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Sie sehen den Artikel: Technologien für den Ein- und Umstieg. Veröffentlicht am: 12.08.2005
 
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Technologien für den Ein- und Umstieg

 

Raus aus der Spezialisten-Ecke: iSCSI etabliert sich

 

Der Markt für IP-Storage spielt eine immer wichtigere Rolle: IDC rechnet damit, dass der Umsatz mit iSCSI-fähigen (Internet Small Computer Systems Interface) Speichergeräten jährlich um 250 Prozent zunimmt. Um von diesem üppigen Kuchen zu profitieren, hat der Speichermarktführer EMC bereits 2003 sein erstes Highend-System, die Symmetrix DMX, IP-netzfähig gemacht. Ein Jahr später waren die Celerra-NAS-Systeme im iSCSI-Umfeld einsetzbar. Mit iSCSI-fähigen Versionen der CLARiiON-Subsysteme können jetzt auch kleine und mittelständische Unternehmen kostengünstig in die SAN (Storage Area Network)-Welt einsteigen. Malte Rademacher, Regional Marketing Director bei EMC, sieht großes Potenzial: „iSCSi ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema, allerdings bislang von geringer Marktakzeptanz. Dies wird sich in diesem Jahr ändern. Wir erwarten, dass Unternehmen iSCSI als interessante Alternative zu SANs nutzen werden.“

 

Der Aufbau von Speichernetzen galt bislang als aufwändig und kostspielig. Seit aber iSCSI die teure Fibre-Channel-Technik (FC) ergänzt, können auch kleine und mittelgroße Unternehmen in die Welt der vernetzten Speicher einsteigen: Das meist im Unternehmensnetz vorhandene Ethernet-Protokoll erlaubt ohne großen Aufwand den Aufbau zentraler Speichernetze auf Basis von IP-Technologie. Sogar für große Unternehmen, die bereits komplett mit FC ausgestattet sind, bietet sich iSCSI zur Anbindung ihrer Filialen an. Insbesondere die Personalkosten spielen dem IP-Speicherprotokoll in die Hände. Spezialisten, die sich mit der Wartung und Pflege von FC-Umgebungen auskennen, sind rar und teuer. Das gilt gleichermaßen für Fachpersonal, das Backup-Server einrichten und pflegen kann. iSCSI hingegen muss nicht lange erlernt werden, denn die Basisprotokolle sind jedem System- und Netzwerkverwalter bekannt.

 

EMC hat berechnet, dass ein IP-basierendes Speichernetz, abhängig von der verwendeten Hardware und der Anzahl der angeschlossenen Server, um 18 bis 40 Prozent preiswerter ist als eine FC-Umgebung. Fast alle professionell genutzten Speichergeräte arbeiten mit dem SCSI-Protokoll. Die Internet-Protokollfamilie IP wiederum ist der maßgebliche Standard in gängigen Nahbereichs- und Weitverkehrsnetzen, LANs und WANs. iSCSI kann beide Protokolle verbinden und so den kostengünstigen Aufbau von Speichernetzwerken auf Basis von gängigen Ethernet-Netzwerkkomponenten ermöglichen. Mit Gbit-Ethernet und erst recht mit 10-Gbit-Ethernet offerieren moderne LAN/WAN-Techniken zudem mehr als genug Bandbreite für Speichernetze.

 

Die Tür zu Fibre Channel bleibt offen

 

Trotz aller Vorteile ist FC mit einer Performance von 2 Gigabyte pro Sekunde nach wie vor dem Ethernet-Protokoll überlegen. iSCSI eignet sich aber insbesondere für Anwendungen mit niedrigeren Durchsatzanforderungen oder für die Konsolidierung der bestehenden Umgebung. Das bringt weitere Vorteile: In konsolidierten Speichernetzen werden generell die Ressourcen besser ausgelastet, Investitionen in neue Server verschoben und operative Aufgaben wie Backup oder Restore wesentlich einfacher. Sollte eines Tages ein leistungsfähigeres Speichernetz gefragt sein, unterstützt EMC Kunden mit Upgrades von iSCSI zu FC.

 

Bislang war es ein kostspieliges Unterfangen, einen Windows-Server FC-fähig zu machen. EMCs strategischer Partner Microsoft unterstützt deshalb ebenfalls die Weiterentwicklung von iSCSI. Bereits Mitte 2003 hat das Unternehmen die Verfügbarkeit der iSCSI Software Driver für Microsoft Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003 angekündigt. Zane Adam, Director Enterprise Storage Division bei Microsoft, ist überzeugt: „Mit der Unterstützung von iSCSI durch die Speichersysteme von EMC und die Microsoft Windows-Produkte haben Unternehmen nun alle nötigen Bestandteile, um ihre Server über iSCSI in ihren SANs zu konsolidieren.“ 

 

Mit den jetzt vorgestellten iSCSI-fähigen Versionen seiner CLARiiON-Subsysteme will EMC vor allem kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) ermutigen, effiziente SANs zu implementieren, die auf bereits vorhandenen IP-Netzwerken basieren. Die neuen iSCSI-Systeme EMC CLARiiON AX100i, CX300i und CX500i ermöglichen Firmen aller Größenordnungen den kostengünstigen Einstieg in die SAN-Technologie. Der Clou: Die iSCSI-Lösungen sind zu Einstiegspreisen ab 5.000 Euro erhältlich. Alle weiteren Preise entsprechen denen der FC-Modelle. Mit den Systemen lassen sich vorhandene IT-Infrastrukturen konsolidieren, Kosten senken und umfangreiche Strategien für das Management von Informationen aufsetzen. EMC bietet die iSCSI-Technologie auch für seine EMC Symmetrix DMX-, Celerra NAS- und NetWin-Systeme sowie für die EMC Connectrix SAN Switches. Die CLARiiON AX100i ist über EMCs weltweites Velocity-Channel-Programm und über Dell verfügbar. Die CX500i ist bereits bei EMC-Partnern erhältlich, die CX300i wird voraussichtlich ab dem zweiten Quartal 2005 angeboten.

 

Zur Ausstattung der neuen Lösungen gehört ein umfangreiches Software-Paket für das Management der iSCSI-Infrastruktur. Für die CLARiiON CX300i und CX500i bietet EMC die Navisphere Management Suite und die SnapView-Software an. Die CLARiiON AX100i ist zudem vorkonfiguriert und voll ausgestattet mit Funktionalitäten für Setup, Management und Datenschutz. Alle neuen Modelle unterstützen den Betrieb mit Servern, auf denen Microsoft Windows Server 2000 und 2003 installiert ist.

 

Während EMC die neue AX100i mit kostengünstigen Serial- ATA (SATA)-Festplatten ausstattet, kommen in der CX300i und CX500i sowohl FC- als auch SATA-Platten zum Einsatz. Das ermöglicht Anwendern, eine flexible, abgestufte Storage-Infrastruktur auf der Basis von nur einem System aufzubauen und so die Grundlage für flexibles Informations-Management zu legen.

 

iSCSI eröffnet neue Märkte

 

Die im Vergleich zu FC-SANs geringeren Implementierungskosten von IP-basierenden Storage-Umgebungen sind gerade für Anwender aus dem KMU-Segment ein wichtiges Auswahlkriterium. In Europa und speziell in Deutschland gibt es eine große Zahl von Unternehmen, die bisher noch nicht auf vernetzte Infrastrukturen setzen. Durch die neuen iSCSI-fähigen Systeme ermöglicht EMC diesen Kunden den einfachen und kostengünstigen Einstieg in die Speichernetzwerk-Technologie. „Wir sind uns sicher, dass SANs, die auf iSCSI basieren, mit der CLARiiON AX100i große Verbreitung im Markt finden werden. Unsere Marktanalysen zeigen, dass 42 Prozent der KMUs bis 2006 den Aufbau von iSCSI-SANs planen“, bestätigt Tony Asaro, Senior Analyst bei der Enterprise Strategy Group. „Durch die iSCSI-Technologie werden SANs auch für KMU-Anwender, Organisationen wie Schulen oder kommunale Stellen sowie Großunternehmen mit mehreren Filialen erschwinglich.“ Für diese Kunden haben die Konsolidierung ihrer Server und ein zentralisiertes Backup höchste Priorität.

 

EMC streift mit seinem breiten IP-Storage-Angebot dem Widerstand gegen die Einführung von iSCSI-Speichernetzen den ersten Hemmschuh ab. Somit gibt es eine Palette von Systemen, mit denen die junge Technologie sich in Unternehmen aller Größenordnungen implementieren lässt. Jetzt gilt es, die Unternehmen von den Vorteilen und Einsatzmöglichkeiten zu überzeugen, damit sich iSCSI aus der Spezialistennische in das Rampenlicht der etablierten Lösungen bewegt.

 

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