Unternehmen
83 Prozent der deutschen Breitbandnutzer interessieren
sich für private Vernetzung
·
Cisco Studie zeigt hohe Nachfrage nach vernetzten
Diensten
·
Private Haushalte haben umfangreich in
netzfähige Endgeräte investiert
·
Keine eindeutige Präferenz bei Providerwahl
MÜNCHEN. 83 Prozent der Breitbandnutzer in Deutschland sind
an „Connected Life“-Diensten interessiert. Mit „Connected Life“ können die
Haushalte alle digitalen Medien unabhängig von Ort und Endgerät speichern,
verwalten und darauf zugreifen. Über die Hälfte der Breitbandnutzer in
Deutschland wäre bereit, für „Connected Life“-Dienste zu bezahlen – im
Durchschnitt fünf Euro im Monat. Für die von der Cisco Internet Business
Solution Group (IBSG) durchgeführte Studie wurden europaweit Nutzer befragt.
Bei der Wahl eines geeigneten Providers sind die Deutschen bisher aber
unschlüssig.
„Private Haushalte haben umfangreich in
netzfähige Endgeräte investiert und zeigen eine verstärkte Nachfrage nach
vernetzten Diensten über das Internet" so Michael Ganser, Vice President
Cisco Europe und Geschäftsführer Cisco Deutschland. "Wir sehen hier eine
klare Entwicklung hin zum Internet Phase II welche durch weltweite,
internetbasierte Collaboration geprägt ist."
„Mit der Integration solcher Technologien in das tägliche
Leben der Menschen und den damit einhergehenden Änderungen ist ein hoher Bedarf
nach „Connected Life“-Diensten entstanden“.
Durchdringung mit netzfähigen Endgeräten
Über 90 Prozent der Haushalte mit Breitbandanschluss verfügen
über einen PC und ein Mobiltelefon, knapp 90 % haben eine Digitalkamera.
Deutschland liegt damit bei der Durchdringung mit PCs und Handys noch im
europäischen Schnitt. Die deutschen Nutzer hinken bei mobilen
Unterhaltungsgeräten allerdings hinterher. Jeder dritte hat zwar auch einen
MP3-Player, aber nur rund ein fünftel verfügt über einen tragbares
Videoabspielgerät oder eine mobile Spielkonsole. Bei den nachgefragten Inhalten
nannten die Deutschen Kalenderfunktionen, persönliche Daten und Adressbücher am
häufigsten.
Die größten Hürden für „Connected Life“ stellen für deutsche
Verbraucher die erwartete Komplexität der Installation und der damit verbundene
Zeitaufwand dar. Auch Sicherheitsbedenken spielen für jeden zweiten eine Rolle.
Bei ihrer Providerwahl sind die deutschen Nutzer dagegen nicht festgelegt. Zwar
haben die Breitbandanbieter die Nase vorn. Der größte Anteil der Befragten gab
aber auf die Frage, welche Art von Provider, Breitband-, Mobilfunkt- oder
Kabelanbieter, für „Connected Life“-Dienste in Frage käme, die Antwort, es
nicht zu wissen.
Zuhause gut vernetzt
Von den Breitbandanschlüssen sind in Deutschland 63 Prozent
mit einem Heimnetzwerk verbunden, zwei Drittel davon in einem Funknetzwerk. Die
Breitbandanbindung hat bereits zu einer Durchmischung von Freizeit und
Arbeitleben geführt. Die Hälfte der Befragten erledigen mittlerweile zumindest
Teile ihrer Arbeit zuhause, 34 Prozent sogar mehrere Stunden pro Woche.
Potential gibt es noch für die Vernetzung unterwegs. Mehr als die Hälfte der
Befragten verbringt mehrere Stunden pro Woche mit Besorgungen und ein Viertel
beim Pendeln zum Arbeitsplatz.
Für die Cisco IBSG Connected Consumer Studie wurden jeweils
300 Breitbandnutzer aus England, Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland
über ein online Panel befragt. Inhalt der Befragung waren die Bereitschaft,
Erwartungen und Barrieren der Haushalte an einen Dienst, mit dem diese ihre
digitalen Daten und Medien vernetzen könnten.
Durchdringung netzfähiger Endgeräte in Haushalten mit
Breitbandanschluss
|
|
EU
|
Deutschland
|
|
Desktop PC
|
90%
|
94%
|
|
Mobiltelefon
|
96%
|
98%
|
|
Digitalkamera
|
90%
|
89%
|
|
Laptop / Notebook
|
60%
|
58%
|
|
MP 3 Player
|
73%
|
67%
|
|
Tragbarer DVD- / Video-Spieler
|
47%
|
21%
|
|
Mobile Spielkonsole
|
28%
|
23%
|
Quelle: Cisco IBSG Western European Connected Life Survey
2007