zurück Meldungen Artikel Bilder Viten Mappen Termine Kontakte Service Suche Start


Sie sehen den Artikel: Outtasking - die flexiblere Form der Auslagerung. Veröffentlicht am: 11.08.2005
 
Web-Vorlage

Outtasking - die flexiblere Form der Auslagerung

 

Das Management von IT-Infrastrukturen in Unternehmen wird immer aufwändiger. Stetig zunehmende Datenmengen, neue Applikationen und strengere gesetzliche Vorgaben zwingen Firmen aller Größenordnungen, in ihre IT zu investieren und sie den aktuellen und zukünftigen Anforderungen anzupassen. Dabei müssen sie jedoch meist knappe Budgets berücksichtigen und stets die Kosten im Auge behalten.

 

Trotzdem muss die IT-Abteilung als Dienstleister für das gesamte Unternehmen fungieren und dem Geschäft unmittelbar zuträglich sein. In vielen Fällen sind die Abteilungen jedoch personell unterbesetzt und können den wachsenden Herausforderungen kaum gerecht werden. Abhilfe verspricht das viel beschworene Outsourcing: Ein Unternehmen lagert seine IT ganz oder teilweise aus und übergibt den Betrieb und die Pflege an einen externen Dienstleister. Das spart Kosten und setzt Kapazitäten bei Mitarbeitern frei, die sich um andere unternehmenskritische Aufgaben kümmern können. Allerdings sind mit dem Outsourcing auch Nachteile wie der Verlust von Know-how und der Kontrolle über die IT verbunden. Dies bringt viele Unternehmen dazu, über Alternativen nachzudenken. Mit Outtasking-Dienstleistungen wie den Storage Managed Services bietet EMC solche Alternativen, die für den Anwender erheblich flexibler, kostengünstiger und transparenter sind.

 

Das Thema Outsourcing ist derzeit in aller Munde. Zu Recht, denn die Auslagerung der IT an einen externen Dienstleister hat unbestreitbare Vorteile. Nicht nur neue Projekte und Anforderungen der Fachabteilungen sowie die explosiv wachsenden Datenmengen – hervorgerufen durch Korrespondenz per E-Mail und zunehmend digitalisierte Workflows – stellen die Unternehmen vor neue Herausforderungen. Auch strengere interne Regularien und gesetzliche Vorschriften zur Archivierung und Sicherung steuerrelevanter Daten zwingen Firmen aller Branchen dazu, eine Informationsinfrastruktur aufzubauen, die diesen Anforderungen gerecht wird. Für Unternehmen ist es aber zunehmend schwierig geworden, die IT technisch und organisatorisch auf dem neuesten Stand zu halten, störungsfrei zu betreiben und zu verwalten. Budget wie Personal sind begrenzt, gerade in kleinen und mittelgroßen Unternehmen gibt es oft keine speziell ausgebildeten IT-Administratoren. Daher nehmen immer mehr Organisationen externe Dienstleister in Anspruch und überlassen diesen Betrieb, Wartung und Verwaltung ihrer Systeme. Die Unternehmen können sich um ihr Kerngeschäft kümmern, Kosten sparen und ihre Ressourcen effizienter einsetzen.

 

Outsourcing-Markt wächst

 

Somit ist es kaum verwunderlich, dass der weltweite Outsourcing-Markt laut Gartner Dataquest im Jahr 2004 ein Volumen von mehr als 240 Milliarden US-Dollar umfasste. Für 2005 und 2006 prognostiziert das Marktforschungsunternehmen sogar Umsätze von knapp 260 Milliarden beziehungsweise 278 Milliarden Dollar. Auch die Unternehmensberatung Accenture sagt in ihrer Studie „Outsourcing 2007“ für Deutschland jährliche Wachstumsraten von zehn bis zwanzig Prozent voraus. Eine Boombranche also; trotzdem werden auch kritische Stimmen immer lauter. Marktuntersuchungen belegen, dass viele Outsourcing-Projekte von den Unternehmen als weniger oder nicht erfolgreich eingestuft werden. Accenture zufolge ist dies sogar bei etwa 30 Prozent der befragten Unternehmen der Fall. Weitere sechs Prozent der befragten Top-Manager sahen sich zudem nicht in der Lage, den Erfolg überhaupt zu evaluieren. Eine erschreckende Zahl, denn bei einem geschätzten Marktvolumen von neun Milliarden Euro in Deutschland bedeutet dies, dass etwa drei Milliarden Euro fehlinvestiert wurden.

 

Outsourcing vs. Outtasking

 

Viele Unternehmen fürchten zudem, durch die Auslagerung der IT Know-how zu verlieren und in die Abhängigkeit eines externen Dienstleisters zu geraten. Dieser entwickelt die Systeme weiter und setzt bei Bedarf neue Prozesse auf. Die Kontrolle über Applikationen, unternehmenskritische Abläufe, Entscheidungen und Ressourcen geht dabei verloren, wenn nicht ein umfassendes Controlling und Reporting aufgesetzt wird. Bei umfangreichen Outsourcing-Deals ist ein solches Controlling jedoch nur schwer möglich, der Kunde ist über Jahre hinweg weitgehend abgeschnitten von seiner IT. Laufen die Verträge dann nach der vereinbarten Laufzeit aus, kann die IT meist nur mit viel Aufwand wieder rückintegriert werden. Die eigenen Mitarbeiter – soweit überhaupt noch vorhanden – sind in der Regel nicht mehr auf dem neuesten Stand, teure Schulungen und Einarbeitungszeiten sind die Folge.

 

Um dies zu vermeiden, geht der Trend heute eher zur selektiven Auslagerung bestimmter Bereiche der IT oder einzelner Prozesse, dem so genannten Outtasking. Ein modular aufgebautes Service-Angebot erlaubt es den Anwendern, sich ein individuelles Dienstleistungspaket für die jeweiligen Anforderungen zu schnüren. Das Ziel ist eine auf die Geschäftsziele des Unternehmens ausgerichtete IT-Infrastruktur, die von Spezialisten aufgebaut und verwaltet wird. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Kunde und Dienstleister entscheidend. „Wir sind mit unseren Outtasking-Services ganz eng am Kunden. Wir kennen und verstehen seine internen Abläufe und geschäftlichen Ziele“, beschreibt Rainer Debus, Leiter der Technical Solutions Group bei EMC, das besondere Merkmal des Outtasking. „Nur so können wir die IT-Umgebung entsprechend aufbauen und managen und den Kunden helfen, ihre Geschäftsziele zu erreichen.“ Beim Outtasking bleiben die IT-Systeme des Kunden in der Regel im eigenen Haus. Gemeinsam legen Dienstleister und Anwender Service Level Agreements (SLAs) fest. Die Leistungen werden an die individuellen Anforderungen und Ziele des Unternehmens angepasst und decken ein breites Spektrum ab: von der Planung und dem Aufbau der Infrastruktur über alltägliche Speicheraufgaben wie Bereitstellung und Problemmanagement bis hin zur Entwicklung langfristiger Speicherstrategien. Dadurch, dass die IT im eigenen Hause bleibt, kann der Anwender alle Abläufe und Tätigkeiten genau überwachen und verliert nicht die Kontrolle über seine IT. Zudem wird jeder einzelne Prozess vom Dienstleister umfassend dokumentiert. So kann der Kunde bei Vertragsende den Betrieb der IT leicht wieder selbst übernehmen.

 

Managed Services bei Siemens VDO und Toyota Motorsport

 

Die Toyota Motorsport GmbH (TMG) arbeitet seit langem mit EMC auf diesem Gebiet zusammen. Für den Formel-1-Rennstall fungiert der Speicherhersteller als Generalunternehmer in Sachen Storage und hat für eine Laufzeit von zunächst 42 Monaten Planung, Aufbau und Betrieb der gesamten Speicherinfrastruktur übernommen. „Die Zusammenarbeit bietet mir einen ganz wesentlichen Vorteil: Ich muss keine eigenen Ressourcen vorhalten“, erläutert Thomas Schiller, General Manager IT & Process Administration bei TMG. „Indem ich das Storage Management in die Hände von EMC lege, kann ich mich auf andere Aufgaben im eigentlichen Kerngeschäft konzentrieren.“

 

Auch mit Siemens VDO Automotive hat EMC ein Konzept erarbeitet, das den Betrieb und das Management der Speicherumgebung des Automobilzulieferers in dessen hauseigenen Rechenzentren vorsieht.

 

Neben der Entlastung behalten Unternehmen durch Outtasking vor allem weiterhin die Kontrolle über ihre Systeme und erzielen schnellere, schlankere Speicherabläufe sowie effizientes Management und optimale Ausnutzung der Ressourcen vor Ort.

 

>
 

Diesen Artikel als PDF-Datei downloaden  

 

 

 
Zu diesem Artikel ist derzeit kein Bild vorhanden
 
Zu diesem Artikel ist derzeit keine Vita vorhanden