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Sie sehen den Artikel: Dresdner Bank Luxembourg setzt auf Aquin. Veröffentlicht am: 17.12.2007
 
Dresdner Bank Luxembourg

Dresdner Bank Luxembourg setzt auf Aquin

 

Zukunftsweisende Technologien für Anlagegrenzprüfung und Bestandsabgleich als Wettbewerbsvorteil

 

Die Dresdner Bank Luxembourg S.A. (DBL), eine Tochter der Dresdner Bank AG, ist als Fondsadministration und Depotbank das Kompetenzzentrum der Allianz Gruppe in Luxemburg. In enger Kooperation mit Allianz Global Investors Luxembourg S.A., der Verwaltungsgesellschaft der in Luxemburg domizilierten Fonds der Allianz Gruppe, verwaltet die DBL ein Fondsvolumen von rund 22 Milliarden Euro, verteilt auf derzeit 80 Fonds.

 

Der Schlüssel zum Erfolg ist für die DBL die optimale Unterstützung der hochinnovativen Produktpolitik der Verwaltungsgesellschaft, die sich an den Anlegerwünschen orientiert. Während der Anteil der Wertpapiere in den Fondsportfolios zurückgeht, steigt die Bedeutung derivativer Produkte stetig an. Die Fondsmanager dehnen auf der Suche nach Rendite und Möglichkeiten zur flexiblen Absicherung ihrer Positionen sowie zur Portfolio-Modellierung ihre Aktivitäten in Richtung Derivate aus. Auf diese Weise erhält jeder Anlegertypus die für ihn maßgeschneiderten Fondsprodukte.

 

Dieser starke und auch für die Zukunft erwartete Trend zu komplexeren Produkten wurde für die DBL zu einer immer größeren Herausforderung. Die eingesetzten Eigenentwicklungen für die täglichen Kontroll- und Abgleicharbeiten erreichten aufgrund ihres Mangels an Flexibilität hinsichtlich neuer Produkte die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Da für jedes Finanzprodukt unter hohem manuellem Aufwand eine eigene Lösung erstellt werden musste, stieg die Zahl der Medienbrüche und produktspezifischen Output-Varianten kontinuierlich an. Die Komplexität der eingesetzten Lösungen erschwerte zunehmend ihre Wartung.

 

Mehr Effizienz mit DEBAS

 

„Angesichts der Forderung unserer Kunden hinsichtlich einer schnellen Implementierung von neuen Produktideen wurde uns klar, dass wir beim Thema Bestandsabgleich tätig werden mussten“, berichtet Norbert Kohn, Head of Fund Services bei der DBL. „Wir benötigten eine automatisierte Lösung, die eine effiziente Gestaltung unserer Workflows ermöglichte. Da wir die Compliance-Software MIG21 von Aquin bereits seit 2003 zur Anlagegrenzprüfung einsetzen und sehr zufrieden sind, lag es nahe, dass wir auch bei dieser Herausforderung Aquin in die engere Wahl nehmen.“

 

Um nicht nur für die anstehenden, sondern auch für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet zu sein, erstellte die DBL einen detaillierten Anforderungskatalog. Das neue Tool sollte nicht nur mehrere Depotbanksysteme gegen das Fondsbuchhaltungssystem MultiFonds von IGEFI abgleichen können, es sollte zudem parametrisierbar und flexibel an neue Produkte und Gegebenheiten anpassbar sein, zum Beispiel durch frei konfigurierbare Matching-Regeln für jede Asset-Klasse. „Wir wollten eine Lösung, die unsere System-Administratoren selbst bedienen, warten und anpassen können“, erklärt Peter Schmitt, Head of Fund Support und Projektleiter für die Implementierung des neuen Werkzeugs. „Andere Lösungen am Markt waren zu unflexibel, da Funktionen hart kodiert statt parametrisierbar waren.

 

Diese Systeme hätten mit unserer Innovationsquote nicht mithalten können, da mit jedem neuen Finanzinstrument gleichzeitig auch aufwändige Systemumstellungen verknüpft gewesen wären. Aquin dagegen überzeugte uns mit der Depotbankenlösung DEBAS von Anfang an, weil ihr Reifegrad sich bereits sehr nah an unseren Anforderungen befand und wir durch die hohe Systemflexibilität eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit erhalten würden.“

 

Optimaler Projektverlauf vom Kick-Off bis Go-Live

 

Nachdem im Frühjahr 2006 die Wahl auf DEBAS gefallen war, wurde im Anschluss das Fachkonzept gemeinsam mit Aquin erarbeitet. Ab Mitte September wurde DEBAS implementiert. Wichtiger Teil der zu erfüllenden Aufgaben war die Bereitstellung konsistenter Daten aus unterschiedlichen Quellen bzw. Systemen mit unterschiedlichen Buchungslogiken. Gerade mal 45 Projekttage später wurde DEBAS nach intensiver Schulung durch Aquin in Produktion genommen. Seit Anfang 2007 werden bereits sämtliche Geld- und Devisengeschäfte sowie Exchange Traded Derivatives produktiv über DEBAS abgestimmt.

 

„Implementierung im vereinbarten Zeit- und Budgetrahmen, bei Einhaltung sämtlicher Zusagen und Qualitätsversprechen – Aquin hat unser Vertrauen in die Kompetenz und Beratungsqualität seiner Mitarbeiter vollauf bestätigt“, freut sich Norbert Kohn. Nach Abschluss der ersten Projektphase ist die DBL bereits in der Lage, moderne Produkte auch in der Bestandsabstimmung schnell abzubilden. Für 2007 ist eine Erweiterung von DEBAS auf außerbörslich gehandelte Derivate vorgesehen. Zudem sollen im weiteren Verlauf die Wertpapier-Positionen und Cash-Bestände, die derzeit in MultiFonds abgeglichen werden, in DEBAS übernommen werden. Sobald alle Phasen abgeschlossen sind, kann die DBL sämtliche Abgleichanforderungen mit nur einem System medienbruchfrei bewältigen.

 

DEBAS unterstützt Qualitätszertifizierung

 

Immer mehr Kunden im Depotbanken- und Fondsadministrationsgeschäft verlangen von ihren Geschäftspartnern eine regelmäßige Zertifizierung nach den anspruchsvollen Maßstäben von SAS 70 (Statement of Auditing Standards No. 70). Die dabei jährlich erstellten Prüfungsberichte können auf Nachfrage von den Kunden eingesehen werden und geben detailliert Auskunft über Effizienz und Qualität des zertifizierten Finanzdienstleisters. Trotzdem haben bislang nur wenige deutsche Anbieter diese Auszeichnung – die Dresdner Bank Luxembourg ist einer davon. Durch die Entlastung von manuellen Kontrolltätigkeiten können sich die Fondsbuchhalter auf die Prüfung und Bereinigung von Abweichungen konzentrieren. Kernprozesse wie die NAV-Kontrolle (Net Asset Value) der Fonds können insgesamt deutlich schneller mit nachhaltig hoher Qualität abgewickelt werden. Gleichzeitig reduziert der automatisierte Abgleich das operationale Risiko; die DBL verhindert auf diese Weise trotz steigender Komplexität des Geschäfts in immer kleineren Zeitfenstern nachhaltig das Entstehen von Fehlern. Die systemunterstützten Bestandsabgleiche sind detailschärfer, stabiler und lassen sich schneller erstellen – auch für die Kunden der Dresdner Bank Luxembourg eine spürbare Verbesserung.

 

„Mit anderen Lösungen wäre das so einfach und vor allem so schnell nicht möglich. Wir können dadurch deutlich flexibler auf Kundenanforderungen reagieren und neue Produkte mit wesentlich kürzerer Time-to-Market unterstützen. Auf diese Weise stärkt DEBAS unsere Kompetenz und erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Administration neuer, komplexer Produkte. Eine zukunftsorientierte und -fähige Systemlandschaft sehen wir als eindeutigen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern“, bemerkt Gerhard Peulen, Head of Fund Business Development und Co-Projektleiter für die DEBAS-Implementierung.

 

Automatisierte Anlagegrenzprüfung mit MIG21

 

Neben DEBAS setzt die Dresdner Bank Luxembourg bereits seit 2003 MIG21 ein, eine Aquin-Software zur Anlagegrenzprüfung. Ähnlich wie beim DEBAS-Projekt verwendete die DBL vor der Implementierung von MIG21 selbst programmierte und pflegeintensive Lösungen, die aufgrund der fachlichen Komplexität einen hohen manuellen Aufwand mit sich brachten. Die Einführung von MIG21 erfolgte zeitgleich mit dem Inkrafttreten der in Luxemburger Recht umgesetzten EU-Richtlinie UCITS III *. Diese gilt nach der Übergangsphase seit Februar 2007 verbindlich und beinhaltet für die Marktteilnehmer auch im Bereich der Anlagegrenzkontrolle erhöhte Ansprüche. „Mit unserer Eigenentwicklung wäre die UCITS-Umstellung definitiv nicht machbar gewesen“, erinnert sich Peter Schmitt. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zu Gunsten von MIG21 war neben der vorherrschenden Marktstellung der Lösung in Deutschland die hohe Parametrisierbarkeit. Außerdem wurde MIG21 bereits von der Allianz Global Investors KAG (ehemals dit), dem Asset Management Spezialisten der Allianz Gruppe eingesetzt. So konnten wir uns schon im Vorfeld im eigenen Konzern von der Leistungsfähigkeit der bereits implementierten Lösung überzeugen.“

 

Schlanke Prozesse durch Daten-Standardisierung

 

Vor der Umsetzung galt es, verschiedene Voraussetzungen zu schaffen. Hierzu gehörte beispielsweise die Schaffung qualitätsgesicherter Datenquellen, denn nur mit hochwertigen, standardisierten Rohdaten kann eine saubere Anlagegrenzprüfung automatisiert erfolgen. Zudem mussten die Regeln aus den Verkaufsprospekten der Kunden in die Regelsprache von MIG21 übersetzt werden. Dazu mussten zunächst Standards entwickelt werden, um die verbal vorliegenden Regeln in eindeutig interpretierbare Zahlenwerte zu kodieren – so wird beispielsweise das Wort „überwiegend“ in einen mathematischen Vergleich „> 50 %“ übergeleitet. Seit Juli 2003 bewährt sich MIG21 in der DBL bei der täglichen Kontrolle der gesetzlichen und fondsspezifischen Anlagegrenzen.

 

„Durch die effizienten und weitgehend automatisierten Arbeitsprozesse erhält die Verwaltungsgesellschaft die Ergebnisse der Ex-post-Kontrolle gleichtägig“, berichtet Norbert Kohn. „Außerdem bewegt sich durch MIG21 die Qualität unserer Anlagegrenzkontrolle auf einem Niveau, das den Ansprüchen der SAS 70-Zertifizierung unseres Hauses entspricht. Kunden und Wirtschaftsprüfern können wir so größtmögliche Transparenz bieten und beispielsweise exakt nachvollziehen, wann welche Regelwerke gegolten haben. Dadurch sinkt der Abstimmungsbedarf mit unseren Kunden beträchtlich.“

 

Synergien zwischen DEBAS und MIG21

 

Wird die Wertschöpfungskette der DBL vom Portfoliomanagement bis zum Vertrieb verfolgt, so lässt sich erkennen, dass Aquin mit seinen Produkten direkt im Herzen der Prozesse Unterstützung leistet. DEBAS und MIG21 sind an unterschiedlichen Stellen in den Prozessen der Dresdner Bank Luxembourg implementiert und erfüllen unterschiedliche Aufgabenstellungen. Trotzdem stellen sich durch die gleichzeitige Nutzung der Aquin-Produkte Synergien ein. Insbesondere die Installation und Parametrisierung von DEBAS ließ sich erheblich durch die Erfahrungen aus dem bereits erfolgreich abgeschlossenen MIG21-Projekt vereinfachen. Der Aufbau des Datenhaushalts und des Asset-Universums, die Schnittstellen-Parametrisierung (das so genannte Mapping) sowie das Look & Feel sind sich sehr ähnlich, sodass die Mitarbeiter sich schnell in das neue System einfinden konnten. Der Einarbeitungsaufwand wird auf diese Weise klein gehalten und die Systembetreuung vereinfacht. Auf der technischen Seite sind die Schnittstellen beider Lösungen zu MultiFonds, dem marktführenden Fondsbuchhaltungssystem in Luxemburg, ähnlich aufgebaut, wodurch nicht nur die Implementierung, sondern auch die Datenhaltung optimiert wird.

 

„Mit beiden Aquin-Produkten sind wir und vor allem auch die zuständigen Fachabteilungen sehr zufrieden“, resümiert Gerhard Peulen. „Bei beiden Implementierungen hat sich gezeigt, dass die Aquin-Mitarbeiter die notwendige fachliche Kompetenz besitzen, IT-Projekte in diesem komplexen Umfeld zeit- und budgetgerecht durchzuführen und dabei hohe Qualität zu liefern. Besonders hervorheben möchten wir, dass die gute Betreuung auch nach der Implementierung fortgesetzt wird – auch im Routine-Wartungsbetrieb fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Dies ist absolut nicht selbstverständlich. Kurz: Die Zusammenarbeit mit Aquin macht einfach Spaß.“

 

 

Dresdner Bank Luxembourg S.A.

Die Dresdner Bank Luxembourg ist als Tochter der Dresdner Bank AG Teil der Allianz Gruppe. Derzeit werden 80 Fonds mit einem Volumen von rund 22 Milliarden Euro verwaltet.

 

Geschäftssitz: Luxemburg, unterhält weitere Tochtergesellschaften in Monaco und Gouda sowie eine Niederlassung auf Madeira

Muttergesellschaft: Dresdner Bank AG, Frankfurt

Mitarbeiter: rund 360

www.dresdner-bank.lu

 

Branche

Fondsadministration und Depotbank

 

Herausforderungen

Eigenentwicklungen für Kontroll- und Abgleichtätigkeiten sowie zur Anlagegrenzprüfung

Hoher manueller Aufwand

Bestehende Systeme zu starr im Vergleich zur hohen Innovationsquote

 

Lösungen

Aquin DEBAS (Datenabgleich zwischen Fondsadministration und Depotbank) und MIG21 (Anlagegrenzprüfung)

 

Vorteile

Sehr kurze Projektdauer – komplette DEBAS Integration mit nur 45 Projekttagen Unterstützung seitens Aquin

Schnelle Anpassung an neue Produkte mit DEBAS und MIG21, Parametrisierbarkeit durch bereichsinterne Systembetreuung

Kritische Prozesse wie NAV-Kontrolle erfolgen schneller und mit nachhaltig hoher Qualität

Gleichtägige Ex-post Anlagegrenzkontrolle mit MIG21

Homogene Umsetzung der Anforderungen an Bestandsabstimmung

Höhere Transparenz unterstützt SAS 70-Zertifizierung

Flexibilität ermöglicht die Anpassung an aktuelle Marktentwicklungen und Innovationsquote

Effizientes Leistungsangebot möglich

Schnittstelle zum MultiFonds-Datenhaushalt bei MIG21 und DEBAS sehr ähnlich gestaltet

Skalierbarkeit der Lösung bleibt gewährleistet

Schnelle Lernkurve bei Mitarbeitern

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