Kartoffeln ohne Quark
Bundessortenamt erstellt Beschreibende Sortenlisten mit
Adobe InDesign
Sie hört auf den lateinischen Namen Solanum tuberosum,
bekannter ist sie aber unter Bezeichnungen wie Chips, Pommes Frites,
Kroketten, Kartoffelpuffer,
Gnocchi oder schlicht Salzkartoffel: Die meist unförmige Frucht aus der Familie
der Nachtschattengewächse ist eines der
vielseitigsten Nahrungsmittel, die es gibt. Rund 300 Millionen Tonnen
Kartoffeln werden jedes Jahr weltweit geerntet. Damit ist die allseits beliebte
Knolle nach wie vor eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel auf der ganzen
Welt. Rund 5.000 Sorten gibt es weltweit. 206 davon sind in Deutschland zum
Anbau zugelassen, darunter so wohlklingende Namen wie Acapella, Adretta,
Caruso, Hercules oder Sieglinde. Damit Züchter, Bauern, verarbeitende Industrie
und landwirtschaftliche Berater den Überblick über die verschiedenen Sorten und
deren Eigenschaften behalten, gibt das Bundessortenamt in Hannover in
regelmäßigen Abständen so genannte Beschreibende Sortenlisten heraus, in denen
alle in Deutschland zugelassenen Kartoffelsorten aufgeführt sind. Nicht nur für
Kartoffeln ist im Sinne der Verbraucher gesetzlich geregelt, welche Sorten von
Feldfrüchten angebaut und vertrieben werden dürfen. So gibt es ähnliche
Sortenlisten auch für Getreide, Mais oder Weinreben. Neben den Sortennamen und
Züchterinformationen enthalten die Listen Angaben über Aussehen,
Anbaueigenschaften sowie Qualitätsmerkmale der jeweiligen Pflanzenart. Bei
Kartoffeln etwa Angaben zu Koch- und Speiseeigenschaften (z.B. fest- oder
mehligkochend), Anfälligkeit der Sorte für bestimmte Schädlinge,
Verarbeitungseignung (Chips, Pommes Frites, etc.) oder Reifezeit. In der Praxis
des Bundessortenamts bedeuten all diese Eigenschaften und Informationen
unendlich scheinende Zahlenkolonnen, Texte, Bilder und Tabellen. Um sämtliche
Daten aufzubereiten und in der Beschreibenden Sortenliste übersichtlich
darzustellen, nutzt das Bundessortenamt die Layout-Software Adobe InDesign.
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