Unternehmen
Neue Cisco-Studie zeigt: Mobile Mitarbeiter könnten
weitaus produktiver sein
* Erfolgsfaktoren für mobiles Arbeiten
* Umdenken von Managern gefordert
* Richtige Technologieauswahl verhindert unter anderem
Isolation von mobilen Mitarbeitern
MÜNCHEN. Das Potenzial mobiler Arbeitsformen entfaltet sich
in vielen Unternehmen nicht im erwünschten und möglichen Maß. Dies geht aus der
aktuellen Studie „Understanding and Managing the Mobile Workforce" hervor.
Die von Cisco initiierte Untersuchung arbeitet im Wesentlichen drei Defizite
heraus: Besetzungen mit nicht geeigneten Mitarbeitern, fehlende oder falsche
technologische Ressourcen für die Mitarbeiter sowie inadäquates Management.
Brisanz gewinnen diese Ergebnisse insbesondere vor dem Hintergrund, dass
bereits 2009 weltweit mehr als ein Viertel aller Erwerbstätigen mobile Arbeiter
sein werden (Quelle: IDC).
Erfolgsfaktoren für mobiles Arbeiten
Die Studie ging der Frage nach, welche Merkmale im
Persönlichkeitsprofil von Mitarbeitern für die Effektivität mobiler Arbeit
erfolgversprechend sind. Zu den wichtigsten Kriterien zählen:
Kontaktfreudigkeit, Selbstständigkeit, Disziplin, die Fähigkeit zur
Eigenmotivation, emotionale Stabilität, Stressresistenz sowie Kreativität und
Offenheit für neue Ideen. Autoren des Reports sind Wissenschaftler von Pearn
Kandola, einem auf Arbeitspsychologie spezialisierten Institut mit Sitz in
Oxford und Dublin.
Manager, so legt die Studie nahe, müssen Vertrauen und
Kontrolle neu denken: Sie sollten weniger auf die Tätigkeiten eines mobilen
Teams achten als vielmehr auf dessen Ergebnisse. Notwendig sei vor allem, dass
mobile Mitarbeiter genauso ungehindert auf sämtliche Kommunikationsressourcen
eines Unternehmens zugreifen können wie ihre stationären Kollegen im Büro. Um
zu verhindern, dass sich mobile Mitarbeiter isoliert fühlen, empfehlen die
Wissenschaftler zum Beispiel den Einsatz von netzwerkbasierten Präsenzlösungen
sowie von Instant Messaging.
Interessant vor allem für multinationale Unternehmen ist der
Einfluss kultureller Faktoren auf die Akzeptanz mobiler Arbeitsformen: Im Nahen
Osten etwa und einigen afrikanischen Ländern erreichen mobile Teams sehr
schnell die notwendige Effektivität, während dies in Mexiko, Argentinien oder
Brasilien meist länger dauert. Denn dort ist die Kultur stark dialogorientiert
und traditionell auf persönliche Face-to-Face-Kommunikation ausgerichtet.
Gerade in solchen Fällen kann der Einsatz innovativer Video-Konferenzsysteme
den Erfolg mobiler Arbeitsformen beträchtlich beschleunigen.
Die Studie steht unter folgendem Link zum Download bereit:
http://newsroom.cisco.com/dlls/2007/eKits/MobileWorkforce_071807.pdf
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