Ungefilterte
Demokratie
Für das ZDFparlameter
erhielt das ZDF im Juni den Grimme Online Award.
Die Flex-Anwendung
gibt tiefen Einblick in die parlamentarischen Entscheidungsprozesse im
Bundestag.
Am 18. Juni 2009 entschied der Deutsche Bundestag, dass es
keine neue gesetzliche Regelung zur Patientenverfügung geben soll. Die
Entscheidung, die so heikle Themen wie das Beenden
lebensverlängernder Maßnahmen im Krankheitsfall berührt, war
höchst umstritten. 344 Nein-Stimmen standen 220 Befürwortern aus allen
Fraktionen gegenüber. Innerhalb der Führungsspitze der Grünen entschied sich
Renate Künast für, ihre Kollegin Bärbel Höhn gegen das Gesetz. Und
ausgerechnet CDU-Generalsekretär Pofalla stellte sich mit seiner Nein-Stimme deutlich
gegen die Mehrheit in seiner Fraktion. Eine echte Gewissensentscheidung.
Solche und ähnliche Analysen produziert das Online-Tool
ZDFparlameter (http://parlameter.zdf.de). Es handelt sich dabei um eine
Flex-Anwendung, die von der Agentur 4=1 aus Hamburg produziert wurde. Sie
erlaubt dem Nutzer, eine namentlich getroffene Bundestagsentscheidung auszuwählen
und das Abstimmungsverhalten zu filtern. Er kann dabei nach Parteien sortieren,
nach Alter, Geschlecht, Familienstand oder Kinderzahl, und er kann natürlich
bei jedem einzelnen Abgeordneten die jeweilige Entscheidung hinterfragen.
„Im Gegensatz zu Analysen, die von Redaktionen erstellt und
vorgetragen werden, kann der Nutzer hier selbst das für ihn Wichtige aus den
Daten herauslesen“, erläutert Entwicklungsredakteur Marco Maas von 4=1 den
Mehrwert der Anwendung.
Vollständiger Artikel rechts oben als PDF abrufbar.