Cisco stellt Intelligente Fabric-Anwendungen für
netzwerkbasierte Speichervirtualisierung vor
Neue standardisierte Hardware, Software-Unterstützung und
Ecosystem von Speichersoftwareanbietern und Anwendungen
HANNOVER. Cisco Systems stellt auf der CeBIT 2005
umfangreiche Neuerungen seiner netzwerkbasierten Lösungen für
Speichervirtualisierung vor. Mit diesen Neuerungen adressiert Cisco gemeinsam
mit unabhängigen Softwareanbietern die zentralen Herausforderungen der Kunden
in Bereichen wie Speicherbereitstellung, Migration/Replizierung von Daten,
Backup/Wiederherstellung, Auslastung von Festplattenkapazitäten und
Speicherverwaltungskosten.
Cisco bietet diese neuen Lösungen, so genannte
Intelligent-Fabric-Anwendungen, auf Basis offener Standards wie dem Fabric-Application-Interface-Standard
(FAIS), der das Ziel hat ein gemeinsames Framework für die Implementierung von
Speicheranwendungen in Storage Area Networks (SAN) zu liefern. Mit seinem
Engagement für Standards fördert Cisco die branchenweite Interoperabilität, um
Kunden eine größere Flexibilität bei der Auswahl der besten Lösung für ihre
Unternehmens-/IT-Anforderungen zu bieten, und gleichzeitig die Kosten für die
Verwaltung ihrer Daten zu senken.
Mit der MDS 9000 liefert Cisco eine offene, standardbasierte
Plattform mit der Hardwareunterstützung, die notwendig ist, um
hochleistungsfähige Intelligent-Fabric-Anwendungen von Drittherstellern
einzusetzen, zum Beispiel netzwerkbasiertes Volumenmanagement,
Remote-Replizierung und kontinuierlicher Datenschutz. Diese Intelligenten
Fabric-Anwendungen unterstützen auch das Business Ready Data Center von Cisco,
eine Ende-zu-Ende-Architektur, die das Datennetzwerk, das Speichernetzwerk,
Verbindungslösungen für Rechenzentren und integrierte intelligente Services umfasst.
Neues Modul
Die Cisco-Technologien für Intelligente Fabric-Anwendungen
sind das neue Cisco MDS 9000 Storage-Services-Modul und die Software Cisco MDS
9000 SAN-OS 2.1. Das Storage-Services-Modul ist eine hoch spezialisierte
32-Port Fibre Channel Line Card, die auf jeder modularen Cisco
MDS-9000-Plattform betrieben werden kann, insbesondere den Cisco MDS 9500
Series Directors und den Cisco MDS 9200 Series Fabric Switches. SAN-OS 2.1 ist
die neueste Version des Betriebssystems für Cisco MDS 9000 und umfasst
Funktionen, die speziell für die Zusammenarbeit mit Speichersoftware von
Drittanbietern entwickelt wurde.
Die neuen Anwendungen
Es gibt drei Kategorien von Intelligenten Fabric-Anwendungen:
1. Auf dem Netzwerk gehostete Speicheranwendungen
(Network-Hosted Storage Applications)
So wird Speichersoftware bezeichnet, die über das
Storage-Services-Modul direkt auf dem Cisco MDS 9000 läuft. Unabhängige
Softwareanbieter nutzen für die Entwicklung von Software für das
Storage-Services-Modul die intelligente
Storage-Application-Program-Schnittstelle, die auf FAIS basiert, der derzeit
vom Technischen Komitee T11.5 des International Committee for Information
Technology Standards (INCITS) als Fibre-Channel-Standard evaluiert wird.
EMC und VERITAS bieten diese vom Netzwerk gehosteten
Speicheranwendungen für das Storage-Services-Modul voraussichtlich als erste
Unternehmen an. EMC beispielsweise wird eine Speichervirtualisierungslösung
unter dem Code-Namen Storage Router anbieten. Diese enthält Software, die speziell
entwickelt wurde, um von intelligenten SAN-Switches zu profitieren. Cisco und
EMC zeigen diese gemeinsame Lösung vom 10. bis 16. März auf dem CeBIT-Stand von
Cisco (Halle 13, C58). VERITAS bietet unter Advanced Services Module „ASM“ die
beschriebenen Virtualisierungslösungen an.
„EMC und Cisco teilen die Ansicht, dass
Speichervirtualisierung am besten auf dem Speichernetzwerk implementiert wird,
um die Performance und Skalierbarkeit zu maximieren und die Investitionen der
Kunden in bestehende Funktionalitäten zu schützen“, sagt Todd Oseth, Vice
President Storage Infrastructure Software bei EMC Corporation. „Dieser Ansatz
bringt größeren Mehrwert und hilft unseren gemeinsamen Kunden mehr Nutzen aus
einer Information-Lifecycle-Management-Strategie zu ziehen.“
„IBM und Cisco arbeiten seit Jahren bei hochleistungsfähigen,
skalierbaren Speichervirtualisierungstechnologien zusammen. Dazu gehören Cisco
Virtual SAN und IBM SAN Volume Controller“, sagt Bob Mahoney, Business Line
Executive Storage Networking bei IBM. „Die neuen Angebote erlauben noch mehr
Integration der Business-Continuity-Funktionen von IBM in den Intelligent
Fabric.“
2. Vom Netzwerk unterstütze Speicheranwendungen
(Network-Assisted Storage Applications)
Diese Anwendungen erlauben Kunden den Einsatz gerätebasierter
Speichersoftware von Drittanbietern in Cisco MDS 9000 für SANs, ohne die
Integrität, Verfügbarkeit und Performance des primären Datenpfades zu
beeinträchtigen. Cisco liefert diese Funktionalität mit dem Cisco MDS 9000
SANTap-Service, einem Protokoll, das zwischen dem Storage-Services-Modul und
einem SANTap-fähigen Speichersoftwaregerät arbeitet. Neben höherer Performance
und Ausfallsicherheit bietet der SANTap-Service weitere Vorteile für die
Kunden, beispielsweise Flexibilität bei der Auswahl von
Speichersoftwaregeräten, um ein bestimmtes Unternehmens-/ Betriebsziel zu
erreichen oder die Investitionen in bestehende Speicherinfrastruktur zu
schützen.
Alacritus Software, Cloverleaf Communications, FalconStor
Software, Kashya, Topio und XIOTech Corporation gehören zu den ersten Anbietern
von Speichersoftware, die SANTap-Services auf ihren Geräten unterstützen. Cisco
zeigt SANTap auf der CeBIT. Dabei kommen Produkte von FalconStor, Kashya, Topio
und XIOTech zum Einsatz.
„BT freut sich, die Einführung der neuen vom Netzwerk
gehosteten und vom Netzwerk unterstützten intelligenten Anwendungen von Cisco
zu unterstützen. Wir glauben, dass diese Anwendungen die zentralen
Herausforderungen in den Rechenzentren unserer Kunden adressiert und BT wird
diese Lösungen im Rahmen unseres Advanced-Technology-Partner-Programms mit
Cisco anbieten beziehungsweise unterstützen“, sagt Craig Parker, Head of
Storage bei BT Retail.
3. Vom Netzwerk beschleunigte Speicheranwendungen
(Network-Accelerated Storage Applications)
Diese Anwendungen helfen Kunden, zwei wichtige Anforderungen
des Storage Networking zu erfüllen: effizientere Backups und kostengünstige,
hochleistungsfähige Lösungen für den SAN-Ausbau hinsichtlich Disaster Recovery
und Business Continuity.
Cisco adressiert die erste Anforderung mit
Network-Accelerated Serverless Backup, dass die standardbasierte
Extended-Copy-Technik nutzt, um die Datenbewegung vom Backup-Server auf das
hochleistungsfähige Storage-Services-Modul abzuladen. IT-Administratoren können
so größere Datenmengen schneller sichern. Computer Associates, Commvault
Systems, Inc. und VERITAS Corporation gehören zu den ersten Anbietern, die
Network Accelerated Serverless Backup auf dem Cisco MDS 9000 unterstützen.
Der zweiten Anforderung begegnet Cisco mit Fibre Channel
Write Acceleration, das von Cisco entwickelte Intelligenz nutzt, um
Latenzzeiten zu verkürzen und die Netzwerk-Performance für die synchrone
Datenreplizierung zwischen zwei SANs zu verbessern. Diese sind über
Fibre-Channel-Verbindungen verbunden und nutzen eine ganze Reihe von
Transporttechnologien wie Dark Fiber, Dense Wave Division Multiplexing (DWDM)
und Synchronous Optical Networks (SONET)/Synchronous Digital Hierarchy (SDH).
Damit können Kunden native Fibre-Channel-Konnektivität auf lange Distanzen
ausweiten. Dies ist vorteilhaft für ihre Business-Continuity- beziehungsweise
Disaster-Recovery-Pläne.
„Ciscos kontinuierliche Innovation bei der netzwerkbasierten
Virtualisierung versetzt mich in Erstaunen“, sagt Arun Taneja, Gründer und
beratender Analyst bei der Taneja Group. „Mit den neuen Lösungen baut Cisco
seine Marktführerschaft aus und positioniert den Cisco MDS 9000 als
intelligenten SAN Switch der Wahl für viele unabhängige Anbieter von
Speichersoftware.“
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Cisco Systems, Inc. (NASDAQ: CSCO) mit Hauptsitz in San Jose
(CA) ist mit 22,0 Milliarden US-Dollar Umsatz (31. Juli 2004) weltweit
führender Anbieter von Networking-Lösungen für das Internet. Die deutsche
Niederlassung Cisco Systems GmbH hat ihren Sitz in Hallbergmoos bei München und
Büros in Eschborn bei Frankfurt am Main, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart und
Berlin. Cisco-Produkte werden in Europa von der Cisco Systems International BV
geliefert, eine Tochtergesellschaft im vollständigen Besitz der Cisco Systems,
Inc.