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Sie sehen den Artikel: Zusammenfassung Studienergebnisse „Generation Digital“. Veröffentlicht am: 17.04.2009
 
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Zusammenfassung Studienergebnisse „Generation Digital“

 

In diesem Sommer hat der IT-Dienstleister Computacenter zusammen mit TNS Emnid, Medien- und Sozialforschung GmbH, Projektbereich Empirische Sozialforschung, eine repräsentative Befragung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis 29 Jahren in Deutschland durchgeführt. Vor dem Hintergrund des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels in der IT-Branche hat Computacenter damit die digitale Lebenswelt der „Generation Digital“ sowie deren Einstellung zu Berufen im ITK-Umfeld untersucht. In Kurzform sind hier die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse der Studie zusammengefasst. Weitere Informationen und Bildmaterial zum Thema sind unter http://www.computacenter.de/generation-digital/ abrufbar.

 

 

Meinungen und Wissen über IT-Berufe

 

IT – kein Job für mich

Knapp jeder Dritte Jugendliche und junge Erwachsene zieht ein informationstechnisches Berufsziel in Erwägung. Die Mehrheit (69 Prozent) will oder wollte keinen Beruf im IT-Bereich ergreifen.

 

Immer noch eine Männerdomäne

Männer können sich deutlich häufiger vorstellen, einen informationstechnischen Beruf zu ergreifen als Frauen. 23 Prozent aller Befragten sind an einem IT-Beruf interessierte junge Männer, nur 7 Prozent sind weiblich.

 

Emotionale Aspekte bestimmen Berufswahl

Als Gründe für das Interesse an einem informationstechnischen Beruf werden häufig emotional geprägte Argumente genannt: Interesse an Computern, Spaß an der Computerarbeit (42 Prozent) sowie Computererfahrungen in der Freizeit (12 Prozent).

 

Erfülle ich die Anforderungen?

Als Grund gegen einen informationstechnischen Berufswunsch wird am häufigsten fehlendes Interesse an Computern und/oder Technik (48 Prozent) angeführt. 25 Prozent geben fehlendes Wissen und fehlende Begabung als Grund an.

 

Der Informatiker: einerseits gefragter Mann mit Spaß am Job – andererseits seltsamer Eigenbrödler

Einerseits ist der Beruf des Informatikers für 83 Prozent der Befragten ein typischer Männerberuf. Weitere Merkmale, die junge Leute mit dem Informatiker verbinden: hat Freude an seiner Tätigkeit (80 Prozent); Beruf ermöglicht selbstständiges Arbeiten (77 Prozent); Beruf wird in Zukunft noch stärker gefragt sein (74 Prozent); bietet gute Aufstiegschancen (70 Prozent). Andererseits glauben 47 Prozent, der Beruf des Informatikers sei etwas für Eigenbrödler, nur 35 Prozent ordnen dem Informatiker hohes Ansehen in der Gesellschaft zu.

 

IT-Berufe: gute Chancen, aber niedriges Ansehen

Die Chancen für IT-Berufler auf dem Arbeitsmarkt werden im Vergleich mit anderen Berufen (Lehrer, Anwalt, Arzt, Unternehmer) besser bewertet, aber das Ansehen des Informatikers in der Gesellschaft ist niedriger.

 

Diskrepanz zwischen Anspruch an Arbeitsplatz und Wahrnehmung der IT-Berufe

Vergleicht man die Ansprüche an einen Arbeitgeber bzw. Arbeitsplatz im IT-Bereich mit der Wahrnehmung der Berufsbilder, so lassen sich Diskrepanzen feststellen: 92 Prozent erwarten einen sicheren Arbeitsplatz, aber nur 43 Prozent sehen den Beruf selbst als krisensicher an. Ein gutes Gehalt ist für 85 Prozent wichtige Bedingung, aber nur die Hälfte denkt, dass Jobs im IT-Umfeld einen hohen Verdienst bieten.

 

IT-Beruf? Keine Ahnung!

Das Wissen über konkrete IT-Berufe ist sehr begrenzt. Genaue Vorstellungen über die Aufgabenbereiche von Software-Entwicklern, Fachinformatikern, Informatik-Kaufleuten, IT-Elektronikern und -Administratoren, SAP- und IT-Beratern sowie IT-Architekten hat nur eine Minderheit. Je nach Beruf antworten zwischen 27 und 78 Prozent „habe davon keine Ahnung“.

 

 

Digitale Lebenswelt

 

IT bestimmt den Alltag

Moderne Informationstechnologie hat eine hohe Alltagsbedeutung. Nahezu alle jungen Erwachsenen haben Zugang zu einem Computer (94 Prozent). Für 83 Prozent sind Computer und Handy wichtig für die Kontaktpflege mit Freunden, Bekannten und Arbeitskollegen. Ebenfalls 83 Prozent stimmen der Aussage „Computer gehören zu meinem täglichen Leben“ ganz oder teilweise zu.

 

Im Internet zuhause

Zwei Drittel schreiben oder empfangen täglich oder mehrmals in der Woche E-Mails, jeweils 58 Prozent verwenden den Computer ebenso häufig zum Chatten. Fast jeder Zweite nutzt mehrmals in der Woche virtuelle soziale Netzwerke.

 

Computer bedienen? Kein Problem!

Eine große Mehrheit hat Erfahrungen mit klassischen Computeranwendungen: Textverarbeitung und Tabellenkalkulation (86 Prozent), Internetrecherche (77 Prozent). Ein Viertel der weiblichen und 40 Prozent der männlichen Befragten haben in der Schule eine Programmiersprache gelernt.

 

Internet macht vieles einfacher

Das Internet wird von einer deutlichen Mehrheit (89 Prozent) aus Gründen der Effizienz (Ersparnis von Zeit und Wegen) und von ebenfalls über 80 Prozent zur Information genutzt.

 

Ohne Internet kann ich meinen Job nicht ausüben

Der Aussage „Ohne das Internet könnte ich meinen Job/mein Studium nicht ausüben“ stimmen 62 Prozent der Abiturienten und 64 Prozent der (Fach-) Hochschulabsolventen zu. Damit ist der Anteil etwa doppelt so hoch wie unter Haupt- und Realschülern (32 Prozent bzw. 34 Prozent).

 

IT-Interessenten nutzen Computer häufiger

Junge Erwachsene mit Interesse an einem IT-Beruf nutzen deutlich häufiger die verschiedenen Computerfunktionen. Dies bezieht sich nicht nur auf funktionale Anwendungen wie Informationsbeschaffung, Office-Programme oder Programmieren, sondern auch auf die kommunikative Nutzung (E-Mail, Chat).

 

Kontaktpflege Online

Für 68 Prozent ist das Internet ein wichtiges Instrument zur Pflege von Kontakten in Beruf, Schule und Ausbildung. Je jünger die Befragten, desto verbreiteter sind Internetkontakte. Mit steigendem Alter der Jugendlichen sinkt die Anzahl der Online-Freunde.

 

Soziale Kontakte finden im Web statt

Nur ein Viertel der jungen Erwachsenen hat ausschließlich persönliche Kontakte mit Freunden und Bekannten. Demnach kommunizieren drei Viertel auch virtuell oder online. Dem Internet kommt somit große Bedeutung hinsichtlich der sozialen Kontakte der jungen Generation zu.

 

„Digital Natives“? – nie gehört!

Die Jugend versteht sich nicht als „Digital Natives“. Neun von zehn Befragten haben den Begriff noch nie gehört.

 


 

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