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Sie sehen den Artikel: Neue Kommunikationswege des 21. Jahrhunderts. Veröffentlicht am: 17.04.2009
 
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Neue Kommunikationswege des 21. Jahrhunderts

 

Zahlreiche Unternehmen setzen aufgrund verteilter Standorte und der Zusammenarbeit mit Partnern und Dienstleistern auf sogenannte virtuelle Teams. Diese sind bei der Zusammenarbeit auf neue und effektive Kommunikationsmittel in ihrem Arbeitsumfeld angewiesen. Technologien wie Instant Messaging, Festnetz- oder Mobilfunktelefonie, Videokonferenzsysteme und Tools für gemeinsame Dokumentenbearbeitung ermöglichen die Arbeit im Team auch über verschiedene Standorte und Landesgrenzen hinweg. Oftmals fehlt aber der Vielzahl an Kommunikationskanälen eine einheitliche Verwaltungsstelle, so dass Terminabstimmungen schnell zum „E-Mail-Krieg“ werden oder endlose An- und Rückruf-Schleifen nach sich ziehen. Das kostet die Unternehmen nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Geld.

 

Einheitliche Kommunikation: gut geplant ist halb gewonnen

 

Um den Arbeitspartner zur richtigen Zeit mit dem richtigen Kommunikationsmittel zu erreichen, muss der Informationsaustausch auf einheitlichen Wegen stattfinden: Hier kommt Unified Communications (UC) ins Spiel. Durch die Integration verschiedener Kommunikationskanäle und Anwendungen können Geschäfts- und Kommunikationsprozesse völlig neu gestaltet werden. UC muss dabei aber als Service für den Anwender verstanden werden und nicht als eine Menge von Systemen und Funktionen. Computacenter bringt deshalb bei seiner Beratung und Umsetzung die Technik mit den Betriebskosten und Nutzwert für den Kunden zusammen. Noch bildet UC in deutschen Unternehmen jedoch eher die Ausnahme , und der Einsatz aller UC-Funktionen auf einmal geschieht selten. Dies bestätigt auch die von der Experton Group im Dezember 2008 veröffentlichte Studie „Unified Communications - Business Kommunikation im 21. Jahrhundert“. „Unsere Befragung ergab, dass nur sechs Prozent der von uns befragten Unternehmen UC bereits als Komplettlösung nutzen“, erklärt Fionn Schreiner, Advisor der Experton Group. Die Studie ergab auch, dass mehr als die Hälfte nach wie vor mit vollständig voneinander isolierten Kommunikationsmitteln arbeitet, wohingegen bei 41 Prozent immerhin ein Teil der vorhandenen Medien und Anwendungen integriert ist, das heißt, in einem einzigen Tool genutzt wird.

 

Wie die Praxis zeigt, liegt die derzeit eher zögerliche Zuwendung zu UC vor allem an der technischen Komplexität einer Migration und den damit verbundenen Kosten. Widersprüchliche Informationen seitens der Hersteller sowie bestehende Unklarheit zu rechtlichen Vorgaben halten Führungskräfte oftmals von einer Implementierung ab. Viele potenzielle Anwender äußern Bedenken, dass durch die Nutzung von UC Sicherheitslücken entstehen könnten. Doch auch Anwendungs- und Telekommunikations- sowie Branchen- und Fachberater tragen nicht immer zur Aufklärung der Widersprüche bei. Sie beraten oft nicht objektiv oder verfügen über zu wenig IT-Know-how. Anders als bei reinen Sprachdiensten erfordert UC von Dienstleisterseite auch fundierte PC-Kenntnisse, die Telefoniehersteller oft nicht aufweisen.

 

Kommunikation orientiert sich an Geschäftsanforderungen

 

„Unsere Studie hat auch ergeben, dass sich die meisten Unternehmen im Zusammenhang mit der UC-Einführung eine herstellerübergreifende Beratung wünschen“, so Schreiner. Diese zählt aktuell jedoch noch zur Mangelware, da die Mehrheit der IT-Dienstleister sich auf die eigenen Lösungen oder die ihrer Partner konzentrieren, wie aus der Experton-Studie hervorgeht.

 

Zwar ist das Angebot an Hard- und Software vielfältig, wenn aber die Lösungen nicht sinnvoll in die bestehende Infrastruktur integriert werden, können erfahrungsgemäß Erwartungen in Bezug auf eine Effizienzsteigerung und Kostenersparnis nicht erfüllt werden. Die Migration auf UC ist Maßarbeit, die sich an den Geschäftsprozessen orientieren muss. Computacenter fokussiert aus diesem Grund auf die spezifische Betrachtung der individuellen Kommunikationsanforderungen im Vorfeld der Planungs- und daran anschließenden Implementierungsphase. Für den Kunden muss der Mehrwert, den ihm eine UC-Migration bringt, ersichtlich sein.

 

Während für ein Verkehrsbauunternehmen oftmals eine zentralisierte Projektsteuerung von höchster Bedeutung ist, haben bei einem Finanzdienstleister Kundenschnittstellen Priorität. Für Letztere ist die Nähe zu ihren Kunden sehr wichtig. Oftmals stellten Filialen bislang einen Mitarbeiter, der nahezu ausschließlich für die telefonische Kundenbetreuung zuständig war. Für persönliche Beratungsgespräche blieb da jedoch meist nur noch wenig Zeit. Computacenter richtete deshalb für mehrere Institute ein zentrales Call Center ein, das mit Hilfe einer CPI-Applikation jedoch über die örtliche Rufnummer zu erreichen ist. Der Kunde wird mit seinem Namen begrüßt und bei der persönlichen, telefonischen Beratung ändert sich nichts für ihn. Für die Finanzinstitute hingegen bietet eine solche telefonische Weitervermittlung an eine zentrale Stelle einen erheblichen Mehrwert. Mitarbeiter, die zuvor überwiegend mit telefonischer Betreuung beschäftigt waren, können sich nun auch anderen Aufgaben widmen. Den geschäftlichen Mehrwert, den UC Organisationen bieten kann, haben mittlerweile auch einige Hotels im Wettbewerb um ihre Kunden entdeckt. Zwei Häuser beauftragten Computacenter mit der Einrichtung von TelePresence-Lösungen. Hotelgäste können auf diese Weise weltweit Konferenzen abhalten und so Zeit und weitere Reisekosten sparen.

 

Blick in die Zukunft

 

Den Schritt in die Next Generation Networks haben einige Unternehmen bereits gewagt und die Prognosen für die Etablierung von UC in den nächsten Jahren sind positiv. Wird UC bedarfsorientiert eingeführt, tun sich für Unternehmen verschiedener Branchen und Größenordnungen zahlreiche Vorteile auf. Wenn die Kosten bestehender Geschäftsprozesse reduziert, die Effizienz im operativen Geschäft gesteigert, die Servicequalität gegenüber Kunden und folglich eine verstärkte Kundenbindung hergestellt werden, schafft UC einen echten Mehrwert.

 


 

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