Technologien
Datenverlust: Cisco deckt die häufigsten Fehler auf
Unabhängige Studie beleuchtet den weltweiten Umgang mit
sensitiven Daten
Zehn zentrale Datenverlust-Risiken ausgemacht
Datenschutz erfordert Teamwork in Unternehmen
MÜNCHEN. Cisco veröffentlicht heute erste Ergebnisse einer
globalen Sicherheits-Studie, die eines der größten Risiken für Unternehmen
beleuchtet – den Verlust
sensibler Daten. Die vom unabhängigen US-amerikanischen Marktforschungsinstitut
InsightExpress durchgeführte Studie basiert auf der Befragung von mehr als
2.000 Angestellten und IT-Experten in zehn Ländern, darunter auch Deutschland.
Die Ergebnisse zeigen, wie das Verhalten der Mitarbeiter und die damit
verbundenen Risiken zwischen den einzelnen Ländern und Kulturen weltweit
variieren. Mit diesen Erkenntnissen können Unternehmen ihr Risikomanagement
speziell darauf ausrichten, Datenverluste lokal zu verhindern ohne dabei den
Blick für globale Risken zu verlieren.
Cisco hat die Studie in Auftrag gegeben, um die Bedeutung von
Datenverlust durch Sicherheitslecks zu untersuchen, die sich für Unternehmen
durch den raschen Wandel in Lebensstil und Arbeitsumgebungen von Mitarbeitern
ergeben. Die Entwicklung geht weg von zentralen Büroräumen hin zu verteilten
Geschäftsmodellen wie Home Offices und mobilen Mitarbeitern. Die Grenzen
zwischen Arbeits- und Privatleben verwischen dabei zusehends. Beschleunigt wird
dieser Trend großteils durch die Verbreitung von multifunktionellen Geräten und
Applikationen wie Handys, Laptops, Web 2.0, Video und andere Social
Media-Anwendungen, die sowohl privat als auch geschäftlich genutzt werden.
Diese veränderten Arbeitsumgebungen bilden den Hintergrund
der Studie, die 1.000 Mitarbeiter sowie 1.000 IT-Experten aus unterschiedlichen
Branchen und Unternehmensgrößen in zehn Ländern – Deutschland, USA,
Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, China, Indien, Australien und
Brasilien - befragt. Ausgewählt wurden speziell diese Länder, weil sie ein
breites Spektrum an gesellschaftlichen und geschäftlichen Kulturen, etablierten
und entstehenden netzabhängigen Wirtschaften sowie unterschiedliche Grade der
Internetnutzung repräsentieren.
„Weil Sicherheit letztlich im menschlichen Verhalten
verwurzelt ist, haben wir diese Studie in Auftrag gegeben. Unternehmen aller
Größen und Branchen müssen verstehen, wie das menschliche Verhalten die Risiken
und den daraus resultierenden Datenverlust beeinflusst – und was dies für
den Einzelnen und das Unternehmen bedeutet. Mit diesem Wissen können
Unternehmen ihre Mitarbeiterbindung vertiefen, lokale Schulungen und
Aufklärungsprogramme planen sowie ihr Risikomanagement optimieren – kurz:
Sicherheitsmaßnahmen effektiver gestalten”, betont John N. Stewart, Chief
Security Officer bei Cisco.
Zu den wichtigsten zehn Datenverlust-Risiken zählen:
Geänderte Sicherheitseinstellungen auf Computern: Einer von
fünf Mitarbeitern ändert Sicherheitseinstellungen an seinen Arbeitsgeräten, um
die IT-Policy zu umgehen und auf unerlaubte Webseiten zuzugreifen. Am
häufigsten war dies in Schwellenländern wie China und Indien zu beobachten. Als
Gründe dafür gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, dass sie einfach die
Seite öffnen wollten, ein Drittel meinte, dass es niemanden etwas anginge,
welche Seiten sie besuchten.
Benutzung von unerlaubten Anwendungen: Sieben von zehn
IT-Experten gaben an, dass die Hälfte aller Datenverluste ihres Unternehmens
letztlich auf den Zugriff von Mitarbeitern auf unerlaubte Applikationen und
Webseiten (z.B. unerlaubte Social Media, Musik-Downloadsoftware, Online
Shopping) zurückzuführen ist. Diese Meinung war vor allem in den USA (74
Prozent) und Indien (79 Prozent) verbreitet.
Unerlaubter Zugriff auf Netzwerke und Einrichtungen: In den
letzten Jahren hatten zwei von fünf IT-Administratoren mit Mitarbeitern zu tun,
die unerlaubt auf Teile des Netzwerks oder Einrichtungen zugriffen. Vor allem
in China war dies weit verbreitet, dort gaben zwei von drei Verantwortlichen
dieses Problem an. Von den Experten, die diese unberechtigten Zugriffe global
meldeten, berichteten zwei Drittel von Zwischenfällen im letzten Jahr. 14
Prozent stoßen monatlich auf solche Schwierigkeiten.
Weitergeben von vertraulichen Unternehmensinformationen: Dass
Geschäftsgeheimnisse nicht immer geheim sind, bestätigt einer von vier
befragten Mitarbeitern (24 Prozent), der sensible Informationen mündlich an
Freunde, Familie oder andere Außenstehende weitergibt. Als häufigste Gründe
wurden angegeben: "Ich brauchte eine Meinung von jemand anderem",
"ich musste mal Dampf ablassen," und "ich habe daran nichts
Falsches gesehen."
Weitergabe unternehmenseigener IT: Vertrauliche Daten sind
nicht immer in den Händen der richtigen Leute. Das bestätigt fast die Hälfte
(44 Prozent) der Befragten, die Arbeitsgeräte wie PCs oder USB-Sticks ohne
Aufsicht mit Außenstehenden teilen oder sie weitergeben.
Verschmelzen von geschäftlichem und privatem Gebrauch von
Kommunikationsmitteln: Etwa zwei von drei Mitarbeitern geben zu, ihre
Arbeitscomputer auch privat zu nutzen. Die persönlichen Aktivitäten reichen von
Musik-Downloads, Shopping, Onlinebanking bis hin zum Bloggen und Chatten. Die
Hälfte aller Angestellten nutzen private E-Mail-Accounts, doch nur 40 Prozent
gaben an, dass dies von der IT-Abteilung genehmigt ist.
Ungeschützte Arbeitsgeräte: Einer von drei Mitarbeitern
sperrt seinen Computer nicht oder loggt sich nicht aus, wenn er seinen
Arbeitsplatz verlässt. Diese Personen lassen auch Laptops mitunter über Nacht
auf Ihrem Schreibtisch – teilweise ohne sich auszuloggen – und
erhöhen somit das Risiko, dass Diebe an geschäftliche und private Daten kommen.
Aufheben von Logins und Passwörtern: Einer von fünf Befragten
speichert Logins und Passwörter auf seinem Computer oder schreibt sie auf und
lässt sie am Schreibtisch oder am PC kleben. In einigen Ländern wie China gaben
28 Prozent der Mitarbeiter an, Passwörter zu ihren Bank-Accounts auf Ihren
Arbeits-PCs zu speichern. Zusammen mit der Tatsache, dass einige Angestellte
ihre Computer unbeaufsichtigt lassen, erhöht das Risiko, dass Identitäten und
Passwörter ausspioniert werden.
Verlust von tragbaren Speichermedien: 22 Prozent des
befragten Personals nehmen Unternehmensdaten auf tragbaren Speichergeräten aus
dem Büro mit. Vor allem in China ist dies gang und gebe (41 Prozent). Dieses
Vorgehen erhöht das Risiko, dass die Geräte verloren oder gestohlen werden.
Zulassen von unberechtigtem Betreten: Etwa einer von fünf
deutschen Mitarbeitern erlaubt es Firmenfremden, sich unbeaufsichtigt in
Büroräumen aufzuhalten – der Durchschnitt der gesamten Studie lag bei 13
Prozent. Und 18 Prozent haben es zugelassen, dass unbekannte Personen von
anderen Mitarbeitern die Unternehmensräume betreten.
„Unternehmen ermöglichen es ihren Mitarbeitern, immer
vernetzter und mobiler zu werden“, so Steward. „Ohne moderne
Sicherheitstechnologien, -richtlinien und -schulungen sind Unternehmensdaten
zunehmend in Gefahr. Denn heute sind Informationen im Datennetz unterwegs,
werden bearbeitet, sind in Programmen und auf verschiedenen Geräten gespeichert
– und das an Orten jenseits der herkömmlichen Arbeitsumgebung wie zu
Hause, auf der Straße, in Cafés, in Flugzeugen und Zügen. Und dieser Trend hält
weiter an. Um diese Daten wirksam zu schützen, muss man die Risiken seines
Unternehmens erkennen und Technologie, Sicherheitsrichtlinien sowie Schulungsmaßnahmen
daran anpassen.“
Reiner Baumann, Regionaldirektor Zentral- und Osteuropa der
Cisco-Geschäftseinheit IronPort und Experte für Data Loss Prevention (DLP),
ergänzt: „Die Ergebnisse der Studie helfen den Verantwortlichen in Unternehmen,
regional die richtigen DLP-Maßnahmen zu treffen und Pläne für ein globales
Risikomanagement aufzusetzen.“ Er empfiehlt folgende Punkte, um Datenverluste
zu vermeiden:
Daten kennen und gut verwalten: Wissen Sie wie und wo
Informationen gespeichert sind, für wen sie zugänglich sind und wer sie wie
nutzt?
Unternehmensdaten wie die eigenen behandeln und schützen:
Machen Sie Ihren Mitarbeitern klar, dass Datenschutz mit dem Gewinn oder
Verlust von Geld zu vergleichen ist.
Standards für sicheres Vorgehen setzen: Bestimmen Sie globale
Policy-Themen und führen Sie lokale, auf die jeweiligen kulturellen
Gegebenheiten und Bedrohungslagen zugeschnittene Schulungen durch.
Eine Kultur des Vertrauens fördern: Mitarbeiter müssen
ermutigt werden, Sicherheitsverstöße zu melden, damit die IT-Verantwortlichen
schneller reagieren können.
Aufmerksamkeit, Aufklärung und Trainings für
Sicherheitsbelange schaffen: Denken Sie global, aber setzen Sie auf lokale, den
jeweiligen landestypischen Anforderungen angepasste Maßnahmen.
„Datenschutz ist nicht mehr nur der Job der IT, sondern
erfordert Teamwork innerhalb eines Unternehmens", resümiert Steward.
Weitere Informationen:
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IronPort Systems ist eine Geschäftseinheit von Cisco und ein
führender Anbieter von Anti-Spam-, Anti-Viren- und Anti-Spywarelösungen. Die
Appliances von IronPort wurden für kleine Firmen bis hin zu Global 2000
Unternehmen entwickelt und spielen in der Netzinfrastruktur eines Unternehmens
eine geschäftsentscheidende Rolle. Die innovativen Systeme sind einfach zu
bedienen und bieten höchste Leistungsfähigkeit. Sie verwenden SenderBase®, die
weltweit größte Datenbank zur Beobachtung und Bewertung von E-Mail- und Web-Bedrohungen.
Mehr Informationen über Produkte, Lösungen und Services von
IronPort finden Sie unter: www.ironport.com.
Cisco Systems, Inc. (NASDAQ: CSCO) mit Hauptsitz in San Jose (CA)
ist mit 39,5 Milliarden US-Dollar Umsatz (26. Juli 2008) weltweit führender
Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet. Die deutsche Niederlassung
Cisco Systems GmbH hat ihren Sitz in Hallbergmoos bei München und Büros in
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