Dresdner Bank Luxembourg setzt auf Aquin
Zukunftsweisende Technologien für Anlagegrenzprüfung und
Bestandsabgleich als Wettbewerbsvorteil
Die Dresdner Bank Luxembourg S.A. (DBL), eine Tochter der
Dresdner Bank AG, ist als Fondsadministration und Depotbank das
Kompetenzzentrum der Allianz Gruppe in Luxemburg. In enger Kooperation mit
Allianz Global Investors Luxembourg S.A., der Verwaltungsgesellschaft der in
Luxemburg domizilierten Fonds der Allianz Gruppe, verwaltet die DBL ein
Fondsvolumen von rund 22 Milliarden Euro, verteilt auf derzeit 80 Fonds.
Der Schlüssel zum Erfolg ist für die DBL die optimale Unterstützung
der hochinnovativen Produktpolitik der Verwaltungsgesellschaft, die sich an den
Anlegerwünschen orientiert. Während der Anteil der Wertpapiere in den
Fondsportfolios zurückgeht, steigt die Bedeutung derivativer Produkte stetig
an. Die Fondsmanager dehnen auf der Suche nach Rendite und Möglichkeiten zur
flexiblen Absicherung ihrer Positionen sowie zur Portfolio-Modellierung ihre
Aktivitäten in Richtung Derivate aus. Auf diese Weise erhält jeder Anlegertypus
die für ihn maßgeschneiderten Fondsprodukte.
Dieser starke und auch für die Zukunft erwartete Trend zu
komplexeren Produkten wurde für die DBL zu einer immer größeren
Herausforderung. Die eingesetzten Eigenentwicklungen für die täglichen
Kontroll- und Abgleicharbeiten erreichten aufgrund ihres Mangels an Flexibilität
hinsichtlich neuer Produkte die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Da für jedes
Finanzprodukt unter hohem manuellem Aufwand eine eigene Lösung erstellt werden
musste, stieg die Zahl der Medienbrüche und produktspezifischen
Output-Varianten kontinuierlich an. Die Komplexität der eingesetzten Lösungen
erschwerte zunehmend ihre Wartung.
Mehr Effizienz mit DEBAS
„Angesichts der Forderung unserer Kunden hinsichtlich einer
schnellen Implementierung von neuen Produktideen wurde uns klar, dass wir beim
Thema Bestandsabgleich tätig werden mussten“, berichtet Norbert Kohn, Head of
Fund Services bei der DBL. „Wir benötigten eine automatisierte Lösung, die eine
effiziente Gestaltung unserer Workflows ermöglichte. Da wir die
Compliance-Software MIG21 von Aquin bereits seit 2003 zur Anlagegrenzprüfung
einsetzen und sehr zufrieden sind, lag es nahe, dass wir auch bei dieser
Herausforderung Aquin in die engere Wahl nehmen.“
Um nicht nur für die anstehenden, sondern auch für die zukünftigen
Herausforderungen gerüstet zu sein, erstellte die DBL einen detaillierten
Anforderungskatalog. Das neue Tool sollte nicht nur mehrere Depotbanksysteme
gegen das Fondsbuchhaltungssystem MultiFonds von IGEFI abgleichen können, es
sollte zudem parametrisierbar und flexibel an neue Produkte und Gegebenheiten
anpassbar sein, zum Beispiel durch frei konfigurierbare Matching-Regeln für
jede Asset-Klasse. „Wir wollten eine Lösung, die unsere System-Administratoren
selbst bedienen, warten und anpassen können“, erklärt Peter Schmitt, Head of
Fund Support und Projektleiter für die Implementierung des neuen Werkzeugs. „Andere
Lösungen am Markt waren zu unflexibel, da Funktionen hart kodiert statt
parametrisierbar waren.
Diese Systeme hätten mit unserer Innovationsquote nicht
mithalten können, da mit jedem neuen Finanzinstrument gleichzeitig auch aufwändige
Systemumstellungen verknüpft gewesen wären. Aquin dagegen überzeugte uns mit
der Depotbankenlösung DEBAS von Anfang an, weil ihr Reifegrad sich bereits sehr
nah an unseren Anforderungen befand und wir durch die hohe Systemflexibilität
eine hohe Planungs- und Investitionssicherheit erhalten würden.“
Optimaler Projektverlauf vom Kick-Off bis Go-Live
Nachdem im Frühjahr 2006 die Wahl auf DEBAS gefallen war,
wurde im Anschluss das Fachkonzept gemeinsam mit Aquin erarbeitet. Ab Mitte
September wurde DEBAS implementiert. Wichtiger Teil der zu erfüllenden Aufgaben
war die Bereitstellung konsistenter Daten aus unterschiedlichen Quellen bzw.
Systemen mit unterschiedlichen Buchungslogiken. Gerade mal 45 Projekttage später
wurde DEBAS nach intensiver Schulung durch Aquin in Produktion genommen. Seit
Anfang 2007 werden bereits sämtliche Geld- und Devisengeschäfte sowie Exchange
Traded Derivatives produktiv über DEBAS abgestimmt.
„Implementierung im vereinbarten Zeit- und Budgetrahmen, bei
Einhaltung sämtlicher Zusagen und Qualitätsversprechen – Aquin hat unser
Vertrauen in die Kompetenz und Beratungsqualität seiner Mitarbeiter vollauf
bestätigt“, freut sich Norbert Kohn. Nach Abschluss der ersten Projektphase ist
die DBL bereits in der Lage, moderne Produkte auch in der Bestandsabstimmung
schnell abzubilden. Für 2007 ist eine Erweiterung von DEBAS auf außerbörslich
gehandelte Derivate vorgesehen. Zudem sollen im weiteren Verlauf die
Wertpapier-Positionen und Cash-Bestände, die derzeit in MultiFonds abgeglichen
werden, in DEBAS übernommen werden. Sobald alle Phasen abgeschlossen sind, kann
die DBL sämtliche Abgleichanforderungen mit nur einem System medienbruchfrei
bewältigen.
DEBAS unterstützt Qualitätszertifizierung
Immer mehr Kunden im Depotbanken- und
Fondsadministrationsgeschäft verlangen von ihren Geschäftspartnern eine regelmäßige
Zertifizierung nach den anspruchsvollen Maßstäben von SAS 70 (Statement of
Auditing Standards No. 70). Die dabei jährlich erstellten Prüfungsberichte können
auf Nachfrage von den Kunden eingesehen werden und geben detailliert Auskunft über
Effizienz und Qualität des zertifizierten Finanzdienstleisters. Trotzdem haben
bislang nur wenige deutsche Anbieter diese Auszeichnung – die Dresdner
Bank Luxembourg ist einer davon. Durch die Entlastung von manuellen Kontrolltätigkeiten
können sich die Fondsbuchhalter auf die Prüfung und Bereinigung von
Abweichungen konzentrieren. Kernprozesse wie die NAV-Kontrolle (Net Asset
Value) der Fonds können insgesamt deutlich schneller mit nachhaltig hoher
Qualität abgewickelt werden. Gleichzeitig reduziert der automatisierte Abgleich
das operationale Risiko; die DBL verhindert auf diese Weise trotz steigender
Komplexität des Geschäfts in immer kleineren Zeitfenstern nachhaltig das
Entstehen von Fehlern. Die systemunterstützten Bestandsabgleiche sind detailschärfer,
stabiler und lassen sich schneller erstellen – auch für die Kunden der
Dresdner Bank Luxembourg eine spürbare Verbesserung.
„Mit anderen Lösungen wäre das so einfach und vor allem so
schnell nicht möglich. Wir können dadurch deutlich flexibler auf
Kundenanforderungen reagieren und neue Produkte mit wesentlich kürzerer
Time-to-Market unterstützen. Auf diese Weise stärkt DEBAS unsere Kompetenz und
erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Administration neuer, komplexer
Produkte. Eine zukunftsorientierte und -fähige Systemlandschaft sehen wir als
eindeutigen Wettbewerbsvorteil gegenüber unseren Mitbewerbern“, bemerkt Gerhard
Peulen, Head of Fund Business Development und Co-Projektleiter für die
DEBAS-Implementierung.
Automatisierte Anlagegrenzprüfung mit MIG21
Neben DEBAS setzt die Dresdner Bank Luxembourg bereits seit
2003 MIG21 ein, eine Aquin-Software zur Anlagegrenzprüfung. Ähnlich wie beim
DEBAS-Projekt verwendete die DBL vor der Implementierung von MIG21 selbst
programmierte und pflegeintensive Lösungen, die aufgrund der fachlichen
Komplexität einen hohen manuellen Aufwand mit sich brachten. Die Einführung von
MIG21 erfolgte zeitgleich mit dem Inkrafttreten der in Luxemburger Recht
umgesetzten EU-Richtlinie UCITS III *. Diese gilt nach der Übergangsphase seit
Februar 2007 verbindlich und beinhaltet für die Marktteilnehmer auch im Bereich
der Anlagegrenzkontrolle erhöhte Ansprüche. „Mit unserer Eigenentwicklung wäre
die UCITS-Umstellung definitiv nicht machbar gewesen“, erinnert sich Peter
Schmitt. „Ausschlaggebend für unsere Entscheidung zu Gunsten von MIG21 war
neben der vorherrschenden Marktstellung der Lösung in Deutschland die hohe
Parametrisierbarkeit. Außerdem wurde MIG21 bereits von der Allianz Global
Investors KAG (ehemals dit), dem Asset Management Spezialisten der Allianz
Gruppe eingesetzt. So konnten wir uns schon im Vorfeld im eigenen Konzern von
der Leistungsfähigkeit der bereits implementierten Lösung überzeugen.“
Schlanke Prozesse durch Daten-Standardisierung
Vor der Umsetzung galt es, verschiedene Voraussetzungen zu
schaffen. Hierzu gehörte beispielsweise die Schaffung qualitätsgesicherter
Datenquellen, denn nur mit hochwertigen, standardisierten Rohdaten kann eine
saubere Anlagegrenzprüfung automatisiert erfolgen. Zudem mussten die Regeln aus
den Verkaufsprospekten der Kunden in die Regelsprache von MIG21 übersetzt
werden. Dazu mussten zunächst Standards entwickelt werden, um die verbal
vorliegenden Regeln in eindeutig interpretierbare Zahlenwerte zu kodieren –
so wird beispielsweise das Wort „überwiegend“ in einen mathematischen Vergleich
„> 50 %“ übergeleitet. Seit Juli 2003 bewährt sich MIG21 in der DBL bei der täglichen
Kontrolle der gesetzlichen und fondsspezifischen Anlagegrenzen.
„Durch die effizienten und weitgehend automatisierten
Arbeitsprozesse erhält die Verwaltungsgesellschaft die Ergebnisse der
Ex-post-Kontrolle gleichtägig“, berichtet Norbert Kohn. „Außerdem bewegt sich
durch MIG21 die Qualität unserer Anlagegrenzkontrolle auf einem Niveau, das den
Ansprüchen der SAS 70-Zertifizierung unseres Hauses entspricht. Kunden und
Wirtschaftsprüfern können wir so größtmögliche Transparenz bieten und
beispielsweise exakt nachvollziehen, wann welche Regelwerke gegolten haben.
Dadurch sinkt der Abstimmungsbedarf mit unseren Kunden beträchtlich.“
Synergien zwischen DEBAS und MIG21
Wird die Wertschöpfungskette der DBL vom Portfoliomanagement
bis zum Vertrieb verfolgt, so lässt sich erkennen, dass Aquin mit seinen
Produkten direkt im Herzen der Prozesse Unterstützung leistet. DEBAS und MIG21
sind an unterschiedlichen Stellen in den Prozessen der Dresdner Bank Luxembourg
implementiert und erfüllen unterschiedliche Aufgabenstellungen. Trotzdem
stellen sich durch die gleichzeitige Nutzung der Aquin-Produkte Synergien ein.
Insbesondere die Installation und Parametrisierung von DEBAS ließ sich
erheblich durch die Erfahrungen aus dem bereits erfolgreich abgeschlossenen MIG21-Projekt
vereinfachen. Der Aufbau des Datenhaushalts und des Asset-Universums, die
Schnittstellen-Parametrisierung (das so genannte Mapping) sowie das Look &
Feel sind sich sehr ähnlich, sodass die Mitarbeiter sich schnell in das neue
System einfinden konnten. Der Einarbeitungsaufwand wird auf diese Weise klein
gehalten und die Systembetreuung vereinfacht. Auf der technischen Seite sind
die Schnittstellen beider Lösungen zu MultiFonds, dem marktführenden
Fondsbuchhaltungssystem in Luxemburg, ähnlich aufgebaut, wodurch nicht nur die
Implementierung, sondern auch die Datenhaltung optimiert wird.
„Mit beiden Aquin-Produkten sind wir und vor allem auch die
zuständigen Fachabteilungen sehr zufrieden“, resümiert Gerhard Peulen. „Bei
beiden Implementierungen hat sich gezeigt, dass die Aquin-Mitarbeiter die
notwendige fachliche Kompetenz besitzen, IT-Projekte in diesem komplexen Umfeld
zeit- und budgetgerecht durchzuführen und dabei hohe Qualität zu liefern.
Besonders hervorheben möchten wir, dass die gute Betreuung auch nach der
Implementierung fortgesetzt wird – auch im Routine-Wartungsbetrieb fühlen
wir uns sehr gut aufgehoben. Dies ist absolut nicht selbstverständlich. Kurz:
Die Zusammenarbeit mit Aquin macht einfach Spaß.“
Dresdner Bank Luxembourg S.A.
Die Dresdner Bank Luxembourg ist als Tochter der Dresdner
Bank AG Teil der Allianz Gruppe. Derzeit werden 80 Fonds mit einem Volumen von
rund 22 Milliarden Euro verwaltet.
Geschäftssitz: Luxemburg,
unterhält weitere Tochtergesellschaften in Monaco und Gouda sowie eine
Niederlassung auf Madeira
Muttergesellschaft:
Dresdner Bank AG, Frankfurt
Mitarbeiter: rund
360
www.dresdner-bank.lu
Branche
Fondsadministration und Depotbank
Herausforderungen
Eigenentwicklungen für Kontroll- und Abgleichtätigkeiten
sowie zur Anlagegrenzprüfung
Hoher manueller Aufwand
Bestehende Systeme zu starr im Vergleich zur hohen
Innovationsquote
Lösungen
Aquin DEBAS (Datenabgleich zwischen Fondsadministration und
Depotbank) und MIG21 (Anlagegrenzprüfung)
Vorteile
Sehr kurze Projektdauer – komplette DEBAS Integration
mit nur 45 Projekttagen Unterstützung seitens Aquin
Schnelle Anpassung an neue Produkte mit DEBAS und MIG21,
Parametrisierbarkeit durch bereichsinterne Systembetreuung
Kritische Prozesse wie NAV-Kontrolle erfolgen schneller und
mit nachhaltig hoher Qualität
Gleichtägige Ex-post Anlagegrenzkontrolle mit MIG21
Homogene Umsetzung der Anforderungen an Bestandsabstimmung
Höhere Transparenz unterstützt SAS 70-Zertifizierung
Flexibilität ermöglicht die Anpassung an aktuelle
Marktentwicklungen und Innovationsquote
Effizientes Leistungsangebot möglich
Schnittstelle zum MultiFonds-Datenhaushalt bei MIG21 und
DEBAS sehr ähnlich gestaltet
Skalierbarkeit der Lösung bleibt gewährleistet
Schnelle Lernkurve bei Mitarbeitern