Technische Dokumente: Zug um Zug gemeinsam entwickelt
Adobe LiveCycle-Lösungen ermöglichen Austausch von Eisenbahn-Infrastruktur-Designs
Auf Handarbeit kann im
Eisenbahnbau trotz moderner Technik nach wie vor nicht verzichtet werden. Bei
der Verlegung von Gleisen und Schwellen sind zwar Maschinen und auch Computer
im Einsatz, trotzdem spielt der Arbeiter vor Ort nach wie vor die tragende
Rolle. Bis 2005 wurden bei der Österreichischen Bundesbahn auch die Pläne für
anstehende Bau- und Infrastrukturprojekte von Hand bearbeitet. Da Bauplanung Teamarbeit
ist, wurde ein Plan, der ausgedruckt bis zu elf Meter lang sein kann, im
Verlauf eines Projekts nicht selten von rund 400 verschiedenen Ingenieuren,
Architekten und Projektleitern bearbeitet. Da diese meist gleichzeitig an den
Plänen arbeiten, war ein Team von drei bis fünf Mitarbeitern bisher damit beschäftigt,
alle Änderungen manuell in einen konsolidierten Plan zusammenzufassen. Die endgültige
Fertigstellung eines Plans dauerte so im Normalfall bis zu 40 Tage. Da im
Rahmen der gemeinsamen Bearbeitung der Pläne so viele Personen einbezogen werden
mussten, konnten sich bei der Nachverfolgung ihrer jeweiligen Beiträge viele
Fehler einschleichen. Bei etwa 40 Prozent der Projekte kam es so zu Überschreitungen
des Zeitrahmens und führte in einigen Fällen zu erheblichen Mehrkosten.
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