Quo vadis Outsourcing?
Paradigmenwechsel bringt Vorteile für Unternehmen
Outsourcing – die Abgabe von Unternehmsaufgaben und
-strukturen an Dienstleister – ist nicht out sondern in. Das belegen
eindrucksvoll die Zahlen des IT-Outsourcingmarkts: Allein in Deutschland hat er
nach Analystenmeinung derzeit ein Volumen von etwa zehn Milliarden Euro. Beachtlich
ist auch die jährliche Wachstumsrate (CAGR - Compound Annual Growth Rate) in
diesem Segment. So geht Gartner Dataquest in seinem „Outsourcing Europe Forecast“
bis zum Jahr 2011 von einem jährlichen Anstieg zwischen 5,1 und 8,6 Prozent aus.
Die Hauptgründe für Outsourcing sind neben Kostenreduktion
und -transparenz eine größere Flexibilität und mehr Geschwindigkeit bei der
Umsetzung von IT-Anforderungen zur Realisierung der Geschäftsziele. Hinzu kommt
selbstverständlich auch der Wunsch nach verbessertem IT-Service. Zudem erhoffen
sich die IT-Verantwortlichen, dass sie sich verstärkt strategischen Aufgaben
widmen können. Schließlich spielt der Wunsch, sich stärker auf das Kerngeschäft
fokussieren zu können, ebenso eine gewichtige Rolle wie der erwartete Zugriff
auf die technische Expertise eines externen Dienstleisters.
Geschäftsnutzen im Visier
Der Outsourcing-Markt unterliegt einem Paradigmenwechsel.
Outsourcing stand für ein sehr individuelles Geschäft – meist für
komplexe, teure und aufwändige Projekte. Beide Partner trugen oft ein hohes
Risiko, denn bei Vertragsabschluss war meistens nicht klar, wie die Leistung
erbracht werden sollte. Viele Full-Outsourcing-Projekte scheiterten demzufolge
oder konnten der Nutzenerwartung nicht gerecht werden.
Die Anforderungen der Unternehmen haben sich aber verändert.
Mit Outsourcing 2.0 oder Next Generation Outsourcing stehen heute nicht mehr
Betriebsauslagerungen einzelner Infrastrukturbereiche wie beispielsweise der
Server-Betrieb im Vordergrund, sondern die Übernahme von Verantwortung für
effiziente, skalierbare und qualitativ hochwertige End-to-End-Services durch
den Dienstleister.
Auf die richtige Mischung kommt es an
Outsourcing 2.0 bedeutet so viel Individualität wie nötig und
so viel Standardisierung bzw. Industrialisierung wie möglich. Die Unternehmen
erhalten damit eine größere Flexibilität bei wettbewerbsfähigen Preisen und die
Anbieter können ihre Leistungen besser skalieren. Computacenter hat als einer
der ersten IT-Dienstleister die Bedürfnisse des Marktes rechtzeitig erkannt und
setzt dieses Konzept bereits seit zwei Jahren erfolgreich um.
End-to-End
Outsourcing-2.0-Services (One-to-many)
Outsourcing-2.0.-Services sind in hohem Maße standardisiert.
Durch die gemeinsame Nutzung dieser Standards für Prozesse, Service- und
System-Management-Tools sowie Infrastrukturen profitieren Kunden von
Skaleneffekten. Der wesentliche Vorteil: Die Kosten lassen sich – bei
einer gleichzeitig deutlich erhöhten Skalierbarkeit - erheblich senken. Daneben
adressieren Computacenters Classical Outsourcing Services (One-to-One)
Kundenanforderungen mit einem höheren Maß an Individualität. In der Vielzahl
der Fälle ist es jedoch der für den Kunden intelligente Mix aus beiden
Modellen, der Kosteneffekte, Übernahme von Verantwortlichkeit wie auch
Individualitätsanforderungen zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügt.
Wenn auch die Zeit der großen Komplettpakete vorbei ist, wird
es dennoch weiterhin auf der Anbieterseite Full-Outsourcer,
Infrastruktur-/Applikations- sowie Business Process Outsourcing (BPO)-Provider
geben. Das am besten geeignete Outsourcingmodell ist dabei für jeden Kunden
anhand seiner Anforderungen zu bewerten – eine allgemeingültige Lösung
gibt es nicht.
Hohe Kompetenz gefragt
Wichtig: Der Outsourcing-2.0-Dienstleister sollte die gesamte
End-to-End-Service-Verantwortung übernehmen. Dabei muss er in der Lage sein, über
alle IT-Landschaften hinweg die gewünschten konkreten Lösungen liefern zu können.
Interne Strukturen wie IT-Umgebung, personelle Situation, weltweite
Implementierung, Prozessdesign, geographische und unternehmenspolitische Überlegungen
müssen für eine sinnvolle, nachhaltige Implementierung berücksichtigt werden.
Auftretende Probleme sind schnell und effektiv zu lösen.
Die dritte Welle oder Outsourcing 3.0 steht vor der Tür und
ist auch für den Mittelstand verstärkt von Interesse. Inhaltliche Themen sind
hier Dynamic Client Infrastructure (DCI) oder Cloud Computing (Cloud IT). Beim
DCI werden die Clients virtualisiert in einem Rechenzentrum betrieben. Der
Zugriff vom Arbeitsplatz, lediglich ein Thin Client ist erforderlich, erfolgt über
eine Remote-Verbindung.
Anwendungen und Daten befinden sich bei der Cloud IT nicht
mehr auf lokalen Rechnern, sondern auf entfernten Systemen verteilt. Diese können
sogar von unterschiedlichen Anbietern sein. Die Anwender greifen mit allgemein
verfügbaren Standard-Applikationen, beispielsweise einem Webbrowser, auf die
Services zu. Die Zukunft steht also für noch mehr Kundennutzen, Flexibilität
und Serviceorientierung.