Trendanalyse Outsourcing 2.0 – die wichtigsten Ergebnisse
Ziele der Analyse
Zu den Vorzügen des traditionellen Outsourcings zählen
signifikante Einsparungen bei den Betriebskosten, Zugang zu externem
Provider-Know-how und die Entlastung interner Ressourcen durch die Auslagerung wiederkehrender
Routinearbeiten. Mit zunehmender Marktreife der Angebote hat auch der Anteil
von Outsourcing-Verträgen, die nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zur
Wiederverhandlung anstehen, in den vergangenen Jahren signifikant zugenommen. Auch
wenn die genannten Vorteile nach wie vor gelten, wird das Ziel der
Outsourcing-Beziehung zunehmend durch die Ausrichtung am konkreten
Geschäftsnutzen des Kunden geprägt.
Um heraus zu finden, was diese neue Qualität einer
Outsourcing-Partnerschaft heute ausmacht, welche Erwartungen ein Kunde an
seinen Dienstleister stellt und welche Fähigkeiten den „Zulieferer“ vom
„Partner“ unterscheiden, hat Computacenter den unabhängigen Marktanalysten
Pierre Audoin Consultants (PAC) mit der Erstellung einer Trendstudie zum Thema
Outsourcing beauftragt. Ende 2008 und zu Beginn 2009 wurden dafür 105
Entscheider aus Management und IT-Leitung mittelständischer und großer
Unternehmen in Deutschland befragt. Ziel der Befragung war es, die derzeitigen
Anforderungen des Marktes auf Business- und IT-Seite zu erfassen. Zudem sollten
die Einstellungen von IT-Entscheidern gegenüber der neuen
Outsourcing-Generation wie deren Potenziale und Grenzen herausgearbeitet
werden.
Ergebnisse
Im Kontext der wirtschaftlich unsicheren Zeiten wurden zunehmender
Wettbewerbsdruck und Kostenreduktion von den Teilnehmern als wichtigste
Herausforderungen für ihr Geschäft genannt. Darüber hinaus stehen jedoch auch perspektivische
Themen im Fokus, darunter etwa die Erschließung neuer Geschäftsfelder, die
schnelle Anpassung an sich verändernde Marktbedingungen sowie Maßnahmen zur
Neukundengewinnung und Kundenbindung.
Gefragt nach den wichtigsten Herausforderungen aus IT-Sicht wurden
Sicherheit und Business Continuity ebenso genannt wie
Kostenreduktion/-ersparnis. Von Seiten der Geschäftsleitung wurden
Skalierbarkeit und Flexibilität sowie die verursachergerechte Zuordnung der
Kosten in den Vordergrund gestellt.
Insgesamt erwarten die Befragten vom Dienstleister mehr
Business-Orientierung: 90 Prozent äußern den Wunsch, dass der Provider die
Business-Anforderungen des Kunden jenseits der reinen IT kennt. Zudem steigen die
Anforderungen der Unternehmen an die Skalierbarkeit und Flexibilität des
Angebots der Dienstleister. Bei der Wahl des Service Providers werden Aspekte
wie Business-Alignment, Know-how, Innovationsfähigkeit, Vertrauen/„Augenhöhe“
sowie die Möglichkeit der verbrauchsgerechten Abrechnung wichtiger eingestuft
als die reinen Kosten.
Bei einigen Themen ergaben sich teils widersprüchliche
Ansichten, die zeigen, dass sich der Markt in einer Übergangsphase befindet. So
zeigten sich über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer bereit, standardisierte
Leistungen in Anspruch zu nehmen, sofern sie Kosteneinsparungen und
Transformationssprünge mit hoher Geschwindigkeit sicherstellen. Auf der anderen
Seite bezweifeln über 86 Prozent, dass standardisierte IT-Dienstleistungen
ihren Geschäftsanforderungen gerecht werden. Im Rahmen der Befragung äußerten
über 90 Prozent auch, dass es für sie wichtig sei, dass der Dienstleister die
Verantwortung für einen End-to-End-Service übernimmt. Zugleich aber sollen die
Services „nach Vorgabe der kundeneigenen Prozesse und Methoden erbracht
werden“.
Erkenntnisse
Aus den Ergebnissen lässt sich ein Wandel in den
Outsourcing-Partnerschaften ablesen. Dabei stellt sich aber nicht die Frage des
„entweder-oder“. Vielmehr etablieren sich Mischformen innerhalb der
Outsourcing-Landschaft, deren Ausprägung sich mehr und mehr in Richtung des
Next Generation Outsourcing oder auch Outsourcing 2.0 verschiebt. Bei diesen Konzepten
erhalten Kunden auf Basis ihrer spezifischen Anforderungen den für sie
richtigen Mix aus individualisierten und standardisierten Services. Diese
Entwicklung setzt auf bestehenden Vorzügen des klassischen Outsourcing auf und
hebt das Konzept auf die nächst höhere Wertschöpfungsebene. Denn hier liegt der
Fokus auf der Unterstützung von Geschäftsprozessen, erhöhter Flexibilität und
Skalierbarkeit, der stärkeren Industrialisierung der IT sowie der
Pay-as-you-use-Philosophie.
Dabei erfordert die Idealvorstellung einer „Innovationspartnerschaft“
zwischen Kunde und Dienstleister zwingend zwei Voraussetzungen: Zum einen muss
der Dienstleister neben der Technologiekompetenz ein tiefes Verständnis für das
Geschäft des Kunden besitzen und in der Lage sein, seine Leistungen optimal
zuzuschneiden. Zum anderen muss aber auch der Kunde bereit sein, dem
Dienstleister die notwendige Freiheit zu lassen, aktiv Innovationen
voranzutreiben. Die Wahl des günstigsten Anbieters oder das zu strikte
Festhalten an eigenen Lösungen, Prozessen oder Technologien sind dabei nicht
dienlich. Letztlich wird die Frage, „wie wird die Leistung erbracht“ weiter in
den Hintergrund treten zugunsten der Frage „welche Leistung wird geliefert und
welchen Mehrwert bringt dies für das Geschäft.“ Die Befragten sind sich ferner
einig: anstelle rein kurzfristig orientierter Kostenoptimierungen treten
Anforderungen, die neben realistischen Kosteneinsparungen eine deutlich
langfristigere, Business Value-Optimierung fokussieren.
Outsourcing 2.0
Outsourcing 2.0 ist Computacenters Leistungsangebot des Next
Generation Outsourcings. Es gewährleistet so viel Individualität wie nötig bei
so viel Standardisierung wie möglich. Es orientiert sich an der Maximierung der
Wertschöpfung für den Kunden durch die kosteneffiziente und flexible
Bereitstellung von End-to-End-Services. Dabei übernimmt der IT-Dienstleister
die Gesamtverantwortung für die Bereitstellung der Services, deren Qualität
sich an der Einhaltung von Service-SLAs bemisst – und nicht länger an
Infrastruktur-orientierten SLAs.
Prozesse, Tools und Infrastruktur sind hoch standardisiert
und durch die zentralen Factories von Computacenter effizient umgesetzt. Kunden
profitieren von den geringen Implementierungszeiten und -kosten sowie einer
maximalen Transparenz im Betrieb. Hinzu kommt die Flexibilität in der Anpassung
von Kapazitäten und Leistungen bei Änderungen oder Schwankungen im Business.
Leistungen und Prozesse sind im Vorfeld klar definiert und werden nach
Verbrauch abgerechnet. Ein transparentes Preismodell mit automatisiertem
Abrechnungsprozess weist per Knopfdruck über das webbasierte Billing- und
Accounting-Portal die Kosten für jeden einzelnen Service oder jede Kostenstelle
aus.
Dieses „One-to-many“-Modell bietet neben den Kostenvorteilen
einer virtuellen Einkaufsgemeinschaft auch den effizienten Betrieb der
IT-Infrastruktur. Computacenter sichert Qualität und Effizienz mittels standardisierter
Betriebsprozesse nach ITIL, der Computacenter Service Management Toolsuite und
den zentralen Service-Factories wie den Remote Operations Centern in Erfurt,
Kerpen, Nottingham und Kapstadt sowie den Rechenzentren in Frankfurt,
Nottingham, Hatfield und Kapstadt. Servicedesks in Erfurt, Barcelona, Milton
Keynes, Kuala Lumpur, Timisoara und Paris sind die zentrale Anlaufstelle für
alle Kundenkontakte und erfüllen die Anforderungen internationaler Kunden an
Mehrsprachigkeit. Computacenter Outsourcing 2.0 Services umfassen Betriebsleistungen
für die gesamte IT-Infrastruktur: Managed Print Services, Managed Datacenter
Services, Managed Network Services, Managed Desktop Environment und Managed
Voice Services.