EU-Dienstleistungsrichtlinie soll Bürokratie abbauen
Computacenter empfiehlt Zwei-Stufenkonzept
Kerpen - Computacenter empfiehlt im Rahmen des 9. ÖV-Symposiums
Nordrhein-Westfalen eine zweistufige Umsetzung für die EU-Dienstleistungsrichtlinie
(DLR) im Bereich Informationstechnologie. Ziel der DLR ist es, den
innereuropäischen Dienstleistungsverkehr zu vereinfachen, in dem die
Formalitäten für Antragsteller reduziert werden. Bis zum 28. Dezember 2009
haben die einzelnen Länder Zeit, die DLR in nationales Recht zu integrieren und
praktisch umzusetzen. Dabei spielt die Informationstechnologie eine
entscheidende Rolle.
In der ersten Stufe des von Computacenter empfohlenen
Konzepts liegt der Fokus auf der Sicherstellung des elektronischen Zugangs zu
dem so genannten Einheitlichen Ansprechpartner (EA) sowie auf der Herstellung
der Arbeitsfähigkeit des EA bis zum 28. Dezember 2009. Hierfür sind vor allem
ein effizientes Input-Management sowie eine integrierte Akten-Verwaltung notwendig.
„In der zweiten Stufe ab Mitte 2010 sollte
eine Evaluation, die technische Umsetzung aber auch die tatsächliche
Inanspruchnahme des EA bzw. der zuständigen Stellen durchgeführt werden und
basierend auf den Ergebnissen die weiteren Entscheidungen für den Ausbau des
Systems getroffen werden“, rät Rainer Respondek, Geschäftsfeldentwickler
Öffentliche Auftraggeber bei Computacenter.
Das 9. ÖV-Symposium Nordrhein-Westfalen, das heute im
Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen stattfindet, steht unter dem Motto
„E-Government in Nordrhein-Westfalen – Gemeinsam Zukunft gestalten“.
Neben der EU-Dienstleistungsrichtline stehen auch andere Themen wie die
einheitliche Behördenrufnummer 115 sowie IT-Steuerung und Strategie auf Landes-
und Kommunalebene auf der Agenda.
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