewachsener Repositories zu konsolidieren. Oder bei Kunden stehen
Rationalisierung von Zugriff, Abruf und die Wiederverwendung von Informationen
im Vordergrund. Auch von der Verbesserung der Zusammenarbeit mit Lieferanten,
Partnern und Kunden durch Einsatz von Collaboration Technologie möchten
Unternehmen profitieren. Der Beitrag, den ECM leisten kann, gewinnt zunehmend
an Bedeutung, wenn es darum geht, gesetzliche Vorschriften bei der Aufbewahrung
und Speicherung von Daten einzuhalten oder sensible Daten für einen
festgelegten Zeitraum in sicherer, unveränderbarer Speicherumgebung abzulegen.
Ein weiteres Ziel ist oft die Beschleunigung von Produktentwicklung und
-einführung, so dass die Effektivität von Marktkanälen durch die rechtzeitige
und passende Auslieferung von Informationen an die entsprechenden Stellen
erhöht wird.
Mit welchen Entscheidungsträgern aus den Unternehmen
haben Sie hauptsächlich zu tun?
Das hängt immer auch von der Unternehmensgröße ab. Enterprise
Content Management Systeme werden in erster Linie von Fachbereichs- bzw.
Abteilungsleitern gewünscht und von CIOs oder IT-Führungskräften zunehmend als
strategischer Investitionsbereich wahrgenommen. Dies trifft sowohl auf den
Mittelstand als auch auf Großunternehmen zu. Häufig stehen Collaboration-Tools
am Anfang der Einführung von unternehmensweiten Content Systemen, die zur
Projektarbeit von einem Abteilungs- oder Projektleiter eingeführt werden. Sie verbreiten sich wie im
Schneeballsystem in anderen Unternehmensbereichen und führen oft zu einer
einheitlichen unternehmensweiten Informations Verwaltung im Sinne eines ECM
Systems.
Welche Anbieter sehen Sie als Ihre wichtigsten Mitbewerber
im Bereich ECM?
Bei äußerst komplexen und spezifischen Anforderungen eines
Unternehmens, zeigt sich immer wieder, dass wir uns mehr von dem Mitbewerb wie
Opentext und Filenet abheben. In manchen Bereichen müssen wir allerdings auch
Unternehmen wie Microsoft und IBM, die an anderer Stelle auch Partner von uns
sind, beobachten. Da sich der Markt nach wie vor in der Konsolidierungsphase
befindet, hat der Einsatz von Documentum-Lösungen von EMC für Unternehmen
außerdem einen entscheidenden Vorteil: wir sind bereits integriert in EMC und
bieten den Kunden somit Beständigkeit und langfristige Sicherheit.
Wie
beurteilen Sie den deutschen ECM-Markt?
Der ECM-Markt zeichnet sich in Deutschland nach wie vor durch
ein überdurchschnittliches Wachstum aus - Schätzungen für 2005/2006 liegen bei
15 Prozent. Die entscheidenden Impulse setzen dabei die Themen Collaboration, Compliance, Business
Process Management und Konsolidierung – mit dem Ziel Kosten einzusparen.
Welche wichtigen Zukunftstrends sieht Ihr Unternehmen im
Bereich ECM?
Als treibende Faktoren für den steigenden Bedarf von
ECM-Systemen sehen wir insbesondere die Zunahme von Compliances und Web
Contents. Es wird angenommen, dass unstrukturierte Inhalte je nach
Unternehmensbranche jährlich zwischen 65 bis 200 Prozent wachsen. Eine
Vereinheitlichung und Intergration der Systeme haben wir mit der ECM-Plattform
Documentum 5.3 geschaffen. In Zukunft steht für EMC die Entwicklung einzelner
Lösungen im Vordergrund, beispielsweise spezielle Applikationen für Marketing-,
Ressource- oder Contract Management. Insgesamt ist die weitere Vereinfachung
von Prozessen unser maßgebendes Ziel und auch die Anforderung, die unsere
Kunden an uns stellen.
Für redaktionelle Fragen:
Fink & Fuchs Public Relations AG
Antje Singer
Tel: 089-5 89 78 70
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